ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2015Randnotiz: Roboter als Pflegekräfte

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Randnotiz: Roboter als Pflegekräfte

Rieser, Sabine

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Wer kann mich später pflegen? Diese Frage treibt viele Bürger um. Sie lesen hier und da schöne Texte über Mehr-Generationen-Häuser, Wohngemeinschaften (WGs) für Demenzkranke und Pflegeheime mit Qualitätsnote Eins. Aber die meisten sorgen sich dennoch weiter.

Weil sie meist keine Alten-WG, wohl aber Pflegeheime kennen oder hören, unter welchem Druck Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste stehen. Und weil sie lesen, dass es an Pflegekräften in ausreichender Zahl mangeln wird. Lange selbstbestimmt zu Hause zu leben, das wünschen sich die meisten fürs Alter.

Vielleicht kann sich deshalb ein Viertel der Bürger vorstellen, von Robotern gepflegt zu werden. Das hat eine Befragung im Auftrag des Bun­des­for­schungs­minis­teriums erbracht. Man würde gern wissen, was für sie Roboterpflege bedeutet.

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Kaum denkbar, dass jemand sich nicht persönliche Hilfe und Zuwendung wünscht, wenn er pflegebedürftig ist. Aber vielleicht erträumt sich mancher einen fröhlichen Essenszubereiter statt eines Einheitsbrei-Verteilers. Einen unterhaltsamen Plauderer neben der kaum Deutsch sprechenden Pflegehilfskraft. Einen nimmermüden Dauermitbewohner zusätzlich zu gehetzten Profis dreimal am Tag. Bevor man den Kopf schüttelt, wäre es doch interessant zu hören, was in den Köpfen der Antwortenden vorging.

Vielleicht nähme ihnen ein fantasierter Roboter wie C-3PO, natürlich mit Pflegemodul, die Sorgen. Den goldenen, menschenähnlichen Androiden aus „Star Wars“ kennen viele. Sicher, sein Gequatsche ging den Besitzern oft auf die Nerven. Doch eines muss man ihm lassen: Er hat stets vorsichtig und höflich gehandelt, wissen Star-Wars-Fans.

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