ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2015Private Klinikkonzerne: Mehr Patienten und höhere Gewinne

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Private Klinikkonzerne: Mehr Patienten und höhere Gewinne

Stüwe, Heinz

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Die beiden größten privaten deutschen Klinikkonzerne Fresenius Helios und Asklepios haben im bisherigen Jahresverlauf etwas mehr Patienten für sich gewinnen können und überdies gut verdient, wie aus ihren Zwischenberichten für das erste Halbjahr 2015 hervorgeht.

Die Asklepios Kliniken GmbH in Hamburg, zweitgrößter privater Klinikträger, meldete eine um 1,6 Prozent auf 1,1 Millionen gestiegene Patientenzahl für das erste Halbjahr 2015, für die 34 464 Mitarbeiter (auf Vollzeit umgerechnet) tätig waren. Der Umsatz lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 1,54 Milliarden Euro um zwei Prozent höher. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um elf Prozent auf 151,6 Millionen Euro.

Dass der Konzerngewinn noch schneller gewachsen ist – um 21,6 Prozent auf 86,4 Millionen Euro – erklärt der Vorstand im Zwischenbericht mit der Dividende der Rhön-Klinikum AG, an der Asklepios nach früheren Angaben mit 15 Prozent beteiligt ist.

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Für 2015 erwartet man ein organisches Umsatzwachstum (ohne Zukäufe) von zwei bis vier Prozent und eine leichte aber nachhaltige Gewinnsteigerung.

Unterdessen hat der Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA in Bad Homburg, zu der mit Fresenius Helios der größte private Klinikbetreiber in Deutschland gehört, seine Gewinnprognose für 2015 nochmals erhöht. Zu dem unerwartet hohen Gewinnanstieg um 18 bis 21 Prozent ohne Währungseffekte hat aber weniger die Krankenhaussparte beigetragen. Fresenius wird vor allem mit Infusionstherapie und Transfusionstechnik (Fresenius Kabi) besser als erwartet verdienen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll hier in diesem Jahr 19 bis 20 Prozent des Umsatzes erreichen. Mit seinen 111 Kliniken hat Fresenius Helios im ersten Halbjahr 2,77 Milliarden Euro umgesetzt, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Fresenius Helios bewegt sich beim organischen Umsatzwachstum bisher am unteren Ende der selbstgesteckten Zielmarke von drei bis fünf Prozent. Von dem angepeilten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 630 und 650 Millionen Euro hat der Konzern mit 307 Millionen Euro im ersten Halbjahr noch nicht die Hälfte verdient. Die Zahl der Beschäftigten in den Kliniken hat sich seit Jahresbeginn um ein Prozent auf 69 283 erhöht. Stü

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