ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2015Ernährungsberatung: Fragen über Fragen
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Das ist doch nicht zu fassen; eine völlig nebenwirkungsfreie Therapie wird wegen mangelnder Datenlage nach einem 15 Jahre dauernden Bewertungsprozess den betroffenen Patienten verwehrt, und das obwohl bei so vielen Erkrankungen, die in diesem Artikel sehr gut aufgeführt sind, die Ernährungsumstellung an erster Stelle steht. Interessant ist diesbezüglich dazu auch die Grafik des Artikels „Ostdeutsche leben heute gesünder“, DÄ 33–34/2015, in welcher eine so gravierende Zunahme der Adipositas zwischen 2005 und 2013 verdeutlicht wird, dass man sich wirklich die Frage stellen muss, ob der G-BA zu einem klaren Denken noch in der Lage ist.

Wie sollen denn bitte die betroffenen Patienten die Ernährungsumstellung mit therapeutischem Effekt ganz allein hinbekommen? Auch gibt es immer wieder Daten mit Hinweisen auf den Zusammenhang zwischen Intelligenzgrad und Adipositas. Diese Menschen brauchen doch wirklich eine Anleitung. Die operative Magenverkleinerung als eine viel invasivere Therapie wird doch auch bezahlt. Also für mich wirft das Fragen über Fragen auf, auch was unsere ganze Nahrungsmittelindustrie betrifft, und dass wir als Ärzte so gar keinen Einfluss darauf haben, das ist extrem bedauerlich. Großen Dank an die Autoren für den so wirklich guten Artikel.

Dr. med. Kathrin Uhlig, 01187 Dresden

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