ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2015MERS-Coronavirus: Impfstoff bewährt sich im Mausmodell

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MERS-Coronavirus: Impfstoff bewährt sich im Mausmodell

Hillienhof, Arne

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Das Middle East Respiratory Syndrom coronavirus (MERS-CoV) verursacht schwere Infektionen mit grippeähnlichen Symptomen sowie Lungenentzündung und Atemnotsyndrom. Foto: picture alliance
Das Middle East Respiratory Syndrom coronavirus (MERS-CoV) verursacht schwere Infektionen mit grippeähnlichen Symptomen sowie Lungenentzündung und Atemnotsyndrom. Foto: picture alliance

Ein Impfstoff gegen das MERS-Coronavirus steht bisher nicht zur Verfügung. Hoffnung macht jetzt ein Impfstoffkandidat, den Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zusammen mit weiteren Forschungsgruppen entwickelt haben. Die Wissenschaftler berichten darüber in der Online-Ausgabe des Journal of Virology (doi 10.1128/JVI. 01815–15).

Das „Middle East Respiratory Syndrom coronavirus“ (MERS-CoV) verursacht beim Menschen schwere Infektionen Die Erkrankung verläuft in etwa 30 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus trat erstmals 2012 in Erscheinung. Inzwischen wurden mehr als 1 000 Infektionen bestätigt, die ihren Ursprung vor allem in Saudi-Arabien nahmen. Die meisten Infektionen erfolgten vermutlich über Kamele, aber auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind möglich.

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Die Wissenschaftler des PEI versuchen mit sogenannten Impfstoffplattformen ein Vakzin gegen das Virus zu entwickeln. Dazu bauen sie ausgewählte genetische Sequenzen von Erregern in einen Impfvektor ein, für den bereits umfangreiche klinische Erfahrungen vorliegen – in diesem Fall abgeschwächte Masern-Impfviren.

Das so veränderte Masern-Impfvirus hat jetzt in Mäusen eine starke Immunantwort mit Antikörperbildung und T-Zellantwort ausgelöst. Die geimpften Tiere waren vor einer nachfolgenden Infektion mit dem MERS-CoV geschützt. hil

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