ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2015Antibiotika-Resistenzen: G7-Staaten vereinbaren Maßnahmen

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Antibiotika-Resistenzen: G7-Staaten vereinbaren Maßnahmen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Gesundheitsministerinnen und -minister der sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen künftig ihre Energien im weltweiten Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen stärker bündeln. Auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) berieten sie am 8. und 9. Oktober in Berlin gemeinsame Maßnahmen. „Wir müssen Gesundheit mehr denn je global denken – denn Krankheiten machen nicht an Staatsgrenzen halt. Nur mit gemeinsamen internationalen Anstrengungen werden wir die Menschen auch in Deutschland wirksam vor multiresistenten Keimen und grenzüberschreitenden Epidemien schützen können“, betonte Gröhe.

In ihrer Abschlusserklärung bekräftigen die G7-Gesundheitsminister, dass Antibiotika nur zu therapeutischen Zwecken verabreicht werden sollten – auch in der Veterinärmedizin. Zudem vereinbarten sie den Aufbau eines globalen Netzwerks von Antibiotika-Experten und streben harmonisierte Zulassungsverfahren und -bedingungen – einschließlich klinischer Studien – im Pharmabereich an. Nachgedacht wird ferner über wirtschaftliche Anreize zur Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika. Auch hierbei wolle man sich international abstimmen, hieß es.

Bereits beim G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Bayern im Juni dieses Jahres hatte die Gesundheitspolitik eine wichtige Rolle gespielt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Problem der Antibiotika-Resistenzen zum Thema gemacht. ER

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