Editorial

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Medizin studieren, 3/2015: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt
Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

Diesen Herbst erwarten wir zwei entscheidende neue Gesetze: ein Palliativmedizin-Gesetz und ein Gesetz zum assistierten Suizid, das sogenannte Sterbehilfegesetz. Im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung stehen vor allem der freie Wille der Patienten, das selbstbestimmte Altern und Sterben und die Würde des Menschen.

Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende sollten darüber aber nicht vergessen, dass es bei der Diskussion um die Formulierung der Gesetzestexte auch um ihr Berufsverständnis und um das Arztbild unserer Gesellschaft geht. Häufig tritt leider in den Hintergrund, dass es eine ärztliche Aufgabe ist, den Patienten in der letzten Lebensphase zu helfen und dabei auch den Tod zuzulassen – nicht aber, Patienten zu töten. Zudem werden nicht allzu selten die Begriffe Sterbehilfe und Suizidbeihilfe vermischt.

Medizin studieren möchte deshalb in dieser Ausgabe die Begriffe klären, die Intentionen der Gesetzesentwürfe erläutern (S. 22) und auf die Möglichkeiten in der Palliativmedizin – auch im Kindesalter – hinweisen (S. 18). Konfrontiert mit dem Tod werden Medizinstudierende sehr früh. Bereits im ersten Semester in der Anatomie gilt es, sich damit auseinanderzusetzen (S. 14). Vielen wird dabei klar: Im ihrem gesamten Berufsleben werden sie ethische Konflikte begleiten.

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