ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2015Praxismarketing: Arzt-Websites unter der Lupe

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Praxismarketing: Arzt-Websites unter der Lupe

Krüger-Brand, Heike E.

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Soll der Internet-Auftritt der Patientengewinnung und -bindung dienen, muss sie von möglichst vielen Patienten gelesen werden und ansprechend gestaltet sein. Das ist jedoch bei vielen Praxis-Websites nicht der Fall. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenreport „Praxismarketing im Internet: Arzt-Webseiten auf dem Prüfstand“ der Agentur Reif & Kollegen. Danach schöpfen nur 48 Prozent der 120 Websites, die für die Studie untersucht wurden, die Möglichkeiten des Online-Praxismarketings optimal aus.

Umfragen belegen, dass sich immer mehr Patienten über Gesundheitsthemen im Internet informieren und auch dort nach geeigneten Ärzten suchen. Viele Praxis-Webseiten entsprechen diesem Informationsbedarf aber nur unzureichend: Zwar verfügten 53 Prozent der untersuchten Homepages über genügend Inhalte, aber 62 Prozent seien qualitativ nicht überzeugend, urteilt die Studie. Ähnlich zwiespältig sei die Nutzerfreundlichkeit: Bei 87 Prozent der Websites falle die Kontaktaufnahme leicht, weil die Kontaktdaten der Praxis schnell zu finden seien, bei 78 Prozent hingegen fehle die Suchfunktion, die es Patienten erleichtere, schnell Informationen zu finden.

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Auch unter technischen Aspekten besteht dem Report zufolge Nachholbedarf: Rund 62 Prozent der Websites sind zu langsam und nur schlecht auf mobilen Endgeräten wie etwa iPhones lesbar. Zudem muss die Seite bei Google gut zu finden sein. So lässt sich die Sichtbarkeit einer Homepage etwa durch Verweise anderer Websites und einen speziellen Seitentitel, der in der Suchergebnisliste erscheint, erhöhen – zwei Faktoren, die zur Suchmaschinenoptimierung der Online-Präsenz beitragen, auf Arzt-Websites jedoch häufig nur unzureichend umgesetzt sind. Laut Branchenreport haben 73 Prozent der Seiten keinen guten Titel und 41 Prozent haben Links von minderwertigen Websites, die die eigene Reputation nicht fördern.

Die Analyse ergab zudem, dass der Internet-Auftritt plastischer Chirurgen, die sehr auf Selbstzahler angewiesen sind, besser ist als die untersuchten Websites etwa von Orthopäden, Hausärzten und Frauenärzten (Infos: www.reif-kollegen.de/praxis-marketing-muenchen/brachenreport-praxismarketing). KBr

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