ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2015Frage der Woche an . . . Frank Dzukowski, Geschäftsführer der KFE Klinik Facility-Management Eppendorf GmbH, einer Tochter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Frank Dzukowski, Geschäftsführer der KFE Klinik Facility-Management Eppendorf GmbH, einer Tochter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Vor vier Jahren haben Sie das Projekt „Das grüne UKE“ gestartet. Welche konkreten Umweltprojekte haben Sie bereits umgesetzt, welche Ziele erreicht?

Glöser, Sabine

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Vor vier Jahren haben Sie das Projekt „Das grüne UKE“ gestartet. Welche konkreten Umweltprojekte haben Sie bereits umgesetzt, welche Ziele erreicht?

Dzukowski: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) entwickelt sich seit vier Jahren zum „Green Hospital“. Und das mit großem Erfolg. Als wir das Projekt im Jahr 2011 starteten, nahmen wir uns vor, die jährlichen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu senken. Schon jetzt haben wir dieses Klimaziel dank zahlreicher technischer Modernisierungen übertroffen. Wir haben bereits jetzt mehr als 24 Prozent Kohlendioxid eingespart. Dass es gelingen würde, trotz steigender Umsatzzahlen innerhalb so kurzer Zeit die Emissionen um 11 600 Tonnen im Vergleich zum Jahr 2010 zu senken, hat uns alle begeistert und mit Stolz erfüllt.

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Der größte Schritt nach vorn ist uns mit dem Bau des Blockheizkraftwerks gelungen, das die gesamte Klinik seit knapp zwei Jahren mit Energie versorgt. Das Kraftwerk wird mit Gas betrieben, aus dem gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden. Diese Wärme heizt nicht nur Räume und erzeugt Dampf, sondern produziert auch Kälte, die beispielsweise genutzt wird, um Gebäude zu klimatisieren. Gas rein – Strom, Dampf, Wärme und Kälte raus. Und das an 8 300 von 8 760 Stunden im Jahr. So lässt sich die Funktionsweise des Kraftwerks am einfachsten beschreiben. Insgesamt deckt es 32 Prozent des gesamten Strombedarfs auf dem Gelände ab – und dadurch werden rund neun Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen. Seit seiner Inbetriebnahme vor knapp zwei Jahren spart das UKE allein durch das Blockheizkraftwerk im Jahr rund 4 400 Tonnen CO2 ein.

Aber auch an vielen anderen Stellen setzen wir seit Jahren auf ein ganzes Maßnahmenbündel, um verschiedene Energiequellen nachhaltig zu steuern und Ressourcen zu schonen. Die Bandbreite der technischen Neuerungen reicht von der einfachen Rohrisolierung über die Gebäudeleittechnik bis hin zur Modernisierung von Großanlagen, wie Warmwasseraufbereitungsanlagen, Kältemaschinen oder Dampfkessel. So konnten wir den CO2-Ausstoß im Uniklinikum von 47 600 Tonnen im Basisjahr 2010 auf nunmehr 36 000 Tonnen senken. Das entspricht einem Rückgang von 11 600 Tonnen Kohlendioxid, was mehr als 24 Prozent sind.

Neben umfassenden Neuerungen sind auch die kleinteiligen Maßnahmen wichtig, die die Umweltbeauftragten in den jeweiligen Kliniken und Abteilungen anregen und realisieren. Denn grünes Energiemanagement ist eine Herausforderung, die nur gemeinsam gut gelingt. sg

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