ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2015Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: DMP zu rheumatoider Arthritis verschoben

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: DMP zu rheumatoider Arthritis verschoben

Beerheide, Rebecca

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat in seiner öffentlichen Sitzung das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt, Vorarbeiten zum künftigen Disease Management Programm (DMP) Depression zu beginnen. Die Vorbereitungen für ein DMP rheumatoide Arthritis verzögern sich dagegen erheblich. Ein DMP Depression hatte die Bundesregierung im  GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, das seit Mitte Juli 2015 in Kraft ist, beauftragt.

Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA, erklärte, dass die Vorbereitungen „zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen“ werden würden, ohne hier konkreter zu werden. Als Begründung nannte sie, dass „uns der Gesetzgeber mit dem DMP Depression dazwischen kam“. Auch G-BA-Chef Josef Hecken bedauerte diese Verzögerung: „Zeitgleich können wir Depression und rheumatoide Arthritis nicht bearbeiten, da musste der Gesetzgeber priorisieren. Glücklich findet die Entscheidung niemand. Ich halte sie für falsch.“

Ebenso beschloss der G-BA einstimmig, aber gegen die Meinung der Patientenvertreter, den Eintrag eines HIV-Testes in den Mutterpass. Diese Änderung der Mutterschafts-Richtlinien wird bereits seit 2007 diskutiert. Bislang wird die Beratung, nicht aber die Durchführung dokumentiert. Das Ergebnis des Tests wird weiterhin nicht im Mutterpass vermerkt.

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Auch beschloss der G-BA einstimmig die Einführung eines Screenings auf Mukoviszidose bei Kindern bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres. bee

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