ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2015Musik: Von Krankheiten beeinflusst

KULTURTIPPS

Musik: Von Krankheiten beeinflusst

Fritz, Karl-Wilhelm

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Über das Schaffen und die Erkrankungen berühmter Musiker gibt es viele Bücher, Untersuchungen und Theorien. Dieses Buch hat einen etwas anderen Schwerpunkt. Es wird nicht nur auf die musikalische Leistung hingewiesen, sondern es geht der Frage nach, wie insbesondere das Privatleben und die Krankheiten die Kompositionen beeinflusst haben. Dazu wurden zehn Komponisten aus drei Jahrhunderten ausgewählt, die alle musikalische Genies waren, und es wurde der menschliche Bogen vom tief Gläubigen (Bach) über den Genussmenschen (Bruckner, Reger) bis hin zum gesellschaftlichen Avantgardisten (Satie) geschlagen. Insgesamt geht es um die Komponisten Bach, Beethoven, Bruckner, Chopin, Mozart, Ravel, Reger, Satie, Schubert und Schumann. In vielen ihrer Kompositionen drückt sich das seelische Empfinden aus, ohne das die Werke nie entstanden wären. Es zeigt auf, dass diese Genies ihre menschlichen Schwächen hatten, ihr Privatleben teils gewaltig durchgeschüttelt wurde und sie häufig unter großer materieller Not litten (Mozart). Neuere Forschungen zeigen auch, dass der Tod durch andere Erkrankungen herbeigeführt wurde, als in der Geschichte beschrieben.

Dieses Werk ist nicht nur etwas für den musikalisch Interessierten, sondern auch für jene, die psychologisch-soziales Interesse haben.

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Karl-Wilhelm Fritz

Hans-Joachim Trappe, Wolfgang Mastnak: Krankheit – Sphäre des Schaffens. Pabst Science Publishers, Lengerich 2015, 196 Seiten, gebunden, 25 Euro

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