ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2015Deutsches Cochrane Zentrum: Gröhe plant dauerhafte Förderung

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Deutsches Cochrane Zentrum: Gröhe plant dauerhafte Förderung

Rieser, Sabine

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Die Bundesregierung strebt für das Deutsche Cochrane Zentrum (DCZ) ab dem Jahr 2017 eine institutionelle Förderung an. Das berichtete der Informationsdienst „heute im Bundestag“. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) erklärte demnach Ende September im Gesundheitsausschuss des Bundestags, Ziel sei eine langfristige, nachhaltige Sicherung der Einrichtung. Denn die Arbeit der Wissenschaftler sei unzweifelhaft wichtig als Beitrag zur Stärkung der evidenzbasierten Medizin.

Die Bundesregierung greift damit Anregungen von Fachleuten auf, die sich im Frühjahr ebenfalls im Gesundheitsausschuss dafür ausgesprochen hatten, die Kernaufgaben des Zentrums auszubauen und seine Finanzierung abzusichern. Das DCZ muss derzeit mit sehr wenigen Mitarbeitern auskommen. Es verfügt über gerade einmal 8,32 Vollzeitstellen. DCZ-Direktor Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes hatte im Frühjahr im Ausschuss auf die „wackelige Finanzierung“ seiner Institution hingewiesen.

Dr. med. Günther Jonitz, Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundes­ärzte­kammer, bewertete eine kontinuierliche Förderung als einen wichtigen Schritt, um die Qualität von klinischen Studien zu verbessern und die evidenzbasierte Medizin zu stärken: „Im 19. Jahrhundert war ,sauberes Wasser’ die wichtigste Grundlage für die Gesundheit, im 21. Jahrhundert ist dies ,sauberes Wissen’.“

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