ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2015Internetportal: Patienten kritisieren Druck bei IGeL-Leistungen

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Internetportal: Patienten kritisieren Druck bei IGeL-Leistungen

Rieser, Sabine

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Rund 1 500 Patienten haben innerhalb eines Jahres ihre negativen Erfahrungen mit Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) mit Hilfe des Beschwerdeportals „Igel-Ärger.de“ dokumentiert. Darauf verwies Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, Mitte September in einer ersten Bilanz. Das Ministerium finanziert das Portal, das von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) in Kooperation mit den Verbraucherzentralen Berlin und Rheinland-Pfalz betrieben wird, bis Anfang 2016. Die Beschwerden sind nicht repräsentativ.

Unter www.igelaerger.de machen die Nutzer ihrem Unmut Luft.
Unter www.igelaerger.de machen die Nutzer ihrem Unmut Luft.

„Die Einträge zeigen deutlich, dass die Regeln des Patientenrechtegesetzes vielfach nicht eingehalten werden“, erklärte NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski. Dass Patienten sich aus Angst und unter Druck für IGeL entschieden, fördere die Erosion eines vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnisses: „Besonnene Ärztevertreter sehen das genauso.“

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Schuldzinski verwies in diesem Zusammenhang auf die Informationsbroschüre von Bundes­ärzte­kammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung zum korrekten Umgang mit IGeL-Angeboten.

„Auch die Krankenkassen könnten etwas mehr tun“, befand er. „Sie könnten über den Umfang der Kassenleistungen stärker informieren als bisher.“ So sei es ihre Aufgabe, den Versicherten klar zu machen, warum beispielsweise die Hautkrebs-Vorsorge als Kassenleistung ausreichend sei. Auch müsse der Gemeinsame Bundes­aus­schuss eindeutig klären, welches Kassenangebot genüge und welches nicht. Rie

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