ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Pneumologie & Allergologie 2/2015Allergische Rhinitis: Der Trend geht zu topischen Therapeutika

SUPPLEMENT: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Allergische Rhinitis: Der Trend geht zu topischen Therapeutika

Dtsch Arztebl 2015; 112(40): [18]; DOI: 10.3238/PersPneumo.2015.10.02.04

Klimek, Ludger; Sperl, Annette

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Zeichnungen: Ralf Brunner
Zeichnungen: Ralf Brunner

Stellenwert von nasalen Glukokortikosteroiden, Antihistaminika und allergenspezifischer Immuntherapie bei Typ-I-Allergien. Ein Überblick

Die allergische Rhinitis (AR) betrifft circa zehn bis 20 Prozent der globalen Population (1) und ist häufig mit anderen allergisch bedingten Komorbiditäten – wie Asthma und dem atopischen Ekzem – assoziiert. Ist die Karenz der allergenauslösenden Stoffe nicht möglich, ist eine allergenspezifische Immuntherapie als kausale Behandlung oder eine medikamentöse Therapie mit Mastzellstabilisatoren, Antihistaminika, Glukokortikosteroiden (GKS), Leukotrienrezeptor-Antagonisten und Dekongestiva indiziert.

Zurzeit ist bei Typ-I-Reaktionen wie der Rhinitis allergika die Gabe topischer Glukokortikosteroide die effektivste Form der pharmakologischen Behandlung und daher zusammen mit nichtsedierenden Antihistaminika die erste Wahl.

Ein neues Wirkprinzip (MP29–02) vereint die nasale Gabe von Glukokortikoid und Antihistaminikum und führte im Vergleich zu Fluticasonpropionat zu einer effektiveren Reduktion (39%) der nasalen Symptome. Die topische Gabe von Wirkstoffen weist bei allergischer Rhinitis wesentliche Vorteile gegenüber der systemischen Gabe auf, welche am Beispiel der topischen GKS dargestellt werden.

Mastzellstabilisatoren

Die Substanzen Cromoglicinsäure und Nedocromil haben eine stabilisierende Wirkung auf die Histamin-produzierenden Mastzellen, indem sie ihren Degranulationsprozess blockieren (2). Ein Vorteil der Wirkstoffe ist ihre gute Verträglichkeit und das geringe Nebenwirkungsprofil, so dass sie oft bei Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Frauen eingesetzt werden. Ein Nachteil ist die viermal tägliche Anwendung (Compliance-Probleme). Darüber hinaus zeigen Mastzellstabilisatoren im zu Antihistaminika und GKS eine schwächere Wirkung auf die nasalen Symptome (Tabelle). Diese Wirkstoffe spielen dementsprechend nur noch eine untergeordnete Rolle bei der Therapie der AR (1).

Pharmakokinetische und pharmakodynamische Charakteristika topischer GKS
Tabelle
Pharmakokinetische und pharmakodynamische Charakteristika topischer GKS

Antihistaminika

Antihistaminika blockieren zellständige Histaminrezeptoren und reduzieren somit die Wirkung von Histamin im Gewebe. Histamin entfaltet seine Wirkung auf die Zellen über vier Histaminrezeptoren (H1, H2, H3 und H4). Da für die allergische Sofortreaktion hauptsächlich die H1-Rezeptoren verantwortlich sind, werden für die Behandlung der AR zurzeit nur H1-Antihistaminika eingesetzt. Erste klinische Studien zur Wirksamkeit von H3-Antihistaminika weisen jedoch ebenfalls auf einen potenziellen Nutzen bei der Reduzierung der nasalen Symptome hin (3).

Grundsätzlich unterscheidet man bei den H1-Antihistaminika Substanzen der ersten und zweiten Generation. Die erste Generation der H1-Antihistaminika weist eine ausgeprägte sedierende Wirkung auf, die sich negativ auf Leistungsfähigkeit und motorische Fähigkeiten auswirken kann (4). H1-Antihistaminika der zweiten Generation können hingegen aufgrund ihres hydrophilen Charakters nur im verringerten Maße die Blut-Hirn-Schranke passieren und haben dadurch nur geringe bis gar keine sedierenden Eigenschaften. Bei der Therapie der AR werden dementsprechend die Präparate der zweiten Generation bevorzugt (1).

Die neueren Antihistaminika wie Levocetirizin, Desloratadin, Fexofenadin, Ebastin, Rupatadin, Olopatadin und Bilastin sind weiterentwickelte Formen der Antihistaminika der zweiten Generation und werden oftmals als Antihistaminika der dritten Generation bezeichnet.

H1-Antihistaminika: Systemische und topische Darreichungsformen

Vorteil der beiden Anwendungsformen (Tabelle) ist, dass sie effektiv die meisten AR-Symptome – wie Rhinorrhoe, Pruritus und okulare Symptome – verbessern. Die nasale Obstruktion wird jedoch besser durch topische Anwendung reduziert.

Topische Antihistaminika, wie zum Beispiel Azelastin, haben eine schnell eintretende Wirkung innerhalb von circa 15 Minuten und sind daher besonders sinnvoll bei akut auftretenden Beschwerden (5). Nachteilig ist jedoch die kürzere Wirkdauer, so dass eine zweimal tägliche Applikation erforderlich ist, während die meisten oralen Antihistaminika in einer Tagesdosis eingenommen werden können. Im Vergleich zu nasalen GKS gibt es kein einheitliches Ergebnis. Während einige Studien den nasalen GKS eine bessere Wirksamkeit zuschreiben (6), zeigen andere Studien, dass beide Therapieformen eine ähnliche Effektivität aufweisen (7).

Neue und in Deutschland bislang wenig bekannte Antihistaminika sind Rupatadin, Bilastin (811) und Olopatadin. Diese modernen Antihistaminika sollten neben der H1-blockierenden Wirkung weitere antiinflammatorische Eigenschaften aufweisen.

Rupatadin ist ein Antihistaminikum mit erweitertem Wirkspektrum (12, 13). In zahlreichen klinischen Studien konnte seine Wirksamkeit bereits bestätigt werden (14). Perez et al. zeigten in einer Datenpoolanalyse mit 708 Patienten, dass Rupatadin (10 mg oder 20 mg/Tag) zur Behandlung der Rhinitis allergika der Placebogabe signifikant überlegen ist (14). Im Vergleich mit etablierten Präparaten (Loratadin, Cetirizin) war Rupatadin effektiver bezogen auf den täglichen Symptom-Score und das globale Ranking von Patient und Untersucher (14).

In den Zulassungsstudien an 2 450 erwachsenen, gesunden Freiwilligen führte Rupatadin in Dosen bis 80 mg zu keinerlei Veränderungen im EKG – speziell der QT-Zeit (14). Kofaktoren (wie Alkohol, Nahrung, Komedikation mit Erythromycin oder Ketoconazol, Alter, Geschlecht) hatten keinerlei Einfluss auf dieses Ergebnis. Auch zahlreiche In-vitro-Studien konnten keinen Einfluss von Rupatadin auf Elemente der kardialen Reizleitung, insbesondere auf die Kalium-Kanäle oder Aktionspotenziale in isolierten Purkinje-Fasern, nachweisen (14).

Olopatadinhydrochlorid (OPH) ist ein H1-Rezeptorantagonist, der als Nasenspray und Augentropfen für die allergische Rhinokonjunktivitis zugelassen ist. Eine japanische Studie hatte zum Ziel, herauszufinden, ob die perorale Verabreichung ebenso zuverlässig die Nasenatmungsbehinderung zu therapieren vermag (15). Eingeschlossen wurden 110 Patienten mit einer allergischen Rhinokonjunktivitis auf Zedernpollen. Die Auswertung ergab eine signifikante Reduktion der Symptome Niesen (p < 0,01), Rhinorrhoe (p < 0,01) und nasale Obstruktion (p < 0,05). Im Gegensatz zu den Augentropfen hatte orales Olopatadin keinen Effekt auf tränenende und juckende Augen. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen traten nicht auf. Somit ergibt sich mit der peroralen Olopatadin-Gabe eine mögliche Alternative zur Behandlung der allergischen Rhinitis (15).

Topische Glukokortikosteroide

Topische GKS binden an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren und aktivieren dadurch den Rezeptorkomplex. Dieser entfaltet seine Wirkung mittels Transaktivierung und Transrepression (16). Bei der Transaktivierung interagiert der Rezeptorkomplex mit GREs („glucocorticosteroid response elements“) von glukokortikoidabhängigen Genen und bewirkt so die Steigerung der Expression antiinflammatorischer Proteine (16). Bei der Transrepression kommt es durch Protein-Protein-Interaktionen zu einer supprimierten Expression proinflammatorischer Proteine (16, Übersichten 17, 18). Interessanterweise gibt es neben diesen zeitaufwendigen Mechanismen rezeptorunabhängige Sofortwirkungen. So kann zum Beispiel die Gefäßexsudation in der allergischen Sofortphasenreaktion bereits fünf bis zehn Minuten nach Applikation nasaler GKS signifikant reduziert, die allergen-induzierte Expression des Adhäsionsmoleküls E-Selektin bereits nach 30 Minuten signifikant gehemmt werden (17, 18).

Der größte Vorteil der topischen GKS liegt darin, dass sie alle nasalen Symptome wirksam unterdrücken (Tabelle). GKS sind im Allgemeinen gut verträglich und lokale Nebenwirkungen beschränken sich auf Epistaxis, nasale Trockenheit, Irritationen im Rachenbereich und Kopfschmerzen. Systemische Nebenwirkungen treten nur selten auf; und eine Wachstumshemmung bei Kindern konnte nur bei der Gabe von Beclomethasondipropionat nachgewiesen werden (19). Trotzdem sollte bei langfristiger Gabe das Wachstum regelmäßig überprüft werden.

Ein Nachteil der GKS liegt darin, dass sie im Gegensatz zu Antihistaminika einen spät eintretenden maximalen Wirkeintritt nach einem Intervall von bis zu zwei oder drei Wochen haben. Die Therapie muss dementsprechend früh begonnen und regelmäßig angewendet werden und sollte nicht „bei Bedarf“ erfolgen. Aufgrund ihres guten Wirkungsprofils sind nasale GKS momentan die erste Wahl bei der Behandlung der allergischen Rhinitis.

Da bei AR häufig die Region der Rima olfactorii in die allergische Entzündung miteinbezogen wird, kann es zu einer Riechstörung (Hyposmie) kommen. Diese kann mit Mometasonfuorat (MF) erfolgreich behandelt werden, wie eine Studie mit 17 Patienten gezeigt hat (20), die über zwei Wochen MF oder Placebo erhalten hatten. Geprüft wurden die Nasendurchgängigkeit mittels nasaler Peak-flow-Messung, die Riechfunktion sowie ein Lebensqualitätsindex. Die Behandlung ging einher mit reduzierter nasaler Entzündung und verminderter Eosinophilenaktivität in der Olfaktoriusregion im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Unterschied: systemische und topische Gabe

Systemisch und topisch (hier: intranasal) angewandte GKS unterscheiden sich hochsignifikant in dem Ausmaß und Risiko für systemische Nebenwirkungen. Diese stehen in direkter Beziehung zur Höhe des Plasmaspiegels. Zudem können intranasal angewandte GKS in deutlich geringerer Dosierung eingesetzt werden als ihre parenteralen verwandten Wirkstoffe. Tagesdosen der nasalen GKS liegen in Abhängigkeit von der individuellen Substanz zwischen 110 und 400 µg (0,11–0,40 mg), während zum Beispiel Methylprednisolon in Dosierungen von 16–160 mg (Initialtherapie) beziehungsweise 4–16 mg (Erhaltungstherapie) verabreicht wird.

Dass die geringeren Dosen der nasalen GKS dennoch eine hochpotente antiinflammatorische Wirkung entfalten, beruht darauf, dass sie aufgrund ihrer hohen Lipophilie lange im Gewebe verbleiben (hohe lokale Wirkstoffspiegel). Andererseits weisen die nasalen GKS eine deutlich höhere intrinsische Aktivität infolge erhöhter Rezeptoraffinität auf.

Die Rezeptoraffinität von GKS wird üblicherweise als relative Rezeptoraffinität (RRA) mit Bezug auf Dexamethason (RRA = 100) ausgedrückt. Nasal angewandte GKS, insbesondere die moderneren Wirkstoffe, sind zehn- bis 30-fach potenter als Dexamethason (Tabelle).

Ein weiterer Vorteil der nasal angewandten GKS liegt in der effizienten Inaktivierung durch ihren hepatischen Metabolismus, sobald sie aus dem entzündeten Gewebe in die systemische Zirkulation gelangen. In gleicher Weise werden nach topischer Applikation verschluckte Dosisanteile durch einen ausgeprägten First-Pass-Metabolismus inaktiviert. Dieses spiegelt sich in der prozentualen oralen Bioverfügbarkeit wider, die bei den modernen nasal angewandten GKS kleiner als ein Prozent ist (Tabelle). Zum Vergleich hat zum Beispiel Methylprednisolon eine orale Bioverfügbarkeit von circa 80 Prozent.

Konsequenterweise sollten sich nach Verabreichung nasaler GKS nur geringste Plasmaspiegel nachweisen lassen. Tatsächlich sind sie nach Gabe einer regulären Dosis auch mit hochempfindlichen Analysemethoden oft nicht im Plasma nachweisbar.

In klinischen Studien mit (hohen oder supertherapeutischen Dosen) wurden nach intranasaler Applikation einer wässrigen Suspension von 400 µg Budesonid maximale Plasmaspiegel von 426 pg/mL gemessen, nach Gabe von 800 µg Triamcinolonacetonid Spiegel von 320 pg/mL. Noch geringere Plasmakonzentrationen wurden nach Gabe der modernen GKS gemessen. Jeweils 800 µg Mometasonfuroat beziehungsweise Fluticasonpropionat führten zu maximalen systemischen Plasmaspiegeln von nur 25,5 beziehungsweise 27,7 pg/mL.

Damit ist das Risiko für systemische Nebenwirkungen nach Applikation einer regulären Dosis verschwindend gering. Zum Vergleich: Nach peroraler Gabe von Methylprednisolon oder Dexamethason werden Plasmakonzentrationen von mehr als 8 000 pg/mL je mg verabreichen Wirkstoffs (übliche Dosen: 4–160 mg) gemessen, also das 1 600- bis 64 000-fache nach intranasaler Applikation.

Leukotrienrezeptor-Antagonisten

Vor allem bei Patienten mit einer persistierenden allergischen Rhinitis spielen in der Entzündungskaskade neben Histamin und verschiedenen Zytokinen auch Leukotriene (LT) wie Cystein-Leukotriene (CysLT) eine entscheidende Rolle. Cys-LT sind potente Entzündungsmediatoren. Und LTs, die die Einwanderung von eosinophilen Granulozyten begünstigen, führen zu starker Bronchokonstriktion, erhöhter Kapillarpermeabilität und vermehrter Sekretion der Schleimdrüsen (21).

Leukotrienrezeptor-Antagonisten unterbinden diesen Vorgang, indem sie entweder als kompetitive Inhibitoren den Rezeptor selber blockieren (Montelukast, Zafirlukast, Pranlukast) oder das Enzym 5-Lipoxygenase inhibieren (Zileuton), welches an der Entstehung der Leukotriene beteiligt ist. Medikamente mit antileukotriener Wirkung könnten demnach in der Behandlung allergischer Krankheitsbilder in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen. In Deutschland ist nur Montelukast zur Behandlung des Asthma bronchiale bei Erwachsenen und Kindern zugelassen.

In der Behandlung der AR sind Leukotrienrezeptor-Antagonisten effektiver als Placebo und weisen eine etwas geringere Wirkstärke als orale H1-Antihistaminika auf (22). Lehtimäki et al. untersuchten an 45 Pollenallergikern mit Symptomen in den oberen und unteren Atemwegen sowie außerhalb (Konjunktivitis, orales Allergiesyndrom, Urtikaria) die Effektivität von Montelukast als Monotherapie. Unterschiede zwischen Placebo und Verum ergaben sich hier lediglich im Verbrauch inhalativer b2-Agonisten (LABA) bei den Patienten mit asthmatischen Beschwerden. Eine signifikante Verbesserung der allergischen Rhinitis und anderer allergischer Symptome konnte nicht festgestellt werden (23).

In Kombination mit einem oralen H1-Antihistaminikum zeigen Leukotrienrezeptor-Antagonisten eine höhere Wirksamkeit als orale H1-Antihistaminika allein, weshalb die Wirkstoffe zusammen eingesetzt werden können (22). Day et al. haben die Effektivität von Montelukast mit Loratadin gegen Placebo und Phenylephrin in der Pollenexpositionskammer untersucht (24). Nach sechs Stunden wurden die nasale Obstruktion („nasal congestion score“) und Rhinomanometrie sowie extranasale Symptome („total symptom score“) gemessen. Hier zeigte sich die Montelukast-Loratadin-Kombination in allen Werten signifikant dem Placebo und auch Phenylephrin überlegen. Problematisch zu werten ist allerdings das Studiendesign, da eine Beurteilung der Montelukast-Loratadin-Kombination gegenüber einer Monotherapie mit Loratadin nicht berücksichtigt wurde (24).

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch Prenner et al., die an 1 095 AR-Patienten die Effektivität einer Montelukast-Loratadin-Kombination gegenüber Placebo und Pseudoephedrin untersucht haben. Hier wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen Montelukast-Loratadin und Pseudoephedrin bezogen auf die subjektive nasale Obstruktion, Rhinomanometrie und Lebensqualität beobachtet. Beide Therapien waren signifikant dem Placebo überlegen. Allerdings wurden unter Montelukast-Loratadin signifikant weniger Nebenwirkungen beobachtet (25).

Cingi et al. untersuchten in einer Parallelgruppenstudie an 275 Patienten mit drei Behandlungsarmen (A = alleinige Therapie mit Fexofenadin, B = Kombination von Fexofenadin mit Montelukast, C = Kombination von Fexofenadin mit Placebo) über 21 Tage die Effekte der Kombination gegen die Einzelsubstanzen während der Pollensaison (26). Dabei ergab sich ein signifikanter Behandlungsvorteil für Fexofenadin und Montelukast (B) sowohl auf subjektiver Ebene (Patiententagebuch) als auch anhand von objektiven Parametern (Rhinomanometrie).

Ein Vorteil der Leukotrienrezeptor-Antagonisten scheint somit zu sein, dass sie sowohl bei Asthma als auch der AR eine Wirksamkeit aufweisen, so dass Patienten mit einer Komorbidität hiervon profitieren und auch nur für diese Gruppe ist der Wirkstoff Montelukast momentan in Deutschland zugelassen. Aufgrund der überlegenen Wirksamkeit der nasalen GKS stellen Leukotrienrezeptor-Antagonisten bei der Behandlung der AR jedoch nur die zweite Wahl dar (Tabelle).

Alpha-Sympathomimetika

Für die akute Behandlung der AR werden α-Sympathomimetika eingesetzt, welche an α-Adrenorezeptoren binden und diese aktivieren. Die Folge ist eine Vasokonstriktion der nasalen Mukosa, die zu einer verringerten Füllung der Kapazitätsgefäße und somit zu einem Abschwellen der Schleimhäute führt.

Die Gabe der Substanzen kann sowohl topisch als auch systemisch erfolgen. Ein Vorteil dieser Dekongestiva ist ihre schnell eintretende Wirkung. Allerdings reduzieren sie lediglich die nasale Obstruktion und keine weiteren Symptome. Zu den Nebenwirkungen der systemischen Medikamente gehören Tachykardien, Unruhe, Schlaflosigkeit und Hypertonie (27). Bei der topischen Nutzung kann es zu nasaler Trockenheit und Niesreiz kommen. Eine langfristige Nutzung kann zudem zu der Entwicklung einer Rhinopathia medicamentosa führen. Dementsprechend sollte die Therapie mit Dekongestiva nicht länger als drei bis fünf Tage andauern (1).

Vergleich verschiedener Strategien

Bernstein ging in einer Metaanalyse der Frage nach, inwieweit die für die allergische Rhinitis zugelassenen Medikamente effektiv nasale Symptome behandeln, wenn sie in der zugelassenen Dosierung eingenommen werden (28). Dabei wurden in die Auswertung Daten aus 54 randomisierten, Placebo-kontrollierten Studien mit mehr als 14 000 Erwachsenen und 1 580 Kindern eingeschlossen (davon 38 Studien mit intermittierender allergischer Rhinitis bei 11 980 Erwachsenen und 946 Kinder beziehungsweise zwölf Studien mit persistierender allergischer Rhinitis bei 3 800 Erwachsenen und 366 Kindern).

Bei der Auswertung mittels Totalem Nasalen Symptomscore (TNSS) ergaben sich folgende Werte für die Reduktion der Beschwerden bei intermittierender allergischer Rhinitis :

  • nasale Antihistaminika = –22,2 Prozent;
  • orale Antihistaminika = –23,5 Prozent;
  • topische GKS = –40,7 Prozent;
  • Placebo = –15,0 Prozent

und bei persistierender allergischer Rhinitis:

  • orale Antihistaminika = –51,0 Prozent,
  • topische GKS = –37,3 Prozent und
  • Placebo = –24,8 Prozent

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die GKS in der Therapie der AR am effektivsten sind; diese sind auch bei der persistierenden AR mit Erfolg anzuwenden, wobei orale Antihistaminika hier in einigen Fällen effektiver sind.

Rhinologika bei Kindern

In der Praxis drängt sich manchmal die Frage auf, warum Kinder mit einer Rhinitis ungern Nasentropfen oder Nasensprays verabreicht bekommen. Interessant zu erfahren wäre deshalb, ob diese Annahme wirklich stimmt und welche Faktoren zu einer besseren Compliance führen. Wong et al. erhoben mittels eines Fragebogens von Eltern und Betreuern bei ein- bis 15-jährigen Kindern Daten bezüglich Diagnose und Behandlung, Patientengebrauch der Medikation und Medikamentenwirkung beziehungsweise bevorzugtem Applikationsweg (29). Aus 194 auswertbaren Dokumentationsbögen ergab sich folgendes Bild:

  • Das Alter spielte eine entscheidende Rolle bei der Akzeptanz.
  • Topische Nasensprays/Nasentropfen zeigten eine bessere Compliance bei älteren Kindern (sieben bis 15 Jahre) als bei den jüngeren Patienten (ein bis sechs Jahre) (OR = 2 383).
  • Insgesamt lehnten 24,7 Prozent der Kinder den nasalen Applikationsweg völlig ab.
  • Interessant zu beobachten war, dass von denjenigen Kindern, die sich bezüglich einer Präferenz äußern konnten (n = 75), 73 Prozent für eine orale Medikation entscheiden würden.

Neue Fixkombination

Eine Weiterentwicklung und Verbesserung der heutigen pharmakologischen Therapieansätze für Patienten mit allergischer Rhinitis ist notwendig, da trotz der zahlreichen vorhandenen Therapiemöglichkeiten bei vielen Betroffenen die Symptome nicht ausreichend gelindert werden können. Studien zeigen, dass etwa 40 Prozent der Patienten eine Kombinationstherapie mit verschiedenen Präparaten anwenden (30, 31), obwohl der zusätzliche Nutzen eines zweiten Präparates in vielen Studien nicht belegt werden konnte (32, 33). Demgegenüber besteht heute die Standardtherapie des Asthma bronchiale in einer inhalativen Fixkombination eines langwirksamen ß-Mimetikums mit einem topischen Steroid.

Kürzlich konnte auch bei der allergischen Rhinitis für eine neue Fixkombination mit veränderten pharmakologischen Eigenschaften eines nasalen GKS (Fluticasonpropionat) und eines nasalen Antihistaminikums (Azelastin) eine höhere Wirksamkeit bezüglich der Linderung der Symptome nachgewiesen werden, als für die Gabe der einzelnen Wirkstoffe (3436). Diese neue Rezeptur (MP29–02) lindert alle nasalen Symptome signifikant stärker als die Monotherapie mit nasalem GKS oder Antihistaminikum.

Ähnliche Ergebnisse ergab die Meta-Analyse von Carr et al. . Hier reduzierte MP29–02 ebenfalls signifikant effektiver die gesamten nasalen Symptome als Azelastin oder Fluticasonpropionat (jeweils p < 0,001) (34). Bei den individuellen Symptomen (nasale Obstruktion, Pruritus, Rhinorrhoe und Niesreiz) erwies sich MP29–02 den Monotherapien gegenüber auch bei Patienten mit schwerer AR als überlegen (34). Darüber hinaus trat die Verbesserung der Symptome früher auf als bei der Monotherapie (bis zu fünf Tage eher als bei Fluticasonpropionat und bis zu sieben Tage eher als bei Azelastin) (34, 37). Bei einem von acht Patienten wurde sogar ein kompletter respektive nahezu kompletter Rückgang der Symptome beobachtet (37).

Insgesamt wurde MP29–02 gut vertragen. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen (3,1 Prozent), Dysgeusien (2,1 Prozent), Erosionen der Mukosa (1,5 Prozent) und Epistaxis (1,5 Prozent) (36). Das Nebenwirkungsprofil unterschied sich dabei nicht wesentlich von denen der Monopräparate. Dysgeusien traten unter Azelastin sogar mehr als dreimal häufiger (7,2 Prozent) auf als unter MP29–02 (36).

Aufgrund der positiven Ergebnisse schlussfolgerten die Herausgeber des Journal of Allergy and Clinical Immunology, dass dieses Präparat zum Medikament der Wahl für die Behandlung der allergischen Rhinitis werden könnte (37). Der Wirkstoff ist in Deutschland zur Behandlung der allergischen Rhinitis zugelassen.

Fazit für die Praxis

  • Nasale Glukokortikosteroide stellen zurzeit die erste Wahl bei der Therapie der allergischen Rhinitis dar.
  • Neue Antihistaminika sind auf dem Markt, die neben der H1-blockierenden Wirkung weitere antiinflammatorische Eigenschaften aufweisen.
  • Ein neues Wirkprinzip, welches die Gabe von Glukokortikosteroid und Antihistaminikum in einer pharmakologisch veränderten Rezeptur als Fixkombination vereint, stellt eine erfolgversprechende Alternative zu den heutigen Therapieoptionen der allergischen Rhinitis dar.
  • Eine allergenspezifische Immuntherapie sollte vor allem bei Pollenallergikern immer dann erwogen werden, wenn das verursachende Allergen nicht ausreichend gemieden werden kann.

DOI: 10.3238/PersPneumo.2015.10.02.04

Prof. Dr. med. Ludger Klimek,

Annette Sperl

Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden

Interessenkonflikt: Prof. Klimek erhielt Honorare für Beratertätigkeiten und Vorträge von ALK-Abello, Allergopharma, Bencard, Bionorica, Biomay, Boehringer Ingelheim, Cytos, HAL, Hartington, GSK, Leti, Lofarma, MEDA, Novartis, Roxall. Sperl erklärt, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

@Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit4015

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