ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2015Interview: Keine getrennten Entitäten
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Die Semantik des neuen Präsidenten der sogenannten Bundes­psycho­therapeuten­kammer, ganz in der Tradition seiner Vorgänger, soll nicht unkommentiert bleiben.

Die Profession des Herrn Dr. Munz ist Psychologischer Psychotherapeut (PP).

Sprechen kann Herr Dr. Munz, als Vorsitzender seiner Kammer, für die PP und die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) . . .

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Spricht er von „Ärzten und Psychotherapeuten“, soll dies dazu führen, dass die Psychotherapie nicht mehr als zu den Ärzten gehörig wahrgenommen wird.

Ärzte und Psychotherapeuten sind jedoch keine getrennten Entitäten.

Der 118. Deutsche Ärztetag hat soeben festgestellt, dass jeder nach der ärztlichen Musterweiterbildungsordnung entsprechend weitergebildete Arzt ein Psychotherapeut ist.

Für diese Psychotherapeuten spricht Herr Prof. Montgomery, nicht Herr Dr. Munz. Ich darf im Übrigen darauf verweisen, dass mehrere Deutsche Ärztetage schon früher die falsche Bezeichnung „Psychotherapeutenkammer“ zu korrigieren gefordert haben . . .

Die Direktausbildung kann nur zum PP/KJP ausbilden, nicht zum Psychotherapeuten – denn Psychotherapeuten, das sind auch Ärzte. Mehr als 50 Prozent der Psychotherapeutenschaft sind im Ärztekammersystem organisiert. – Das ist ein Faktum, über das auch die Politik nicht hinwegsehen kann . . .

Dr. med. Heiner Heister, 52070 Aachen

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