ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Onkologie 2/2015Brustkrebs: Erweiterte Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko

SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Brustkrebs: Erweiterte Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko

Dtsch Arztebl 2015; 112(39): [21]

EB

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Die Radiotherapie ist fester Bestandteil der Brustkrebsbehandlung. Zwei Studien zeigen nun, dass viele Patientinnen mit Karzinomen im Frühstadium von einer erweiterten Strahlentherapie profitieren, bei der die Ärzte auch die benachbarten Lymphknoten in das Strahlenfeld einbeziehen (NEJM 2015; 373: 307–16). An den beiden Studien haben mehr als 5 000 Patientinnen teilgenommen, die zum größten Teil brusterhaltend operiert werden konnten. In der europäischen Studie erhielt nur ein Teil der Frauen eine adjuvante Chemotherapie; in der nordamerikanischen Studie jedoch alle Patientinnen. Ein Teil der Frauen erhielt dann eine konventionelle Radiotherapie der Brustdrüse. In der anderen Gruppe wurden zusätzlich die Lymphabflusswege bestrahlt.

Die Behandlungen fanden in den 1990er und 2000er Jahren statt. Nach zehn Jahren zeigten sich klare Vorteile der erweiterten Bestrahlungsstrategie: In beiden Studien stieg hierdurch der Anteil der Patientinnen ohne Rezidiv um mehrere Prozentpunkte. Ebenso zeichnete sich ein Trend zum besseren Überleben ab. „Von der erweiterten Bestrahlung profitieren auch Frauen, deren Lymphknoten zwar frei von Krebszellen sind, die aber besonders aggressive oder größere Tumoren haben“, erläutert Prof. Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim. Insgesamt verbessere sich die Situation für Brustkrebspatientinnen kontinuierlich: „Die Bestrahlungen sind zielgenauer und schonender. Zudem werden heute effektivere Medikamente eingesetzt“, so Wenz: „Die Überlebenschancen der Patientinnen aus beiden Studien lagen über 80 Prozent. Unter heutiger Therapie dürfte sich die Quote der Langzeitüberlebenden noch einmal deutlich.“ EB

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