ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2015Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung: Nur bei kleiner Minderheit der EU-Bürger beliebt

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Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung: Nur bei kleiner Minderheit der EU-Bürger beliebt

Dtsch Arztebl 2015; 112(31-32): A-1310 / B-1098 / C-1070

Korzilius, Heike

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Zur Therapie ins Ausland? 49 Prozent der EU-Bürger sagen ja, 46 Prozent nein. Foto: dpa
Zur Therapie ins Ausland? 49 Prozent der EU-Bürger sagen ja, 46 Prozent nein. Foto: dpa

Lediglich fünf Prozent der EU-Bürger haben sich 2014 in einem anderen Mitgliedstaat medizinisch behandeln lassen. In der Mehrzahl der Fälle war die Behandlung nicht geplant. Lediglich zwei Prozent der Patienten hatten sich bewusst für eine Auslandsbehandlung entschieden. Das geht aus einer Befragung von 28 000 EU-Bürgern im Auftrag der Europäischen Kommission hervor, dem Eurobarometer. Sie wurde im Oktober 2014 durchgeführt, die Ergebnisse wurden kürzlich veröffentlicht. Eine vergleichbare Umfrage im Jahr 2007 kam zu ähnlichen Resultaten.

Bei der Frage nach der generellen Bereitschaft, sich im Ausland behandeln zu lassen, gingen die Meinungen auseinander: 49 Prozent sagten ja, 46 Prozent nein. 71 Prozent der Befragten würden sich im Ausland behandeln lassen, wenn die Behandlung zu Hause nicht verfügbar ist, 53 Prozent würden es tun, wenn die Qualität der Behandlung im Ausland besser ist, sie schneller einen Termin bekommen (34 Prozent) oder die Behandlung kostengünstiger ist (23 Prozent). Ganz oben auf der Liste von Erkrankungen, für deren Behandlung die Bürger ins Ausland gehen würden, stehen Krebs (53 Prozent), gefolgt von Herzoperationen (38 Prozent) und Zahnbehandlungen (28 Prozent). HK

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