ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2015Umfrage: Wirtschaftliche Lage der Niedergelassenen hat sich verschlechtert

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Umfrage: Wirtschaftliche Lage der Niedergelassenen hat sich verschlechtert

Rieser, Sabine

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Die tägliche Arbeit mit den Patienten wird durch die Rahmenbedingungen erschwert, meinen viele Ärzte. Foto: picture alliance
Die tägliche Arbeit mit den Patienten wird durch die Rahmenbedingungen erschwert, meinen viele Ärzte. Foto: picture alliance

Die wirtschaftliche Lage niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten hat sich deutlich verschlechtert. Das schließt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) aus den ersten Ergebnissen seiner jüngsten Praxisumfrage. Zwar sind dem ZI zufolge die Einnahmen aus kassenärztlicher Tätigkeit zwischen 2010 und 2013 um knapp sieben Prozent gestiegen. Die Zuwachsrate bei den Privateinnahmen lag bei knapp drei Prozent. Doch die Überschüsse entwickelten sich bei gleichzeitig stark gestiegenen Betriebskosten rückläufig. Als Folge daraus zeichne sich ab, dass Ärzte erheblich zurückhaltender in ihre Praxis investierten, so das ZI. Detaillierte Angaben werden voraussichtlich im Spätherbst vorliegen.

Der Jahresüberschuss sank inflationsbereinigt zwischen 2010 und 2013 um 1,5 Prozent auf 144 900 Euro je Praxisinhaber. Die Betriebskosten stiegen im gleichen Zeitraum um 7,6 Prozent auf 142 000 Euro. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise legten zeitgleich lediglich um 5,7 Prozent zu.

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Besonders stark stiegen die Kosten für Personal (+ 16,5 Prozent) und die Mieten für Praxisräume beziehungsweise entsprechende Nebenkosten (+ 6,8 Prozent). Die Aufwendungen für Material und Labor sowie für Versicherungen, Beiträge und Gebühren fielen mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent ins Gewicht.

„Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen müssen wirtschaftlich in der Lage sein, ihre Praxen zu modernisieren“, forderte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des ZI, Dr. med. Andreas Gassen. „Das ist erforderlich, um die gewohnt hochwertige Versorgung der Patienten dauerhaft zu sichern.“ Rie

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