ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2015Randnotiz: Am Ende ein Fest

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Randnotiz: Am Ende ein Fest

Dtsch Arztebl 2015; 112(40): A-1595

Klinkhammer, Gisela

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Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altenheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen. Sie wollen ihrem schwerstkranken Freund Max helfen, sein Sterben zu erleichtern. Gemeinsam mit einem pensionierten Veterinär und einem ehemaligen Polizisten suchen sie nach dem besten Weg, um Max’ Wunsch nach Suizidbeihilfe zu erfüllen. Doch letztendlich kann sich keiner dazu durchringen, Max zu töten. Deshalb baut Yehezkel schließlich eine Maschine, mit der sich Max selbst das Leben nehmen kann. Trotz aller Geheimhaltungsversuche wird die Existenz dieser Maschine in Jerusalem immer bekannter, und andere Sterbewillige bitten darum, ihnen ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Währenddessen verschlechtert sich der Zustand von Levana, Yehezkels Frau, die an Alzheimer leidet, zunehmend. Bald muss er selbst eine Entscheidung treffen.

Der israelische Spielfilm „Am Ende ein Fest“ lief am 24. September in den deutschen Kinos an, einen Tag nach der Expertenanhörung im Bundestag, die die seit einem Jahr intensiv geführte Debatte über die Suizidbeihilfe erneut beförderte (siehe auch Seite 1612). Einen besseren Termin für den Start dieser Tragikomödie hätte man also nicht finden können. Der Film setzt sich, oft mit schwarzem Humor, dennoch durchaus ausgewogen und ernsthaft mit dem Thema Sterbehilfe auseinander. So kommen den Protagonisten immer wieder Zweifel daran, ob ihr Verhalten richtig ist. Dennoch, wie in den meisten Filmen zu dieser Thematik, wird die Suizidbeihilfe bedauerlicherweise als der oftmals einzige Ausweg gesehen, um mit Schmerzen und unerträglichem Leiden fertig zu werden.

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