ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2015Andreas Ladurner: Forschung und Nachwuchsförderung

PERSONALIEN

Andreas Ladurner: Forschung und Nachwuchsförderung

Dtsch Arztebl 2015; 112(43): A-1795 / B-1485 / C-1449

Marx, Catrin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Andreas Ladurner, Foto: Stefan Beissner/Frauenklinik Innenstadt
Andreas Ladurner, Foto: Stefan Beissner/Frauenklinik Innenstadt

Wieso kann sich das Erbgut an Umweltfaktoren anpassen, und welche Mechanismen stecken dahinter? Antworten auf diese Fragen sucht Prof. Dr. Andreas Ladurner, Ph.D., Lehrstuhlinhaber für Physiologische Chemie und Vorstand des Adolf-Butenandt-Instituts der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er und sein Team schlüsselten die molekularen Mechanismen auf, die die Struktur des Chromatins erhalten, wiederherstellen oder aber so weit verändern, dass sich Zellen auf die externen Umweltfaktoren einstellen können. Seine Forschung konzentriert sich auf sogenannte Histon-Chaperone, Proteine, die helfen die Struktur des Chromatins aufrechtzuerhalten, und auf die Mechanismen, die es Stoffwechselprodukten ermöglichen, direkt genregulatorische Proteine zu binden.

Ladurner wurde für seine Forschung mit dem Wilhelm-Vaillant-Preis 2015 ausgezeichnet, verbunden damit ist ein Preisgeld von 30 000 Euro. Der gebürtiger Südtiroler studierte an der Universität York (England) Biochemie und promovierte unter der Betreuung von Prof. Sir Alan Fersht im Fach Chemie in Cambridge (England) im Jahre 2000. Viele renommierte Universitäten hätten ihn gerne zu sich geholt, aber er entschloss sich, den Ruf nach München anzunehmen.

Anzeige

Als Mitglied im Bayerischen Netzwerk für Molekulare Biosysteme regte der 45-Jährige, der selbst Vater von zwei Kindern ist, an, Schule und Wissenschaft stärker miteinander zu verzahnen. Aus dieser Idee entstand das Projekt „Science meet school“, bei dem Ladurner aktiv Nachwuchsförderung betreibt. Catrin Marx

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige