ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2015Infektionsschutz: Prästationäres MRSA-Screening gefordert

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Infektionsschutz: Prästationäres MRSA-Screening gefordert

Hillienhof, Arne

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert dafür, Risikopatienten vor planbaren Kranken­haus­auf­enthalten auf eine Infektion mit dem Erreger Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) zu testen. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas Gassen forderte zugleich, das prästationäre Screening ausreichend zu vergüten. Bislang werden die Kosten nur im Anschluss an einen Klinikaufenthalt übernommen.

„Das reicht nicht aus“, sagte Gassen. Um das Risiko der Verbreitung des Erregers im Krankenhaus zu verringern, müssten infizierte Patienten vorher erkannt und behandelt werden. Nach Ansicht der KBV sollten deshalb vor zeitlich planbaren stationären Operationen, zum Beispiel in der Orthopädie oder der Herz- und Gefäßchirurgie, alle Risikopatienten auf MRSA untersucht werden. Im Falle eines positiven Abstriches könnte dann eine Sanierungsbehandlung erfolgen.

Gassen wies darauf hin, dass Kliniken schon heute immer öfter von Niedergelassenen fordern, Patienten vor der Aufnahme auf MRSA zu testen. „Die Ärzte können diese Aufgabe übernehmen, doch müssen die Krankenkassen die Leistungen auch leistungsgerecht honorieren“, forderte der KBV-Chef. hil

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