ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2015HIV-Test: Zeitfenster auf sechs Wochen verkürzt

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HIV-Test: Zeitfenster auf sechs Wochen verkürzt

Hibbeler, Birgit

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Das Zeitfenster bei der HIV-Testung verkürzt sich. Ein negatives Testergebnis gilt ab sofort als aussagekräftig, wenn die letzte potenzielle HIV-Exposition länger als sechs Wochen zurückliegt. Das geht aus einer offiziellen Stellungnahme zur HIV-Stufendiagnostik hervor, die nun im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht worden ist. Bisher galt die Faustregel, dass bis zu einer verlässlichen Diagnostik zwölf Wochen vergehen sollten.

Einen neuen HIV-Test gibt es nicht. Zahlreiche Medien hatten dies berichtet. Es handelt sich lediglich um die Aufnahme aktueller Erkenntnisse in die offizielle Expertenempfehlung. Die heute gängigen Tests der vierten Generation (kombinierte Antikörper-Antigen-Tests) kommen bereits seit vielen Jahren zum Einsatz. In anderen europäischen Ländern wurden die Leitlinien bereits geändert. Die Verkürzung des Zeitfensters gilt nicht für ältere Testsysteme und Schnelltests.

Die Stellungnahme stammt von der Gemeinsamen Diagnostikkommission der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten und der Gesellschaft für Virologie und entstand in Kooperation mit weiteren Fachverbänden. Sie beinhaltet einen Algorithmus zum virusdiagnostischen Erstnachweis einer HIV-1- oder HIV-2-Infektion und ist unter http://d.aerzteblatt.de/EV55 abrufbar. BH

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