ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2015Weiterbildung: Die rechtliche Lage
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Ich bin Weiterbildungsassistent für Allgemeinmedizin im 4. Weiterbildungsjahr. Aufgrund des Beschlusses, dass Weiterbildungsassistenten keine Praxisvertretungen machen dürfen, habe ich mich bei meiner KV nach der genauen rechtlichen Lage erkundigt. Als Angestellter in einer Hausarztpraxis wollte ich wissen, ob ich alleine in der Praxis Patienten behandeln darf, wenn der Praxisbesitzer zum Beispiel gerade einen Hausbesuch macht. Das war von mir mehr als rhetorische Frage gemeint. Die Antwort lautete, dass ich das „natürlich nicht“ dürfe, wenn kein Facharzt in der Praxis ist. Ich habe die KV-Mitarbeiterin darauf hingewiesen, dass ich im Krankenhaus viele Dienste gemacht habe, in denen selten ein Facharzt im Haus war. Ja, das wäre ein großes Problem und (jetzt wörtlich) ihr würde „ganz schlecht bei dem Gedanken, dass im Krankenhaus ständig Patienten von Assistenzärzten behandelt würden.“ Mein Argument, dass die Approbation den Arzt zur Erbringung ärztlicher Leistungen berechtigt, wurde nicht akzeptiert. Man sei nun mal kein Facharzt. Auch mein Hinweis, dass man nach 13 Jahren Schule und sechs Jahren Studium doch wohl nicht noch fünf Jahre zugucken müsse, bevor man Patienten alleine behandeln dürfe, wurde nicht angenommen.

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