ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2015Arnulf Lehmköster: Unermüdliche Hilfe zur Selbsthilfe

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Arnulf Lehmköster: Unermüdliche Hilfe zur Selbsthilfe

Hibbeler, Birgit

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Arnulf Lehmköster, Klinikum Westmünsterland
Arnulf Lehmköster, Klinikum Westmünsterland

Dr. med. Arnulf Lehmköster (64) sitzt auf gepackten Koffern – mal wieder. In wenigen Tagen geht es nach Ruanda. Der plastische Chirurg aus Vreden im Münsterland wird dort für den Verein Interplast Germany (www.interplast-germany.de) tätig sein. Es ist sein 40. Einsatz und der zwölfte in Ruanda. Vor allem Verbrennungen und deren Folgen, Osteomyelitiden und chronische Wunden wird er operieren.

Murunda heißt der Ort, in dem er arbeiten wird. Ein kleiner Ort, dessen District-Krankenhaus aber ein großes Einzugsgebiet hat und rund 200 000 Einwohner versorgt. Wichtig ist es Lehmköster, dass die Hilfe, die er leistet, nachhaltig ist. „Ich operiere nur, wenn ein einheimischer Arzt und eine OP-Schwester dabei sind“, sagt er. Es gehe darum, die Fachkräfte vor Ort weiter zu schulen. Diese begegneten ihm oft mit Demut und sprächen ihn zum Beispiel mit leiser Stimme an. Für Lehmköster nicht akzeptabel. „Dann spiel ich den alten Opa und sage, sie müssen lauter sprechen“, erzählt er.

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Lehmköster will dauerhaft etwas verändern. Am District-Krankenhaus in Murunda ist es ihm mit Hilfe deutscher Spender gelungen, den Bau eines neuen OP-Gebäudes zu ermöglichen, das im nächsten Jahr eröffnet wird.

Für seine Verdienste ist Lehmköster kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement hat er die plastische Chirurgie am Krankenhaus in Vreden aufgebaut. Bevor er in den Ruhestand trat, war er mehr als 25 Jahre Chefarzt. Birgit Hibbeler

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