ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2015Barbara Schmeiser: Vernetzte Ärztinnen als Vision

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Barbara Schmeiser: Vernetzte Ärztinnen als Vision

Richter-Kuhlmann, Eva

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Barbara Schmeiser, Foto: DÄB
Barbara Schmeiser, Foto: DÄB

Die Neurochirurgie ist zwar noch immer ein männerdominiertes Fachgebiet, doch dies ändert sich zunehmend. Kein Wunder also, dass eine angehende Neurochirurgin seit dem Sommer zur Spitze des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB) gehört: Dr. med. Barbara Schmeiser. Die 32-Jährige mit dem Faible für die Neurowissenschaften und das feine und präzise Operieren ist Weiterbildungsassistentin an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg.

Ziel der frischgebackenen zweiten DÄB-Vizepräsidentin ist es, den Ärztinnenbund zu einer aktiven Netzwerk-Plattform werden zu lassen, auf der junge und erfahrene Ärztinnen gleichermaßen aktiv sind und sich austauschen. „Wir müssen voneinander lernen und zwar nicht nur beruflich und karrierebezogen, sondern auch in Fragen der Koordinationsmöglichkeiten von Beruf und Privatleben“, berichtet sie dem Deutschen Ärzteblatt. „Wir müssen erreichen, dass Familienplanung und Kindererziehung Themen sind, die Männer und Frauen gleichermaßen in die Verantwortung nehmen.“ Voraussetzungen hierfür seien die Wertschätzung der gegenseitigen Wünsche und Ziele, aber auch Flexibilität durch den Arbeitgeber.

Besonders wichtig ist für Schmeiser zudem, dass junge Kolleginnen eine „Kultur der weiblichen Solidarität“ schaffen, Netzwerke effektiv aufbauen und Synergieeffekte strategisch nutzen. Konkret möchte die junge Ärztin das Mentorinnen-Netzwerk des DÄB ausweiten und Ärztinnen auf Facebook und Twitter vernetzen. Geplant ist auch ein Relaunch der DÄB-Homepage, verrät sie.
Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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