SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2015; 112(39): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Die heutigen Krebsmedikamente verwirklichen eine große Vielfalt von Wirkprinzipien: Sie markieren Tumorzellen für die körpereigene Krebsabwehr, sie unterbrechen verschiedene Signalketten, sie hemmen die Angiogenese und sie aktivieren Immunzellen, damit sie sich auf die Tumorzellen „stürzen“. Ein Blick in die Entwicklungsprogramme der pharmazeutischen Firmen lässt erahnen, dass auch in naher Zukunft weitere Therapieoptionen zu erwarten sind. Die erzielten Erfolge spiegeln sich exemplarisch in den Artikeln dieser Ausgabe von „Perspektiven der Onkologie“ wider.

Sogar die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) spricht von „Durchbrüchen in der Krebstherapie“, so dass sie sich veranlasst sah, ihre Liste der „unentbehrlichen Medikamente“ zu überarbeiten: Im onkologischen Bereich wurden 52 Produkte überprüft, davon 30 bestätigt und 16 (!) neue Medikamente aufgenommen. „Einige dieser Substanzen ermöglichen einen relevanten Überlebensvorteil für Krebserkrankungen mit hoher Inzidenz“, so die WHO. „Es sei daher wichtig sicherzustellen, dass jeder, der sie braucht, sie auch erhält“, betont WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan. Angesichts der Preise für die Innovationen ist das allerdings unwahrscheinlich. Chan ist jedoch davon überzeugt, dass mit Aufnahme dieser Substanzen in die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel ein erster, unterstützender Schritt in diese Richtung getan wurde.

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Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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