ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 4/2015Änderungen beim Formular zur Arbeitsunfähigkeit

SUPPLEMENT: PRAXiS

Änderungen beim Formular zur Arbeitsunfähigkeit

Dtsch Arztebl 2015; 112(45): [2]

EB

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Foto: Fotolia/fotogestoeber
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  • Für Krankschreibungen gibt es ab 2016 nur noch ein Formular. Das bisherige Formular zum Bezug von Krankengeld fällt dann weg. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Der sogenannte Auszahlschein für Krankengeld (Muster 17) wird zum 1. Januar 2016 in die klassische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (Muster 1) integriert. Auf dem neuen Muster 1 bescheinigen Vertragsärzte dann sowohl eine Arbeitsunfähigkeit (AU) während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber als auch während der Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse.

Außerdem erhalten Patienten künftig einen Durchschlag der Krankschreibung. Dieser enthält den Hinweis, dass für den Bezug von Krankengeld ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich ist. Die AU-Bescheinigung wird dafür um einen Durchschlag erweitert. Bislang erhalten nur die Krankenkasse und der Arbeitgeber eine Kopie. Auf dem Patienten-Durchschlag der AU-Bescheinigung steht deshalb ab 2016 folgender Hinweis: „Achten Sie bei Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit auf einen lückenlosen Nachweis. Hierfür stellen Sie sich bitte spätestens an dem Werktag, der auf den letzten Tag der aktuellen AU-Bescheinigung folgt, bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vor. Bei verspäteter Vorlage der Bescheinigung bei der Krankenkasse oder lückenhaftem Nachweis der AU droht Krankengeldverlust.“ Der Hinweis berücksichtigt damit die Änderungen des Versorgungsstärkungsgesetzes, wonach die AU-Bescheinigung künftig ab dem Tag der Ausstellung und nicht mehr wie bisher erst ab dem Folgetag gilt.

Das neue Formular soll die Arbeit in den Praxen erleichtern und der Vielzahl kassenindividuell ausgestalteter Auszahlscheine für Krankengeld ein Ende bereiten. Hinzu kommt, dass viele Ärzte bisher im Krankengeldfall parallel zu Muster 17 auch Muster 1 ausstellen, weil die Patienten eine Bescheinigung für ihren Arbeitgeber brauchen. Durch die neue Lösung entfällt die doppelte Dokumentation ebenso wie das handschriftliche Ausfüllen des Auszahlscheins, der wegen seiner kassenindividuellen Ausgestaltung häufig nicht im Praxisverwaltungssystem hinterlegt war. EB

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