ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2015Heinz-Peter Schmiedebach: Erste Professur für Medical Humanities

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Heinz-Peter Schmiedebach: Erste Professur für Medical Humanities

Gerst, Thomas

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Heinz-Peter Schmiedebach, Foto: privat
Heinz-Peter Schmiedebach,
Foto: privat

An der Charité in Berlin wurde zum Wintersemester 2015/16 die bundesweit erste Professur für Medical Humanities eingerichtet. Die zweijährige Stiftungsgastprofessur ist Teil des Projekts „GeDenkOrt.Charite – Wissenschaft in Verantwortung“ und wird von der Friede-Springer-Stiftung unterstützt. Prof. Dr. med. Heinz-Peter Schmiedebach (63), Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, übernimmt die Professur. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Medizingeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, die Psychiatriegeschichte sowie die Medizinethik.

Das Konzept von Medical Humanities geht davon aus, dass die Medizin auch von sozialen und kulturellen Komponenten bestimmt ist. Daher benötigten angehende Ärzte auch Kompetenzen, die über die humanbiologischen Kernfächer hinausgehen, um ihrer praktischen Aufgabe in problembewusster und verantwortungsvoller Weise gerecht zu werden. „Uns geht es um eine sinnreiche und notwendige Ergänzung des Curriculums durch die Möglichkeit, kulturwissenschaftliche Themen der Medizin zu erörtern. Dabei öffnen wir die Perspektive der angehenden Ärzte für Disziplinen wie Philosophie, Geschichte, Literatur oder auch die Bildenden und Darstellenden Künste“, erläutert Schmiedebach die Ausrichtung der neuen Professur.

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Thematisiert würden dabei etwa die Arzt-Patienten-Beziehung oder das Erleben und Bewältigen von Krankheit in unterschiedlichen Kulturen. Ziel sei es, weitere humane und moralische Ressourcen für die Medizin zu erschließen. Thomas Gerst

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