ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2015Partizipative Entscheidungsfindung und Anwendung von Entscheidungshilfen

MEDIZIN: Originalarbeit

Partizipative Entscheidungsfindung und Anwendung von Entscheidungshilfen

Eine Cluster-randomisierte Studie zur Wirksamkeit eines Trainings in der Onkologie

Shared decision making and the use of decision aids—a cluster-randomized study on the efficacy of a training in an oncology setting

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(40): 672-9; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0672

Härter, Martin; Buchholz, Angela; Nicolai, Jennifer; Reuter, Katrin; Komarahadi, Fely; Kriston, Levente; Kallinowski, Birgit; Eich, Wolfgang; Bieber, Christiane

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Hintergrund: Bei der partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) treffen Patient und Behandelnder eine gemeinsam verantwortete Entscheidung. In dieser Studie wurde ein PEF-Training für onkologisch tätige Ärzte evaluiert.

Methode: In der Onkologie tätige Ärzte wurden eingeladen, an einer Cluster-randomisierten Studie teilzunehmen und Patienten mit Brust- oder Darmkrebs vor einer Behandlungsentscheidung einzuschließen. Entscheidungsbezogene Arzt-Patienten-Gespräche wurden aufgezeichnet. Die Patienten füllten Fragebögen direkt nach der Konsultation (t1) und drei Monate später (t2) aus. Primäre Zielparameter waren Entscheidungskonfidenz und -zufriedenheit, sekundäre Zielparameter umfassten den Prozess der Entscheidungsfindung, Ängstlichkeit, Depression, Lebensqualität und die extern eingeschätzte ärztliche PEF-Kompetenz. Ärzte der Interventionsgruppe (IG) erhielten ein PEF-Training über 12 Stunden einschließlich der Anwendung von Entscheidungshilfen.

Ergebnisse: Von 900 eingeladenen Ärzten reagierten 105 auf die Anfrage zur Teilnahme. Es wurden 86 Ärzte entweder der Interventions- (IG) (n = 44) oder Kontrollgruppe (KG) (n = 42) randomisiert zugeordnet. 33 Ärzte schlossen jeweils mindestens einen Patient in die Studie ein. 160 Patienten nahmen an der Studie teil, von denen 55 durch IG-Ärzte behandelt wurden. Bei den primären Zielparametern lagen keine Gruppenunterschiede zwischen IG und KG vor. Trainierte Ärzte wiesen höhere PEF-Kompetenzen auf (Cohens d = 0,56; p < 0,05). Patienten der IG hatten direkt nach dem Gespräch geringere (d = −0,12 sowie −0,14; p < 0,10) und auch nach drei Monaten deutlich geringere Ängstlichkeits- sowie Depressionswerte (d = −0,94 und −0,67; p < 0,01).

Schlussfolgerung: Wenn onkologisch tätige Ärzte ihre PEF-Kompetenzen verbessern, könnten ängstliche und depressive Symptome bei Krebspatienten reduziert werden. Dieser Effekt sollte in Folgestudien näher untersucht werden.

LNSLNS

Die partizipative Entscheidungsfindung (PEF) hat in der Onkologie zunehmend an Bedeutung gewonnen (1). Die PEF lässt sich als ein Entscheidungsprozess definieren, in dem Patient und Behandelnder mögliche Behandlungsoptionen diskutieren und eine gemeinsam verantwortete Entscheidung treffen (2). Studien belegen, dass Entscheidungshilfen (EH) eine gemeinsame Entscheidungsfindung in der Onkologie unterstützen, da sie die Entscheidungskonfidenz, das Wissen über die Behandlungsoptionen sowie die Entscheidungszufriedenheit der Patienten erhöhen (35). Bislang fühlen sich nur wenige Ärzte adäquat geschult, um PEF-Kompetenzen in ihre Arbeit zu integrieren (1). Eine große Herausforderung liegt darin, den eigenen Gesprächsführungsstil an die Beteiligungspräferenz der Patienten anzupassen (Kasten) (6, 7).

Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten
Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten
Kasten
Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten

Im Gegensatz zum Einsatz von EH ist die Evidenzlage für PEF-Trainings weniger eindeutig. Zwei aktuelle Reviews zu patientenbezogenen Ergebnismaßen beziehungsweise „patient-reported outcomes“ (PrO) (8) und PEF-Strategien der Behandelnden ergeben kein eindeutiges Bild (9). Nur wenige Studien konnten einen Effekt auf PrO oder die PEF-Kompetenzen der Behandelnden belegen. Dabei waren Trainings, in denen zusätzlich EH für Patienten eingesetzt wurden, effektiver (8). Zwei PEF-Trainings wurden von der Forschungsgruppe der Autoren im Rahmen des ersten vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Förderschwerpunkts „Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess“ entwickelt, eines für Depression (10) und eines für chronischen Schmerz (11, 12). Ein umfassendes Schulungsmanual wurde publiziert (1316), war aber nicht spezifisch auf die Onkologie ausgerichtet und beinhaltete keine Strategien zur Risikokommunikation (17, 18).

Ziel dieser Studie war daher, die Wirksamkeit eines spezifischen PEF-Trainings für onkologisch tätige Ärzte zu evaluieren. Dabei wurden aufgrund der hohen Prävalenz Patienten mit Brust- oder Darmkrebs eingeschlossen (19). Als primäre Hypothese erwarteten die Autoren, dass Patienten, die von geschulten Ärzten der Interventionsgruppe (IG) behandelt wurden, im Vergleich zu denen der Kontrollgruppe (KG) eine höhere Entscheidungskonfidenz und -zufriedenheit direkt nach der Konsultation berichten. Sekundäre Hypothesen lauteten, dass IG-Patienten während der Konsultation ein größeres Ausmaß an Empathie und Beteiligung wahrnehmen sowie weniger Ängstlichkeit, Depressivität und eine höhere Lebensqualität beschreiben. Drei Monate nach dem Gespräch sollte die IG eine höhere Entscheidungskonfidenz, Entscheidungszufriedenheit und Lebensqualität sowie geringere Ängstlichkeit und Depressivität aufweisen. Zudem wurde angenommen, dass die IG-Patienten die getroffene Entscheidung in einem geringeren Ausmaß bereuen. Schließlich wurde erwartet, dass Ärzte der IG im Vergleich zu denen der KG im Fremdurteil höhere PEF-Kompetenzen während der Konsultation aufweisen.

Methoden

Studiendesign

Es handelt sich um eine prospektive Cluster-randomisierte Studie mit Parallelgruppen-Design und zwei Messzeitpunkten: direkt (t1) und drei Monate nach (t2) einem Konsultationsgespräch bezüglich einer Behandlungsentscheidung. Die Studie wurde im Deutschen Register Klinischer Studien aufgenommen (DRKS00000539). Ethikvoten der Universitäten Freiburg (Nummer 274/06) und Heidelberg (Nummer 377/2006) wurden eingeholt.

Teilnehmer

Im ersten Schritt wurden Ärzte der ambulanten sowie stationären Darmkrebsversorgung und aus Brustkrebszentren in Freiburg sowie Heidelberg zur Studienteilnahme eingeladen. Im zweiten Schritt wurden alle in Deutschland registrierten Brust- und Darmkrebszentren, Fachgesellschaften für Onkologie, Gynäkologie und Gastroenterologie sowie die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie telefonisch, per Post oder E-Mail kontaktiert. Außerdem wurde auf lokalen und nationalen Konferenzen für die Studie geworben. Einschlusskriterium für Ärzte war, dass sie im Untersuchungszeitraum Patienten mit Brust- oder Darmkrebs behandelten. Betroffene konnten in die Studie aufgenommen werden, wenn eine Behandlungsentscheidung bevorstand und sie gemäß informierter Einwilligung mit der Teilnahme einverstanden waren. Medizinische Kontraindikationen zu den untersuchten Behandlungsentscheidungen, sekundäre Tumore, unzureichende Deutschkenntnisse oder andere medizinische Kontraindikationen galten als Ausschlusskriterien.

Messinstrumente

Der Patientenfragebogen zum Messzeitpunkt t1 beinhaltete folgende Skalen, um primäre und sekundäre Endpunkte zu erfassen:

  • Decisional Conflict-Scale (DCS) (20, 21)
  • Satisfaction with Decision Scale (22)
  • Fragebogen zur partizipativen Entscheidungsfindung“ (PEF-FB-9) (23)
  • Consultation and Relational Empathy Scale
    (CARE) (24)
  • Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) (25)
  • krebsspezifischer Fragebogen der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC-QLQ-30) (26).

Zum Messzeitpunkt t2 wurde der Fragebogen um die Decision Regret Scale (DRS) (27) ergänzt. Die Ärzte dokumentierten klinische Daten zum Verlauf der Krebsbehandlung. Die PEF-Kompetenzen der Ärzte wurden mittels Fremdeinschätzung durch die Observing Patient Involvement Scale (OPTION) (28) bewertet.

Intervention

Ärzte der Interventionsgruppe nahmen an einem PEF-Training mit zwölf Unterrichtseinheiten teil, in dem sie zusätzlich darin geschult wurden, Entscheidungshilfen für Patienten anzuwenden. Die Entscheidungshilfen beziehen sich jeweils auf eine von vier präferenzsensitiven Entscheidungen, die in der Vorbereitung der Studie von Experten ausgewählt wurden (eKasten). Ärzte der Kontrollgruppe behandelten ihre Patienten wie gewohnt (Standardbehandlung). Während der Studie erhielten sie weder eine Schulung noch einen Zugang zu den Entscheidungshilfen, aber hatten im Anschluss die Möglichkeit, an dem PEF-Training teilzunehmen.

Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung
Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung
eKasten
Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung

Studiendurchführung

Die Ärzte wurden von einem unabhängigen Statistiker mit Hilfe eines computerbasierten Verfahrens (29) der IG oder KG zufällig im Verhältnis 1:1 zugewiesen, stratifiziert nach Geschlecht, ambulanter oder stationärer Behandlungssituation und klinischer Erfahrung der Ärzte. Die Patienten waren gegenüber der Gruppenzuordnung ihrer Ärzte verblindet. Nach der Randomisierung wurden alle Ärzte über ihre Gruppenzugehörigkeit und die Studiendurchführung informiert. Teilnehmer der IG schlossen nach dem PEF-Training Patienten in die Studie ein.

Die Ärzte informierten ihre Patienten vor der Konsultation bezüglich einer Behandlungsentscheidung über die Studie. Sie erhielten eine schriftliche Studieninformation und unterschrieben eine Einverständniserklärung. Die nachfolgende Konsultation wurde mit Hilfe eines Diktiergeräts aufgezeichnet. Anschließend füllten die Patienten die Fragebögen aus und erhielten drei Monate später den Follow-up-Fragebogen einschließlich eines frankierten Briefumschlags per Post. Nach vier Wochen wurde ein Erinnerungsschreiben versandt. Im weiteren Verlauf wurden keine gesonderten Maßnahmen getroffen, um die Verblindung der Patienten aufrecht zu erhalten.

Berechnung der Stichprobengröße und statistische Analyse

Erwartet wurde eine Effektstärke von Cohens d = 0,36 (5, 30). Mit einem Bonferroni-korrigierten α-Fehler von 0,025 und einem β-Fehler von 0,1 unter Annahme eines Variationskoeffizienten von 0,2 wurde eine Stichprobengröße von 50 Ärzten, die je acht und insgesamt 400 Patienten einschließen sollten, festgelegt. Die Daten wurden unter Berücksichtigung der Clusterstruktur mit Hilfe eines linearen gemischten Modells analysiert. Ein „random intercept model“ mit drei Prädiktoren (Behandlungsgruppe, Krebsart, Interaktion von Behandlungsgruppe und Krebsart) und dem Arzt als Clustervariable wurde erstellt.

Aufgrund der kleinen Stichprobe erfolgte die primäre Analyse gemäß des Per-Protokoll-Prinzips, das nur Ärzte berücksichtigt, die entsprechend ihrer zugewiesenen Behandlungsgruppe trainiert wurden und mindestens einen Patienten für die zu untersuchenden Zielparameter einschlossen. Zusätzlich wurde eine „intention to treat“-Analyse durchgeführt. Zur Imputation fehlender Werte wurden verschiedene Strategien angewendet, die zu vergleichbaren Ergebnissen führten. Berichtet werden ausschließlich die Resultate der Per-Protokoll-Untersuchung sowie eine der berechneten „intention to treat“-Analysen (eMethodenteil). Das Signifikanzniveau der primären Ergebniskriterien wurde auf 0,025 festgelegt.

Statistische Analysen und Ergebnisse
Statistische Analysen und Ergebnisse
eMethoden
Statistische Analysen und Ergebnisse

Die Analyse sekundärer Endpunkte erfolgte explorativ. Sensitivitätsanalysen wurden mit Charakteristika der Ärzte und Patienten als Kovariaten durchgeführt. Die statistische Analyse erfolgte mit der Version 2.15.2 von R (31) unter Anwendung des “lme4”-Pakets (32).

Ergebnisse

Ärzte

Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2012 wurden circa 900 Ärzte eingeladen, an der Studie teilzunehmen. 105 Ärzte antworteten auf die Anfrage. Insgesamt konnten 86 Ärzte in die Studie eingeschlossen und mittels Randomisierung der IG (n = 44) oder KG (n = 42) zugewiesen werden. Nach der Randomisierung schieden 53 Ärzte aus der Studie aus (Grafik 1).

Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten
Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten
Grafik 1
Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten

Von den 33 Ärzten, die Patienten in die vorliegende Untersuchung einschlossen, behandelten 17 Brust- und 16 Darmkrebspatienten. 18 Ärzte waren männlich, das Durchschnittsalter lag bei 36,5 Jahren (Standardabweichung = 7,5). Die Mehrheit hatte zuvor an keinem psychosomatischen oder psychoonkologischen Training teilgenommen (eTabelle 1). Zwischen den Ärzten der IG und KG lagen keine bedeutsamen Unterschiede vor.

Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Tabelle 1
Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben
eTabelle 1
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben

Patienten

Zwischen Januar 2010 und Juni 2012 wurden Patienten in die Studie aufgenommen. Die Rekrutierung wurde beendet, als alle Optionen zum Einschluss neuer Ärzte und Patienten erschöpft waren. Insgesamt nahmen 160 Patienten (nKG = 105; nIG = 55) teil, von denen 93 an Brustkrebs und 67 an Darmkrebs erkrankt waren (Tabelle 1). Von den 160 Patienten beantworteten 98 (61,3 %) den Follow-up-Fragebogen drei Monate nach der Konsultation (Grafik 1). Aufgrund der Schwierigkeiten, Patienten in die Studie einzuschließen, wurden Ärzte gebeten, auch Patienten zu berücksichtigen, die vor einer anderen als den vier zuvor festgelegten Behandlungsentscheidungen standen.

Die Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen ergaben keine signifikanten Unterschiede zwischen IG- und KG-Patienten hinsichtlich der primären Zielparameter (Tabelle 2).

Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1
Tabelle 2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1

Zum Zeitpunkt t1 berichteten die IG- im Vergleich zu den KG-Teilnehmern insgesamt eine geringere Ängstlichkeit (Cohens d = –0,12; 95-%-Konfidenzintervall [KI]: –0,50–0,27; p < 0,10) und Depressivität (d = –0,14; 95-%-KI: –0,52–0,24; p < 0,10). Während die Brustkrebspatientinnen der IG geringere Ängstlichkeits- (d = –0,31; 95-%-KI: –0,85– 0,23) und Depressivitätswerte (d = –0,40; 95-%-KI: –0,94–0,4) aufwiesen als diejenigen der KG, zeigte sich ein umgekehrter Effekt bei Darmkrebspatienten (d = 0,26; 95-%-KI: –0,29–0,82 für Ängstlichkeit und d = 0,24; 95-%-KI: –0,32–0,79 für Depressivität). Zwischen den beiden Gruppen lagen keine signifikanten Unterschiede im Hinblick auf weitere sekundäre PrO vor (eTabelle 2).

Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1
eTabelle 2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1

Bei der Berechnung der OPTION-Summenwerte ergaben sich Beurteilerübereinstimmungen (Intraklassenkorrelation [ICC]) zwischen 0,69 und 0,96. Ärzte der IG erreichten höhere OPTION-Summenwerte (d = 0,56; 95-%-KI: 0,21–0,91; p < 0,05) (eTabelle 2). In Grafik 2 sind die Mittelwerte der einzelnen zwölf OPTION-Items abgebildet.

Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala
Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala
Grafik 2
Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala

Zum Messzeitpunkt t2 ergaben sich keine Unterschiede bezüglich der primären Endpunkte, dem Bereuen der Entscheidung (DRS) und der Lebensqualität. Patienten der IG berichteten deutlich weniger Ängstlichkeit (d = –0,94; 95-%-KI: –1,42–[–0,46]) und Depressivität (d = –0,67; 95-%-KI: –1,14–[–0,20]) als die Betroffenen der KG (p < 0,01). Dieser Effekt war bei Frauen mit Brustkrebs größer (d = –1,15; 95-%-KI:
–1,81–[ –0,48]) als bei Patienten mit Darmkrebs (d = –0,13; 95-%-KI:–0,84–0,58) (eTabelle 3). Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen lieferten vergleichbare Ergebnisse.

Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2
eTabelle 3
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2

Diskussion

In der vorliegenden Untersuchung wurde kein Effekt des PEF-Trainings auf die primären Endpunkte, die in beiden Gruppen ähnlich hoch ausgeprägt waren, nachgewiesen. Die Schulung trug jedoch bei den Ärzten dazu bei, dass sich die fremdbeurteilten PEF-Kompetenzen verbesserten und Ängstlichkeit sowie Depressivität der Patienten, insbesondere der Frauen mit Brustkrebs, verringerten.

Eine unzureichende Trainingsintensität und -dauer könnten für die geringen Effekte verantwortlich sein, da einige Studien eine Dosis-Wirkungs-Beziehung vermuten (33, 34). Zudem könnten Deckeneffekte der verwendeten PrO sowie eine bereits bestehende hohe Versorgungsqualität in beiden Gruppen eine Rolle spielen. Die OPTION-Scores der untrainierten Ärzte der KG sind mit denen anderer nichtinterventioneller Studien vergleichbar. Die OPTION-Summenwerte der IG-Ärzte hingegen sind geringer als in vergleichbaren interventionellen Untersuchungen (35). Werden die Gruppeunterschiede auf Ebene der einzelnen OPTION-Items betrachtet (Grafik 2), zeigen beide Gruppen eine ähnliche Werteverteilung, wobei die Werte der IG insgesamt geringfügig höher liegen. Die Befürchtungen und Erwartungen der Patienten (Items 6 und 7) wurden in beiden Gruppen in einem geringen Ausmaß exploriert. Dies könnte darauf hinweisen, dass die Ärzte der IG bereits angelegte PEF-Kompetenzen verbessern, ihren Gesprächsführungsstil aber nicht wesentlich in Richtung einer höheren Patientenzentrierung verändert haben. Die Autoren vorangehender Studien zur Evaluation des PEF-Trainings, in denen sich ebenfalls kein Effekt auf PrO bei einer geringen Verbesserung von PEF-Kompetenzen ergaben (18, 33, 34, 36), vermuteten, dass andere Faktoren, wie beispielsweise die Länge der Konsultation oder ein geschütztes Umfeld, einen bedeutsameren Einfluss haben könnten als einzelne PEF-Kompetenzen (18, 36). Zudem sind die Perspektiven der Patienten, Ärzte und Beobachter nicht unbedingt kongruent (37, 38). Die Wahl geeigneter Messinstrumente zur Evaluation von PEF-Interventionen ist immer noch umstritten. Beispielsweise erfassen PrO nicht, auf Basis welcher Informationen die jeweiligen Entscheidungen getroffen wurden. Damit kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Patienten aufgrund unrealistischer Erwartungen für eine Behandlungsentscheidung entschieden haben.

Eine der größten Limitationen dieser Studie ist die kleine Stichprobengröße auf Patienten- und Ärzteebene. Dadurch kann die Randomisierung der vorliegenden Studie beeinflusst worden sein. Unterschiede zwischen IG und KG mussten mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen kontrolliert werden. Trotz des großen Aufwands konnte letztlich nur eine kleine Zahl an Ärzten und Patienten eingeschlossen werden. Die Rekrutierungsstrategie musste im Verlauf der Untersuchung von einer lokalen zu einer deutschlandweit durchgeführten Studie angepasst werden. Zudem ist es wahrscheinlich, dass vor allem die Studienteilnehmer, die der PEF gegenüber bereits positiv eingestellt und offen für eine kritische Reflexion des eigenen Kommunikationsverhaltens waren, erreicht wurden. Die Teststärke der Untersuchung ist aufgrund des kleinen Stichprobenumfangs geringer als geplant.

Auch wenn den Autoren nicht gelungen ist, Effekte des PEF-Trainings auf Patientenebene nachzuweisen, konnte die Schulung dazu beitragen, die PEF-Kompetenzen der teilnehmenden Ärzte objektiv zu verbessern. Trotz des allgemein großen Interesses an PEF gibt es viele Barrieren, die Ärzte daran hindern, an PEF-Trainings und Evaluationsstudien teilzunehmen. Die Schulungen sollten daher flexibel an den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen der Ärzte angepasst werden. In Folgestudien könnte die Gewinnung von Studienpatienten zum Beispiel durch „study nurses“ unterstützt werden, um den Aufwand zu reduzieren. Fördernd könnte sich ebenfalls auswirken, wenn die Ärzte für den zusätzlichen Aufwand vergütet werden.

In einer Folgestudie überprüfen die Autoren die Wirksamkeit einer eLernplattform und eines personalisierten Coaching-Angebots zur PEF (39). Darüber hinaus wurden PEF-Seminare und -Praktika in ein longitudinales Kommunikationscurriculum im Reformstudiengang iMED an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf integriert (Abstract: Härter M, et al.: Das iMED-Curriculum am UKE. Klinische Untersuchungsmethoden und Kommunikationstraining. Abstractband zum DGPPN Kongress in Berlin 2014, 112.).

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 2. 3. 2015, revidierte Fassung angenommen: 11. 6. 2015

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Härter, Dipl. Psych.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52, 20246 Hamburg
m.haerter@uke.uni-hamburg.de

Zitierweise
Härter M, Buchholz A, Nicolai J, Reuter K, Komarahadi F, Kriston L, Kallinowski B, Eich W, Bieber C: Shared decision making and the use of decision aids—a cluster-randomized study on the efficacy of a training in an oncology
setting. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 672–9.
DOI: 10.3238/arztebl.2015.0672

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eMethodenteil, eTabellen, eKasten:
www.aerzteblatt.de/15m672 oder über QR-Code

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* Die beiden Autoren teilen sich die Erstautorenschaft.
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf:
Prof. Dr. med. Dr. phil. Härter, Dr. phil. Buchholz, Dr. phil. Kriston
Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, Universitätsklinikum Heidelberg: Dr. phil. Nicolai,
Prof. Dr. med. Eich, PD Dr. med. Bieber
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg: Dr. phil. Reuter, Komarahadi
Celenus-Kliniken GmbH, Offenburg: Komarahadi
Praxis für Gastroenterologie & Onkologie, Schwetzingen: Dr. med. Kallinowski
Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten
Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten
Grafik 1
Flussdiagramm der ein- und ausgeschlossenen Patienten
Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala
Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala
Grafik 2
Mittelwerte einzelner Items der Observing-Patient-Involvement (OPTION)-Skala
Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten
Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten
Kasten
Beteiligungspräferenzen bei Krebspatienten
Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Tabelle 1
Soziodemografische und klinische Merkmale der Patientenstichprobe
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1
Tabelle 2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären Endpunkte Entscheidungskonfidenz und Zufriedenheit mit der Entscheidung zum Zeitpunkt t1
Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung
Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung
eKasten
Trainingsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung
Statistische Analysen und Ergebnisse
Statistische Analysen und Ergebnisse
eMethoden
Statistische Analysen und Ergebnisse
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t1
eMeth. Tabelle 1
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t2
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t2
eMeth. Tabelle 2
Ergebnisse der Per-Protokoll-Analysen zum Zeitpunkt t2
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t1
eMeth. Tabelle 3
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t2
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t2
eMeth. Tabelle 4
Ergebnisse der „intention to treat“-Analysen zum Zeitpunkt t2
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben
eTabelle 1
Soziodemografische Angaben der Ärzte, die Patienten in die Studie eingeschlossen haben
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1
eTabelle 2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t1
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2
eTabelle 3
Ergebnisse der Per-Protokoll- und „intention to treat“-Analysen für die primären und sekundären Endpunkte zum Zeitpunkt t2
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