ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2015Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz: Bessere medizinische Versorgung für Flüchtlinge

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Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz: Bessere medizinische Versorgung für Flüchtlinge

Bühring, Petra; Beerheide, Rebecca

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Vor allem beim Impfschutz und der psychotherapeutischen Versorgung gibt es Verbesserungen. Foto: dpa
Vor allem beim Impfschutz und der psychotherapeutischen Versorgung gibt es Verbesserungen. Foto: dpa

Mit der Reform des Asylrechts, dem „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“, geht eine Verbesserung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen einher.

Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen sind künftig verpflichtet, befristet und speziell für die Behandlung von Flüchtlingen, die Folter, Vergewaltigung oder schwere psychische, physische oder sexuelle Gewalt erlitten haben, Psychotherapeuten und Ärzte zu ermächtigen. Die neue Regelung greift jedoch erst, wenn ein Flüchtling nach 15 Monaten Aufenthaltsdauer wie ein Versicherter der gesetzlichen Krankenversicherung behandelt wird. Vorher gelten weiterhin die eingeschränkten medizinischen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Darin aufgenommen wurde aber ein verbesserter Impfschutz.

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Ebenso sieht das Gesetz vor, dass Bundesländer eine elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge einführen können. Darüber hinaus wird es ermöglicht, dass asylsuchende Ärzte als Unterstützung und unter Aufsicht eines approbierten Arztes in die Versorgung einbezogen werden – allerdings nur, wenn es in Aufnahmeinrichtungen nicht genügend Ärzte gibt. pb/bee

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