ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2015Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Kassen haben 15 Milliarden Euro Reserve

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Kassen haben 15 Milliarden Euro Reserve

Hillienhof, Arne

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Eine genaue Prognose zur Finanzentwicklung der Krankenkassen soll im Oktober vorliegen. Foto: mauritius images
Eine genaue Prognose zur Finanzentwicklung der Krankenkassen soll im Oktober vorliegen. Foto: mauritius images

Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen zum Ende des ersten Halbjahres 2015 weiterhin über Finanzreserven in Höhe von 15,2 Milliarden Euro. Darauf hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hingewiesen. Mit diesen Reserven „ist die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin stabil“, betonte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU). Eine gute Versorgung der gesetzlich Versicherten mit hochwertigen Gesundheitsleistungen und Arzneimitteln und deren nachhaltige Finanzierbarkeit müssten aber auch in Zukunft zentrales Anliegen der Krankenkassen sein.

Dem BMG zufolge standen bei den Kassen im ersten Halbjahr 2015 Einnahmen in Höhe von rund 106,09 Milliarden Euro Ausgaben von rund 106,58 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz von rund 490 Millionen Euro erklärt das BMG dadurch, dass etliche Krankenkassen ihre Versicherten durch einen niedrigeren durchschnittlichen Zusatzbeitrag an ihren hohen Finanzreserven beteiligt haben. Ohne die damit verbundenen Mindereinnahmen ergebe sich für die 124 gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr ein nahezu ausgeglichenes Finanzergebnis.

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Konkretere Prognosen zur Finanzentwicklung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) im laufenden und im Folgejahr werde Mitte Oktober der aus Experten des Bundesversicherungsamts, des Bundesministeriums für Gesundheit und des GKV-Spitzenverbands bestehende GKV-Schätzerkreis vornehmen. Auf Basis der Ergebnisse des Schätzerkreises wird zum 1. November der durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Jahr 2016 errechnet und bekanntgeben. hil

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