ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2015Arzthonorar: Kassen publizieren Studie zum Orientierungswert

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Arzthonorar: Kassen publizieren Studie zum Orientierungswert

Dtsch Arztebl 2015; 112(47): A-1963 / B-1623 / C-1575

Beerheide, Rebecca

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Die Studie zu den Arzthonoraren wurde von den Krankenkassen in Auftrag gegeben. Foto: picture alliance
Die Studie zu den Arzthonoraren wurde von den Krankenkassen in Auftrag gegeben.
Foto: picture alliance

In der Diskussion um die Frage, wie sich die Honorare für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten entwickeln können, hat der GKV-Spitzenverband nun ein Gutachten der Schweizer Beratungsfirma Prognos auf seiner Webseite veröffentlicht. Dessen Ergebnisse waren bereits Streitthema zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Kassen im Erweiterten Bewertungsausschuss im Sommer diesen Jahres. Das Prognos-Gutachten soll Argumente dafür liefern, ob der Orientierungswert jährlich nur um die Veränderungen der Praxiskosten oder auch um die Erhöhung der Vergütung der ärztlichen Arbeitsleistung angepasst werden muss. Laut der Analyse stiegen 2013 und 2014 die Einnahmen in den Praxen stärker als die Aufwendungen. Für die Berechnung des Orientierungswertes dürfe allerdings kein weiteres Referenzeinkommen herangezogen werden.

Kritik an der Studie äußerten die Wissenschaftler des Zentralinstitutes für die Kassenärztliche Versorgung (Zi). Die Studie liefere „keine schlüssige Argumentation gegen eine Anpassung des Arztlohns im Rahmen der Weiterentwicklung des Orientierungswerts“. Außerdem werden nach Angaben des Zi die Betrachtungen zur Wettbewerbsfähigkeit und zum Investitionsstau in Praxen kaum berücksichtigt.

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Die Prognos-Studie und die Zi-Stellungnahme im Internet: www.aerzteblatt.de/1963a bee

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