ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2015Endpunkt-relevante Effekte durch partizipative Entscheidungsfindung

MEDIZIN: Originalarbeit

Endpunkt-relevante Effekte durch partizipative Entscheidungsfindung

Ein systematisches Review

Outcome-relevant effects of shared decision making—a systematic review

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(40): 665-71; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0665

Hauser, Katarina; Koerfer, Armin; Kuhr, Kathrin; Albus, Christian; Herzig, Stefan; Matthes, Jan

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Hintergrund: Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) gilt als ein Goldstandard für die Zusammenarbeit von Arzt und Patient. PEF kann sich positiv auf die allgemeine Zufriedenheit von Patienten und ihr Vertrauen in getroffene Entscheidungen auswirken. Es wird kontrovers diskutiert, inwieweit auch patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte durch PEF positiv beeinflusst werden können.

Methoden: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in PubMed und der Cochrane-Bibliothek nach kontrollierten Interventionsstudien zur PEF durchgeführt. Anhand von festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien wurde das Risiko einer publikationsbezogenen Verzerrung sowie die Durchführungsqualität der Intervention beurteilt. Effekte auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte wurden verglichen und entsprechende Effektstärken berechnet.

Ergebnisse: Es wurden 22 heterogene Studien identifiziert, die sich bezüglich der untersuchten Patientengruppen, der Gestaltung von Interventionen und der PEF-Umsetzung unterschieden. In zehn Arbeiten wurden 57 % der als relevant erachteten Endpunkte durch die Intervention im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbessert. Der Median der Effektstärken als Cohens d lag bei 0,53 (0,14–1,49). Zwölf Studien zeigten keine Unterschiede zwischen Kontroll- und Interventionsgruppe. Unter allen 22 Studien war die Interventionsgruppe bei insgesamt 39 % der als relevant erachteten Endpunkte überlegen.

Schlussfolgerung: Anzahl und Publikationsqualität von Studien zum Effekt der PEF auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte sind unbefriedigend. Obwohl knapp die Hälfte der berücksichtigten Studien für eine endpunktrelevante Wirksamkeit der PEF spricht, kann anhand der Ergebnisse die Endpunktrelevanz der PEF derzeit nicht abschließend bewertet werden. Die konsentierte Standardisierung PEF-fördernder Maßnahmen in klinischen Studien ist wünschenswert.

LNSLNS

Die Beziehung zwischen Arzt und Patient steht, auch unter dem Einfluss sozialer und gesellschaftlicher Veränderungen, im ständigen Wandel (1). Der verbesserte Zugang zu Informationen und das Bedürfnis nach mehr Autonomie des Patienten haben im Laufe des 20. Jahrhunderts dazu beigetragen, dass sich das Arzt-Patient-Beziehungsgefüge von einem stark arzt- beziehungsweise krankheitsorientierten zu einem dialogischen, partnerschaftlichen Verhältnis weiterentwickelt hat. Hierbei ist der bilaterale Informationsaustausch verstärkt und der Patient nimmt eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess ein. In Deutschland spiegelt sich diese Entwicklung auch auf gesundheitspolitischer und rechtlicher Ebene wider, zum Beispiel im sogenannten Patientenrechtegesetz von 2013 (§ 630 Bürgerliches Gesetzbuch) und in der Musterberufsordnung für in Deutschland tätige Ärzte. Letztere sieht vor, dass die Einwilligung der Patienten in eine Behandlung eingeholt wird, nachdem sie über deren „Wesen, Bedeutung und Tragweite […] einschließlich Behandlungsalternativen und die mit ihnen verbundenen Risiken“ aufgeklärt wurden. Zunehmend findet die Entscheidungsbeteiligung von Patienten Eingang in Therapieleitlinien, namentlich auch in Form der partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) (2).

Eine aktive Beteiligung des Betroffenen an seinem Behandlungsprozess kann sich positiv auf klinische und psychosoziale Patienten-Endpunkte auswirken. Unter anderem können die Bereitschaft, initiale Behandlungsschritte zu unternehmen, das Vertrauen in die medizinische Entscheidung, die Risikowahrnehmung und realistische Erwartungen an Behandlungsverläufe gefördert werden (3). Weitere relevante Effekte sind eine gesteigerte Zufriedenheit der Patienten und eine bessere Therapietreue (4).

PEF ist eine wesentliche Methode, durch die sich Patientenaufklärung und -beteiligung umsetzen lassen. Vor dem Hintergrund einer partnerschaftlichen Arzt-Patient-Beziehung handelt es sich hierbei um eine Interaktion zwischen den beiden Parteien mit dem Ziel, durch kommunikative Mittel gemeinsam eine Entscheidung über eine angemessene Vorgehensweise, zum Beispiel bei der Behandlung, zu treffen. Wesentlicher Bestandteil ist die Vermittlung aktueller wissenschaftlicher Evidenz. Gemäß der klinischen Anforderungen und der Präferenzen des Betroffenen soll die bestmögliche Entscheidung getroffen werden (3, 5). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Ansatz der Patientenbeteiligung einem ständigen Wandel unterliegt. In Abhängigkeit vom jeweiligen Verständnis der PEF, aber auch dem Kontext entsprechend kann sich die Umsetzung unterscheiden (68). Dessen ungeachtet zählt die PEF zu den Goldstandards für die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient (1). Studien zeigen jedoch, dass das Konzept der PEF noch nicht flächendeckend in der Praxis angekommen ist. Behandlungsentscheidungen werden oft immer noch unilateral vom Arzt getroffen (9), obwohl bei Patienten ein grundsätzlicher Bedarf an Entscheidungsbeteiligung vorliegt (10, 11).

Belege für positive Effekte der gesteigerten Patientenbeteiligung im Allgemeinen existieren vor allem für nicht unmittelbar krankheitsbezogene Endpunkte (3, 4). Der wissenschaftliche Stand bezüglich der klinischen Relevanz von namentlich PEF ist allerdings unklar. Eine Übersichtsarbeit betrachtete zwar den Effekt auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte im Sinne der vorliegenden Untersuchung, fokussierte sich aber nicht auf PEF als Form der Patientenbeteiligung und begrenzte die Zahl der berücksichtigten Studien aufgrund sehr strenger Ein- und Ausschlusskriterien letztlich auf nur sieben Arbeiten (12). Eine ausführliche Studie der Cochrane Collaboration bezog sich primär auf die Umsetzung der PEF als Studienendpunkt, berücksichtigte daher aber von den Autoren adressierte Endpunkte und Studien nur unvollständig (13). In der vorliegenden systematischen Übersicht befassten sich die Autoren mit kontrollierten Studien, in denen explizit der Effekt einer Patientenbeteiligung in Form von PEF auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte untersucht wurde.

Methoden

Suchstrategie

Die Autoren führten zum Stichtag 30. 06. 2014 in der Datenbank PubMed und der Cochrane-Bibliothek eine Literatursuche mit den Begriffen „patient participation“ und „decision making“ sowie der Beschränkung auf „clinical trial“ als Publikationstyp durch. Es wurde nicht nach „shared decision making“ als „medical subject heading“ (MeSH)-Begriff gesucht, da erfahrungsgemäß einige Interventionen zwar der partizipativen Entscheidungsfindung entsprechen, aber nicht explizit so benannt werden.

Selektion der Studien und Extraktion der Daten

Die Autoren KH und JM wendeten unabhängig voneinander die nachfolgend genannten Ein- und Ausschlusskriterien auf die Suchergebnisse an. Als Einschlusskriterien galten:

  • ein kontrolliertes Studien-Design
  • eine explizite Verwendung der Begriffe „shared decison-making“ (SDM) oder „partizipative Entscheidungsfindung“ (PEF) bei der Beschreibung der Intervention oder Angaben, nach denen der Patient im Sinne des ersten Kriteriums nach Charles et al. (Kasten) in der Interventionsgruppe an der Entscheidung zur Therapie beteiligt war (14)
  • mindestens ein weiteres SDM-Merkmal nach Charles et al. (14)
  • eine Untersuchung patientenrelevanter, krankheitsbezogener Endpunkte.

Die Charles-Kriterien wurden unter anderem in Anlehnung an Joosten et al. angewendet (4). Als patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte wurden Parameter berücksichtigt, die im direkten Bezug zum krankheitsabhängigen Wohlbefinden („well-being“) oder der Prognose des Patienten stehen (Tabellen 1 und 2, eTabellen 1 und 2). Dabei wurden solche Endpunkte nicht berücksichtigt, die sich explizit auf die Arzt-Patient-Kommunikation, zum Beispiel den Grad der Informiertheit sowie der Zufriedenheit mit den Informationen, das Arzt-Patient-Verhältnis im Allgemeinen wie die Zufriedenheit des Patienten mit seinem Arzt/seiner Ärztin oder die Patientenbeteiligung selbst, beispielsweise die Anzahl der vom Patienten gestellten Fragen, bezogen. Ausschlusskriterien waren:

  • Einsatz einer Entscheidungshilfe als einziger Unterschied zwischen Kontroll- und Interventionsgruppe
  • beabsichtigte Umsetzung von PEF auch in der Kontrollgruppe
  • Fehlen statistischer Angaben zu den berichteten Ergebnissen.

Nach Abschluss der beschriebenen Identifikation geeigneter Studien extrahierte KH die Daten. Hierbei wurden – den oben genannten Einschlusskriterien entsprechend – nur patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte berücksichtigt (15, e1).

Qualität der Publikationen und Interventionen

Die methodische Qualität der Studien sowie der Umsetzung von PEF-Interventionen wurde in Anlehnung an Joosten und Kollegen überprüft (4). Unabhängig voneinander bewerteten KH und JM die methodische Qualität der eingeschlossenen Publikationen im Sinne des Risikos für Verzerrungen. Hierfür wurden die entsprechenden Empfehlungen für systematische Übersichten der „Cochrane Back Review Group“ adaptiert (16) (eKasten). Außerdem wurde anhand der Anzahl erkennbar angewandter Schlüsselaspekte nach Charles et al. der Grad der PEF-Umsetzung im Sinne der Interventionsqualität beurteilt (14) (Kasten). Da in der Literatur keine einheitliche Definition der PEF verwendet wird, wurden in der vorliegenden Arbeit in Analogie zu Joosten et al. die vier Charles-Kriterien verwendet, die aus Sicht der Autoren als gemeinsamer Nenner von PEF-Auslegungen betrachtet werden können (4, 8, 14).

Effektstärken

Wenn sich die erforderlichen Angaben in den Publikationen befanden, berechneten die Autoren die korrespondierenden Effektstärken als Cohens d, ein Maß für die Relevanz statistisch signifikanter Effekte auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte (eTabelle 3) (e2e5).

Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d
Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d
eTabelle 3
Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d

Ergebnisse

Die Recherche lieferte in PubMed 422 und in der Cochrane-Bibliothek 222 Treffer. Nachdem Doppelungen eliminiert wurden, überprüften die Autoren die verbliebenen 430 Publikationen anhand von Titel und Abstract bezüglich der Fragestellung sowie der Ein- und Ausschlusskriterien. Studienprotokolle und -entwürfe ohne einen Bericht von konkreten Ergebnissen entfielen. Von den 59 verbliebenen Artikeln wurden 37 nach Durchsicht des Volltextes ausgeschlossen, so dass letztendlich 22 kontrollierte Interventionsstudien in die Übersichtsarbeit einbezogen wurden (eGrafik, Tabellen 1 und 2, eTabellen 1 und 2). Das Risiko für Verzerrungen wurde ermittelt und zeigte, dass die relevanten Informationen oft unvollständig berichtet wurden. Im Mittel wurden 69 % der überprüften Kriterien erfüllt. Dabei lag der Anteil fehlender oder unklarer Angaben zu den überprüften Kriterien in den Publikationen bei 12 %. Es ist zu beachten, dass in der vorliegenden Arbeit nicht die Qualität der Studien, sondern die der entsprechenden Veröffentlichungen beurteilt wurde.

In zehn der 22 Studien (45 %) wurde durch die Intervention erreicht, dass sich mindestens ein Endpunkt im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbesserte (1726) (Tabelle 1, eTabelle 1). In zwölf Untersuchungen (55 %) gelang dies nicht (2738) (Tabelle 2, eTabelle 2). In den zugunsten der Intervention verlaufenen Studien wurden 57 % der als relevant erachteten Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbessert, 39 % bei Berücksichtigung aller 22 Studien. In Untersuchungen, in denen sich die PEF in der Interventionsgruppe positiv auswirkte, lag der Median der Effektstärken bei 0,53 (Bandbreite 0,14–1,49). Sie waren gleichmäßig auf die Bereiche kleiner, mittlerer und großer Effektstärken verteilt (eTabelle 1). In drei Studien wurden einzelne Endpunkte von den Autoren als nicht aussagekräftig erachtet, da bereits zu Beginn der Studie signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen vorlagen. Allerdings fiel in einer dieser Studien der positive Effekt auf mehrere andere Endpunkte in der Interventionsgruppe größer aus als in der Kontrollgruppe (23). Bei den beiden anderen Untersuchungen verbesserten sich keine weiteren, als relevant erachteten Endpunkte in der Interventionsgruppe stärker als unter Kontrollbedingungen (37, 38).

Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Tabelle 1
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Tabelle 2
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
eTabelle 1a
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
eTabelle 2a
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten

Die Studien zeigten ein heterogenes Bild hinsichtlich der zugrundeliegenden Krankheitsbilder sowie der untersuchten Endpunkte und Interventionen (Tabellen 1 und 2, eTabellen 1 und 2). Sowohl in den zugunsten von PEF verlaufenen Studien als auch in den Untersuchungen, in denen sich die Effekte in Kontroll- und Interventionsgruppe nicht unterschieden, fanden sich unter anderem Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und der Atemwege, psychische Leiden sowie Tumorerkrankungen. Patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte waren in Form von krankheitsspezifischen Surrogat-Parametern, zum Beispiel bei Blutdruck, sowie von – mittels Fragebögen erfassten – psychologischen Konstrukten wie bei Schizophrenie oder Depression, zu finden. Die untersuchten Interventionen reichten von kurzen Gesprächen mit den Betroffenen, die einem Arzt-Patient-Kontakt unmittelbar voraus gingen, bis zu mehrstündigen Schulungen des Personals über einen Zeitraum von einigen Wochen (eTabellen 1 und 2). In den zugunsten der PEF ausgefallenen Studien waren häufiger Patienten unmittelbar Ziel der Intervention.

In welchem Grad PEF umgesetzt wurde, war sehr unterschiedlich (Kasten). Zwölf Studien wiesen über die Beteiligung von Arzt und Patient hinaus nur ein weiteres (17, 22, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 3538), fünf Untersuchungen zwei weitere dieser Merkmale auf (19, 20, 24, 32, 34). Alle vier PEF-Kriterien wurden in fünf Studien (23 %) realisiert (18, 21, 26, 28, 30). Es war kein Zusammenhang zwischen Endpunkteffekten und Grad der PEF-Umsetzung zu erkennen (Daten nicht dargestellt). Letzterer wurde gegebenenfalls unterschätzt, da nicht alle Kriterien anhand der Angaben in den Publikationen eindeutig überprüfbar waren.

Diskussion

In zwölf von 22 Studien verbesserten sich bei Patienten, die eine Intervention im Sinne der partizipativen Entscheidungsfindung erhalten hatten, die Endpunkte nicht mehr als bei Patienten der jeweiligen Kontrollgruppe. Zehn Studien zeigten einen Vorteil der PEF für patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte gegenüber der Kontrollgruppe. Die beobachteten Effektstärken lagen dabei zum Teil im hohen bis sehr hohen Bereich.

Die Heterogenität der Diagnosen in den untersuchten Studien lässt keine bestimmten Grunderkrankungen oder Erkrankungsgruppen erkennen, bei denen die PEF mit höherer Wahrscheinlichkeit einen positiven Effekt zeitigen würde. Einen Zusammenhang zwischen Grad der PEF-Umsetzung und Effekt auf die untersuchten Endpunkte konnten die Autoren ebenfalls nicht feststellen (Daten nicht dargestellt). Bei den zehn Studien, die zugunsten der Intervention verliefen, fällt allerdings auf, dass ein Großteil der Interventionen (70 %) auf Patientenebene ansetzte. Lediglich bei drei Studien erfolgte dies auf Seiten der Ärzte beziehungsweise des Pflegepersonals. Hingegen war nur in vier (33 %) der zwölf Studien, in denen die Intervention nicht zu einer größeren Endpunktsteigerung geführt hatte, der Patient unmittelbar Ziel der geprüften Maßnahme. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass eine PEF-Intervention vor allem dann patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte positiv beeinflusst, wenn die Intervention auch direkt beim Patienten ansetzt. Bezogen auf die PEF-Umsetzung als Endpunkt fanden Légaré et al., dass Maßnahmen, die sowohl den Arzt als auch den Patienten betreffen, am effektivsten sind (13).

Zwei Studien, in denen die Therapietreue (Adhärenz) nach der Intervention besser war als in der Kontrollgruppe, zeigten einen Vorteil bei allen Endpunkten, die für die vorliegende Übersicht als relevant erachtet wurden (Tabelle 1, eTabelle 1b). In acht Studien hingegen, bei denen die Adhärenz durch die Intervention nicht gesteigert werden konnte, wurden auch keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Endpunkte verzeichnet (Tabelle 2, eTabelle 2b). Dieser Befund deutet auf einen Zusammenhang von Adhärenz und Verbesserung patientenrelevanter, krankheitsbezogener Endpunkte hin, wie ihn die Autoren bereits am Beispiel der Therapie mit Antihypertensiva zeigen konnten (5).

Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
eTabelle 1b
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
eTabelle 2b
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten

Dass gut die Hälfte der analysierten Studien keine positiven Effekte durch eine PEF-Intervention zeigten, kann verschiedene Ursachen haben. Da beispielsweise die methodische Qualität vieler Studien eingeschränkt ist, könnten infolgedessen Effekte verdeckt geblieben sein. Zwei andere Übersichten, die sich hinsichtlich der Suchstrategien von der vorliegenden Arbeit unterscheiden, schlussfolgern ebenfalls, dass es an aussagekräftigen Belegen bezüglich der Auswirkung verbesserter Patientenbeteiligung (12) und namentlich PEF (8) auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte mangelt.

Die Qualität der Umsetzung von PEF-Interventionen ist bei vielen Studien gering bis mäßig: Zwölf der 22 berücksichtigten Studien kamen über zwei von vier Charles-Kriterien nicht hinaus. Zwar lässt sich bei den in die Übersicht eingeschlossenen Studien kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen beabsichtigtem Grad der PEF-Umsetzung und dem Effekt auf die untersuchten Endpunkte nachweisen (Daten nicht dargestellt). Jedoch ist aufgrund der oft unvollständigen Informationen in den Publikationen nicht auszuschließen, dass die Aspekte der PEF de facto nicht intensiv genug umgesetzt wurden, um einen entsprechenden Effekt zu zeitigen. Auch das Passungsproblem, also die Schwierigkeit, das den komplexen, kontextspezifischen Bedürfnissen des Patienten entsprechende Maß an PEF zu finden, könnte hierbei eine Rolle spielen (39).

Bedacht werden muss außerdem, dass sich die Kommunikation mit und die Einbeziehung von Patienten zwischen Kontroll- und Interventionsgruppe gegebenenfalls nicht ausreichend voneinander unterschieden. So könnten auch in den Studien, in denen die Patienten der Kontrollgruppe eine sogenannte Standard-Betreuung erhielten, gewisse PEF-Aspekte mehr oder minder unbeabsichtigt umgesetzt worden sein. Hier ist anzumerken, dass in der Literatur kein einhelliger Konsens über die Definition von PEF besteht. So identifizierten Makoul und Kollegen 31 unterschiedliche konzeptionelle Definitionen von PEF (40). Auch das in der Übersicht von Joosten et al. und der vorliegenden Arbeit herangezogene PEF-Konzept nach Charles et al. (4, 14) ist nur eine mögliche Herangehensweise, die von der selben Arbeitsgruppe später modifiziert wurde (6).

Vor diesem Hintergrund ist es wahrscheinlich, dass auch in den Studien, die in die vorliegende Übersicht eingeschlossenen wurden, die Auffassungen von PEF und demnach die jeweils darauf aufbauenden Interventionsmaßnahmen unterschiedlich waren. Zudem haben die angewendeten Einschlusskriterien, die der Auffassung der Autoren entsprechen, vermutlich nicht alle PEF-Konzepte abgedeckt. Dies hat gegebenenfalls dazu geführt, dass (potenziell) relevante Studien nicht berücksichtigt wurden.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass schon von einer zugunsten der PEF verlaufenen Studie ausgegangen wurde, wenn nur ein einziger Endpunkt in der Interventionsgruppe stärker als in der Kontrollgruppe verbessert wurde. Die Anzahl der jeweils berücksichtigten Endpunkte steigert zum Teil das Risiko einer α-Fehler-Kumulierung, so dass der Anteil endpunktrelevanter PEF-Interventionen überschätzt worden sein könnte.

Resümee

Die Autoren fassen zusammen, dass die Studienlage zum Effekt von PEF auf patientenrelevante, krankheitsbezogene Endpunkte sowohl im Bezug auf die Anzahl vorliegender Untersuchungen als auch auf die Qualität der entsprechenden Publikationen unbefriedigend ist. Obwohl knapp die Hälfte der berücksichtigten Studien für eine endpunktrelevante Wirksamkeit von PEF spricht, lassen die Ergebnisse derzeit keine abschließende Beurteilung der Endpunktrelevanz von PEF zu. Die konsentierte Standardisierung PEF-fördernder Maßnahmen sowie entsprechender klinischer Studien ist erforderlich und wünschenswert.

Interessenkonflikt

Prof. Albus erhielt Honorare für Beratertätigkeit (Advisory Board) von der Firma UCB Pharma und für Vorträge von den Firmen Berlin-Chemie und Actelion.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht am 4. 2. 2015, revidierte Fassung angenommen am 14. 4. 2015.

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. Jan Matthes
Institut für Pharmakologie, Universität zu Köln
Gleueler Straße 24, 50931 Köln
jan.matthes@uni-koeln.de

Zitierweise
Hauser K, Koerfer A, Kuhr K, Albus C, Herzig S, Matthes J:
Outcome-relevant effects of shared decision making—a systematic review. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 665–71. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0665

@The English version of this article is available online:
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Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eKasten, eGrafik, eTabellen:
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PD Dr. med. Jan Matthes
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Institut für medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Universität Köln: Dipl.-Stat. Kuhr
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Tabelle 1
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Tabelle 2
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
eTabelle 1a
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
eTabelle 1b
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
eTabelle 2a
Studien, in denen die untersuchten Interventionen die Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
eTabelle 2b
Studien, in denen die untersuchten Interventionen Adhärenz und Endpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht verbesserten
Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d
Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d
eTabelle 3
Statistische Verfahren zur Errechnung der Effektgröße d
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    Hein, Gert
  • Ziele konsentieren
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113(17): 299; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0299b
    Scheibler, Fülöp
  • Schlusswort
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    Matthes, Jan

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