ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2015Psychodynamische Verfahren: Kombination von Einzel- und Gruppentherapie jetzt möglich

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Psychodynamische Verfahren: Kombination von Einzel- und Gruppentherapie jetzt möglich

Hillienhof, Arne

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Ab sofort können Einzel- und Gruppentherapie in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der der analytischen Psychotherapie kombiniert werden. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit Bezug auf den entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) hin. Bisher war eine solche Kombination nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Gruppentherapie zu fördern, war ein Ziel des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes. Foto: picture alliance
Die Gruppentherapie zu fördern, war ein Ziel des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes. Foto: picture alliance

Der Beschluss sieht Änderungen in § 19 sowie in § 23 b Absatz 1
der Psychotherapie-Richtlinie vor. Demnach können die psychoanalytisch begründeten Verfahren – ebenso wie die Verhaltenstherapie – nun wahlweise jeweils als Einzelbehandlung, als Gruppenbehandlung oder in Kombination durchgeführt werden.

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„Einigen sich Therapeut und Patient auf eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie, ist hierfür ein Gesamtbehandlungsplan zu erstellen“, informiert die KBV. Werde ein Patient gleichzeitig von verschiedenen Therapeuten behandelt, müssen diese ihre jeweiligen Behandlungspläne mitein-ander abstimmen und sich gegenseitig über den Behandlungsverlauf informieren.

Expertenbefragungen und die Auswertung wissenschaftlicher Studien hatten ergeben, dass eine Kombination der Therapien positive Effekte haben kann. In vier Jahren will der G-BA die Auswirkungen der neuen Regelung untersuchen. Dann soll sich zeigen, ob Gruppentherapien durch die Flexibilisierung häufiger in Anspruch genommen werden. hil

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