ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2015Sonja Schrepfer: Innovative Ansätze in der Immunologie

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Sonja Schrepfer: Innovative Ansätze in der Immunologie

Marx, Catrin

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Eine Möglichkeit der Regeneration des Herzgewebes nach Infarkt ist der Einsatz von Stammzellen. Prof. Dr. med. Sonja Schrepfer, Hamburg, entdeckte, dass dabei die Mitochondrien für eine erfolgreiche Behandlung mit den sogenannten SCNT-Stammzellen („somatic cell nucleus transfer“) berücksichtigt werden müssen. Schrepfer erkannte, dass diese Zellen sehr wohl Abstoßungsreaktionen hervorrufen können, weil ihre Mitochondrien nicht vom Patienten, sondern von Spendern stammen.

Sonja Schrepfer Foto: Universitäres Herzzentrum, Hamburg
Sonja Schrepfer Foto: Universitäres Herzzentrum, Hamburg

Prof. Schrepfer ist Grundlagenforscherin des universitären Herzzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort leitet die 40-jährige Heisenberg-Professorin für Transplantationsimmunologie, Stammzell-Immunbiologie und Herzchirurgie am Herzzentrum das Transplant and Stem Cell Immunobiology Lab. Ihre Forschungsgruppe ist international und multidisziplinär aufgebaut und die Arbeitsweise stark beeinflusst von ihrer Forschungstätigkeit an der Stanford University. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Würzburg und München. Ihre Ehrungen und Projekte sind zahlreich; sie selbst aber meint, dass ihr „allerbestes Projekt mein acht Monate alter Sohn ist“.

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Nun wurde ihre Forschungsarbeit mit einem weiteren Preis geehrt: Dem Thieme Preis der Leopoldina für Medizin. Den mit 15 000 Euro dotierten Preis erhielt die Grundlagenforscherin am 18. September 2015 in Halle (Saale). Den Preis vergibt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gemeinsam mit der Stuttgarter Thieme Verlagsgruppe.

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