ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2015Qualitätsreport 2014: Gute Note für die Krankenhäuser

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Qualitätsreport 2014: Gute Note für die Krankenhäuser

Osterloh, Falk

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Die Krankenhäuser in Deutschland versorgen ihre Patienten – von Ausnahmen abgesehen – gut. Das geht aus dem Qualitätsreport 2014 hervor, den das AQUA-Institut im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) erstellt hat. Für den Report wurden 416 Qualitätsindikatoren aus 30 Leistungsbereichen definiert. „Gegenüber 2013 wurde die Qualität bei 65 Indikatoren verbessert. Bei 14 gab es eine leichte Verschlechterung, 330 blieben unverändert“, erklärte Prof. Dr. med. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts, Anfang Oktober in Berlin.

Gut versorgt: Die Qualitätsmessung in den Krankenhäusern hat zu Verbesserungen in vielen Bereichen geführt, sagt Qualitätsexperte Joachim Szecsenyi. Foto: Your Photo Today
Gut versorgt: Die Qualitätsmessung in den Krankenhäusern hat zu Verbesserungen in vielen Bereichen geführt, sagt Qualitätsexperte Joachim Szecsenyi. Foto: Your Photo Today

Verbesserungsbedarf gebe es zum Beispiel bei der hüftgelenknahen Femurfraktur. Der Zeitpunkt der Operation sei stark von dem Tag abhängig, an dem der Patient ins Krankenhaus eingeliefert werde, so Szecsenyi. Bei der Aufnahme an einem Freitag warteten gut 20 Prozent der Patienten länger auf eine Operation, als nach den Leitlinien akzeptabel sei. Bei der ambulant erworbenen Pneumonie habe sich die Versorgungsqualität hingegen verbessert. „Bei dieser Erkrankung ist die Bestimmung der Atemfrequenz bei der Aufnahme der Patienten ein Prozessindikator, der eine ganz essenzielle Auswirkung auf deren Überleben hat“, sagte Szecsenyi. „2013 wurde diese Bestimmung bei 87,5 Prozent aller Patienten durchgeführt, 2014 bei 94,8 Prozent.“ Grund für die Verbesserung: Fachgesellschaften und Krankenhäuser beschäftigten sich infolge der Qualitätsmessung mit dem Thema.

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