ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2015Fenestrierte und gebranchte Aortenstentgrafts
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Die Inzidenz von Bauchaortenaneurysmen und thorakalen Aortenaneurysmen beträgt 40 beziehungsweise 10–15 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner/Jahr. Zur Therapie wurden fenestrierte (fEVAR) und gebranchte (bEVAR) Stentgraft-Prothesen für abdominale juxtarenale und thorakoabdominale Aneurysmen entwickelt. Hier sollen Offenheitsraten und Komplikationen von fEVAR/bEVAR-Prozeduren untersucht und mit den Ergebnissen der offenen Chirurgie verglichen werden.

Methoden: Diese Übersicht basiert auf einer selektiven Literaturrecherche nach Publikationen, die im Zeitraum von 2011 bis 2014 erschienen sind, und stellt die klinischen Ergebnisse von Fallserien mit insgesamt über 1 500 Patienten vor. Es wurden sowohl allgemeine Empfehlungen als auch eigene Erfahrungen berücksichtigt.

Ergebnisse: Es gibt keine randomisierten Studien, in denen die offene Chirurgie mit Stentgraft-Prothesen verglichen wird. Insgesamt wurden 7 Serien mit 1 270 fEVAR- und 5 Serien mit 408 bEVAR-Patienten identifiziert. Die perioperative Letalität nach fEVAR betrug 0–4 %. Eine spinale Ischämie ereignete sich in 1 % der Fälle. Die Offenheitsrate der Stents in viszeralen Gefäßen lag zwischen 93 und 98 %. Die bEVAR-Prozeduren waren mit einem höheren Risiko assoziiert: Die perioperative Letalität betrug 4–7 %, die spinale Ischämie 4–13 %. Bei 5–8 % aller Patienten war perioperativ eine Dialyse indiziert. Die Offenheitsrate der Stents in viszeralen Gefäßen lag bei 94–97 %. Eine präoperative Niereninsuffizienz erhöhte die periinterventionelle Letalität. Die eingeschränkte Nierenfunktion nach fEVAR/bEVAR-Prozeduren steht hauptsächlich mit der intermittierenden Beinischämie im Zusammenhang.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse nach fEVAR/bEVAR-Prozeduren der letzten 5 Jahre sind vergleichbar mit den Resultaten der offenen Chirurgie. Die hohe Inzidenz der spinalen Ischämie ist weiterhin ein schwerwiegendes Problem der endovaskulären Therapie thorakoabdominaler Aortenaneurysmen. Ob eine Stentgraft-Prothese eingesetzt oder ob offen chirurgisch behandelt wird, sollte im Gefäßkolloquium entschieden werden.

LNSLNS

Herz- und Gefäßchirurgie, Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen: Dr. med. Rylski, PD Dr. med. Czerny, PD Dr. med. Südkamp, Prof. Dr. med. Siepe, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Beyersdorf
Abteilung Röntgendiagnostik, Universitätsklinikum Freiburg: Dr. med. Russe

Die Anatomie der Aorta ändert sich im Laufe des Lebens. In den ersten 15 Jahren nehmen Durchmesser und Länge relativ rasch zu. Im Erwachsenenalter wächst die Aorta weiter, der Durchmesser der Aorta ascendens ist bei 70-Jährigen um 20–30 % größer als bei 20-Jährigen (1). Ein sehr rasches – in der Regel segmentales – Wachstum der Aorta verursacht ein Aneurysma.

75 % aller Aneurysmen sind in der abdominalen Aorta lokalisiert. Die Inzidenz des Bauchaortenaneurysmas (Durchmesser > 3,0 cm) liegt bei 40 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner/Jahr. Männer sind 6-mal häufiger betroffen als Frauen (24). Interventionsbedarf (Aneurysmadurchmesser > 5,0 cm) besteht bei 10 % der Patienten mit diagnostiziertem Bauchaortenaneurysma (3). Bis zu 55 % davon weisen ein Aneurysma auf, dessen Anatomie nicht für konventionelle Rohr- oder Y-Stentgraft-Prothesen geeignet ist (5).

Die Inzidenz thorakaler Aneurysmen liegt bei 10–15 pro 100 000 Einwohner/Jahr (6, 7), Männer sind 1,8-mal häufiger betroffen als Frauen. Populationsstudien zur Häufigkeit der thorakoabdominalen Aneurysmen sind bis heute nicht vorhanden.

Die Aortenpathologien können offen chirurgisch oder endovaskulär angegangen werden. Einer der entscheidenden Vorteile der endovaskulären Therapie ist der minimal-invasive Zugang mit relativ geringer Belastung für das Herz-Kreislauf-System und – daraus resultierend – einer niedrigen perioperativen Letalität. Die Sterblichkeitsrate betrug 1,2 % für die endovaskuläre versus 4,8 % für die offen chirurgische Therapie des Bauchaortenaneurysmas bei insgesamt 22 830 Patienten (8, 9).

Nicht jede Aortenpathologie eignet sich für thorakale Rohr-Stentgraft-Prothesen oder infrarenale Y-Stentgrafts. Bei Patienten mit juxtarenalen oder thorakoabdominalen Aneurysmen fehlt die proximale oder distale Verankerungszone (Landezone) für die sichere Einlage der gängigen aortalen Rohr- und Y-Stentgrafts. Diese Patienten werden dann oft offen chirurgisch behandelt. Relativ junge und ansonsten gesunde Patienten erholen sich nach einem offenen thorakalen, thorakoabdominalen oder abdominalen Eingriff verhältnismäßig rasch. Patienten mit Gefäßkrankheiten weisen jedoch in der Regel ein fortgeschrittenes Alter auf und haben nicht selten zahlreiche Nebenerkrankungen. Eine der endovaskulären Behandlungsoptionen bei diesen Patienten ist die Chimney-Technik. Chimney-Grafts werden in die viszeralen Gefäße freigesetzt, so dass deren aortale Teile parallel zum aortalen Stentgraft in der Aorta liegen. Diese Technik ist allerdings durch das erhöhte Risiko einer Undichtigkeit zwischen dem Chimney-Stentgraft, dem aortalen Stentgraft und der Aorta limitiert (10, 11).

Die weltweit erste Stentgraft-Implantation in die thorakale Aorta führte Volodos 1987 (12) durch, in Deutschland – unter anderem in Freiburg (13) – wurden die ersten Implantationen im Jahr 1995 vorgenommen. Seither haben sich die Stentgrafts, die prä- und intraoperativen Diagnostika, die endovaskulären Instrumente und Kathetertechniken sowie viele andere Hilfsmethoden rasant weiterentwickelt. Die präoperative Diagnostik mit hochauflösender Computertomographie, die 3-dimensionale Rekonstruktion der Aorta, die präoperative Simulation der intraoperativen angiographischen Darstellung, die Möglichkeit der Behandlung in Hybrid-Operationssälen sowie gedruckte 3-D-Modelle der Aorta helfen bei der Planung der Intervention und gehören heute zum Standard. Eine hydrophile Beschichtung und ein reduzierter Durchmesser der Einführschleusen erlauben den Zugang auch über deutlich verkalkte Gefäße. Die erste fenestrierte Prothese (fEVAR) wurde 1996 von Park implantiert (14). Die fenestrierten (Grafik a, Abbildung) und gebranchten Stentgrafts (bEVAR) (Grafik b) wurden für Patienten mit juxta- oder perirenalen sowie thorakoabdominalen Aneurysmen entwickelt. Im Jahre 2015 lassen sich bis auf die Aortenwurzel und die proximale Aorta ascendens alle aortalen Segmente mit standardisierten Stentgrafts endovaskulär therapieren.

Abbildung: Behandlung eines juxtarenalen Bauchaortenaneurysmas mit einer fenestrierten Stentgraft-Prothese
Abbildung
Abbildung: Behandlung eines juxtarenalen Bauchaortenaneurysmas mit einer fenestrierten Stentgraft-Prothese
Stentgraft-Prothesen
Grafik
Stentgraft-Prothesen

Methode

Diese Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche nach Publikationen, die im Zeitraum vom Januar 2011 bis Dezember 2014 erschienen sind. Gesucht wurde in den Datenbanken Medline, Google Scholar, ScienceDirect und SpringerLink. Dabei wurden verschiedene Suchbegriffe alternativ verwendet: „thoracic aortic aneurysm“, „abdominal aortic aneurysm“, „fenestrated endovascular aortic repair“ oder „branched endovascular aortic repair“. Die elektronischen Literaturverzeichnisse folgender herz- und gefäßchirurgischer Zeitschriften wurden nach diesen Begriffen durchsucht: Circulation, European Journal of Cardiothoracic Surgery, Journal of Vascular Surgery, Seminars in Vascular Surgery, European Journal of Vascular and Endovascular Surgery, Interactive CardioVascular and Thoracic Surgery, Journal of Endovascular Therapy, Journal of Endovascular Surgery.

Ergebnisse

fEVAR-Prozedur

Seit der ersten Implantation einer fenestrierten Prothese 1996 (14) wurden in der Literatur zahlreiche Serien von fEVAR-Patienten beschrieben. In der ersten, im Jahr 2001 erschienenen Publikation über 13 Patienten berichteten die Autoren über Fixierung der Hauptprothese in den viszeralen Gefäßen mittels Palmaz-Stents (Ballon-expandierbare Stents mit großer Radialkraft) (15). Heute werden die Fenster mit dem entsprechenden Viszeralgefäß in der Regel durch gecoverte Stents (Stents mit bedeckten Stentmaschen) verbunden, um das Risiko eines Endoleaks zu reduzieren. Die Ergebnisse der aktuellen fEVAR-Studien sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Eine Gegenüberstellung der Studien mit einem Vergleich der verschiedenen fEVAR-Produkte oder der unterschiedlichen Strategien der fEVAR-Prozeduren ist zurzeit nicht möglich. Gründe dafür sind die große Variabilität des Risikoprofils der Patienten, die unterschiedliche Expertise der Aortenzentren auf dem Gebiet der fenestrierten Prothesen und die immer noch relativ kleinen Patientenzahlen.

Ergebnisse nach Implantation fenestrierter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Tabelle 1
Ergebnisse nach Implantation fenestrierter Stentgraft-Prothesen in der Aorta

Perioperative Letalität – In den fEVAR-Studien der letzten 5 Jahre wurde über eine perioperative Letalität zwischen 0 und 4 % berichtet (1622). Verursacht war sie meist durch einen Herzinfarkt oder intraoperative technische Komplikationen, wie zum Beispiel Ruptur der Zugangsgefäße, Aneurysmaruptur, Verletzung der Nierenarterie oder Verschluss der Arteria mesenterica superior (21). Die kumulative perioperative Letalität in den oben genannten Studien betrug 2 %.

bEVAR-Prozedur

In der Literatur sind nur wenige Patientenserien mit gebranchten Stentgraft-Prothesen vorhanden (Tabelle 2). Die bislang größten Erfahrungen wurden von Reilly 2012 (23) und von Kasprzak 2014 (24) beschrieben. Reilly et al. berichteten bei einer Gruppe von 81 Patienten über 4 % perioperative Letalität, 4 % spinale Ischämie, 5 % perioperative Dialyse und 95 % Offenheitsrate der Stents in viszeralen Gefäßen (23). Kasprzak et al. beobachteten bei insgesamt 83 Patienten eine perioperative Letalität von 7 %, eine permanente spinale Ischämie von 13%, eine perioperative Dialyse von 8 % und eine Offenheitsrate der Stents von 97 % (24). Die Ergebnisse der beiden Untersuchungen sind gut mit Serien der offen operierten Patienten vergleichbar.

Ergebnisse nach der Implantation gebranchter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Tabelle 2
Ergebnisse nach der Implantation gebranchter Stentgraft-Prothesen in der Aorta

Spinale Ischämie nach fEVAR/bEVAR-Prozedur

Die Paraplegie nach Implantation der fenestrierten Stentgraft-Prothesen kann aufgrund des reduzierten Perfusionsdrucks im kollateralen arteriellen Netzwerk des Rückenmarks entstehen. Das Risiko einer spinalen Ischämie steigt mit der Zahl der überstenteten Spinalarterien sowie bei verschlossener Arteria iliaca interna, bei Voroperation an der thorakalen Aorta descendens und bei verschlossener Arteria subclavia (25). Paraplegie nach endovaskulärer Ausschaltung der juxta- und perirenalen Aortenaneurysmen trat mit einer durchschnittlichen Inzidenzrate von 1–2 % auf (17, 19, 22). Die endovaskuläre Therapie der thorakoabdominalen Aneurysmen ist mit einem deutlich höheren Risiko der spinalen Ischämie assoziiert, die in den meisten Untersuchungen zwischen 4 und 13 % lag (23, 24, 26, 27).

Niereninsuffizienz nach fEVAR/bEVAR-Prozedur

Die Nierenfunktion kann sich nach einer Implantation fenestrierter oder gebranchter Prothesen deutlich verschlechtern. Zu den potenziellen Ursachen gehört neben der Kontrastmittelexposition in erster Linie die Ischämie der unteren Extremitäten. Die relativ großen Schleusen verhindern während der Operation den Fluss in die Arteriae iliacae externae und nicht selten auch in die Arteriae iliacae internae. Das kann zur Beinischämie mit Anstieg des Kreatinkinasespiegels führen und in einer Schädigung der Nierenfunktion resultieren. Auch eine Überstentung der Nierenarterien, eine Dissektion der Nierenarterien durch die Drahtmanipulation, eine Verletzung des Nierenparenchyms sowie ein Verschluss oder eine Stenose der Nierenarterienstents können eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach sich ziehen. In einem Review aus dem Jahr 2009 wurde ein Anstieg der Kreatininwerte im Blut um über 30 % bei 15 % der fEVAR-Patienten gemessen (28). Eine Studie aus Birmingham, in der die Werte von Cystatin C und Kreatinin gemessen wurden, zeigte, dass die Nierendysfunktion nach endovaskulären Eingriffen deutlich unterschätzt wird und bis zu 12 Monate nach der Intervention relevant sein kann (29). Eine präoperativ bestehende Niereninsuffizienz erhöht das Risiko für eine periinterventionelle Letalität um das 8-fache (30).

In den frühen Jahren der fEVAR-Technologie wurden die Fenestrierungen über die Nierenarterien nicht immer mit Stents verlängert. Heute wird die Stentung der Nierenarterienfenster empfohlen, um das Risiko der Malperfusion der Nieren aufgrund einer Dislokation des Hauptkörpers zu reduzieren (2).

Offenheitsrate der Stents in den viszeralen Gefäßen
nach fEVAR/bEVAR-Prozedur

Die Offenheitsrate der in die Fenestrierungen implantierten Stents liegt in den Studien mit kurzer (bis 1 Jahr) und mittelfristiger (bis 5 Jahre) Nachbeobachtungszeit zwischen 93 und 98 % (16, 17, 19, 20, 23, 24, 31, 32). Um das Risiko einer Stenose sowie eines Endoleaks Typ III (Endoleak aufgrund eines Prothesendefektes) zu reduzieren, werden die Fenestrierungen zurzeit mit gecoverten Stents verlängert.

In einem Bericht aus der Cleveland Clinic über 650 Patienten mit fenestrierten und gebranchten Stentgraft-Prothesen und 3 Jahren mittlerem Follow-up lagen die Raten für die 30-Tage-, 1-Jahres- und 5-Jahres-Freiheit von Viszeralstent-Reinterventionen bei 98 % (95-%-Konfidenzintervall: [96; 99]; 94 % [92–96] und 84 % [78; 90] (33). Es ergaben sich folgende Raten an Reinterventionen in den viszeralen Gefäßen: 0,6 % am Truncus coeliacus, 4 % an der Arteria mesenterica superior, 6 % an der Arteria renalis dextra und 5 % an der Arteria renalis sinistra. Drei Patienten (0,5 %) starben aufgrund von Komplikationen der in die viszeralen Gefäße implantierten Stents. In einer multivarianten Analyse konnten die Autoren keine Risikofaktoren für Reinterventionen an den Stents in den viszeralen Gefäßen feststellen (23). In einer Arbeit aus Münster mit 150 fEVAR- und bEVAR-Patienten (523 Zielgefäße, 1,2 Jahre mittleres Follow-up) waren nach der Implantation 2 % der Stents in den viszeralen Gefäßen verschlossen und 4 % benötigten Reinterventionen. Als einziger Risikofaktor für Komplikationen ließ sich die Implantation gebranchter Stentgraft-Prothesen identifizieren (34).

Diskussion

Aufbau eines fEVAR/bEVAR-Programms

Der erfolgreiche Aufbau eines fEVAR/bEVAR-Programms hängt von vielen Faktoren ab. Eine fortgeschrittene gefäßchirurgische und interventionelle Expertise ist wichtig, um das Risiko eines Misserfolgs zu reduzieren. Die Prozeduren sollen nur in Zentren mit großer Erfahrung in der endovaskulären und offenen Aortenchirurgie durchgeführt werden. Der Start des fEVAR/bEVAR-Programms wird in der Regel von Produktspezialisten begleitet, die die Firmen zur Verfügung stellen. Die Herstellerfirmen bieten für die ersten Eingriffe auch die Hilfe eines Proctors an. Es ist ratsam, zunächst mit weniger komplexen Prozeduren (zum Beispiel Einsatz von 2-fach fenestrierten Prothesen) zu beginnen und die gebranchten Prothesen erst dann zu implantieren, wenn die fEVAR-Techniken beherrscht werden. Insbesondere bei komplexeren Interventionen ist es sinnvoll, das Risiko der Beinischämie, die durch Okklusion der Zugangsarterien mit großen Schleusen entsteht, mittels Shunts zu reduzieren (35, 36).

Die Planung der Therapie kann in einem multidisziplinären Team aus Gefäßchirurgen, Angiologen und Radiologen erfolgen (37). Die dreidimensionale Auswertung der CT-Bilder mittels Programmen wie zum Beispiel Aquarius iNtuition oder 3-Mensio gehört zum Standard und ist für die Planung der Prozeduren notwendig. Für die Implantation der Stentgraft-Prothesen am besten geeignet sind Hybrid-Operationssäle, die nicht nur über moderne Angiographieanlagen verfügen, sondern auch die Möglichkeit der Konversion in die offene Chirurgie bieten.

Aufgrund der Komplexität der fEVAR/bEVAR-Methodik und der spezifischen Komplikationen, die nach der Behandlung entstehen können, sollte die Nachsorge in der Klinik erfolgen, in der der Patient operiert wurde. Eine bildgebende Diagnostik ist regelmäßig notwendig; für eine vollständige Verlaufskontrolle ist es sinnvoll, diese immer im gleichen Zentrum durchzuführen.

Liegt das nächste Aortenzentrum weit vom Wohnsitz des Patienten entfernt oder ist ein Transport aus medizinischen Gründen problematisch, können die Nachkontrollen auch von einem niedergelassenen Arzt durchgeführt werden. In diesem Fall ist es jedoch wichtig, die Ergebnisse der bildgebenden Diagnostik den Mitarbeitern des Aortenzentrums jeweils mitzuteilen.

Die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten ist insbesondere bei der Behandlung der arteriellen Hypertonie und anderer Begleiterkrankungen wie Nikotinabusus, Niereninsuffizienz, Adipositas oder Diabetes mellitus wichtig, denn diese beeinflussen die Aortenpathologie.

Endovaskuläre versus
offen chirurgische Aortenbehandlung

Endovaskulär können alle Patienten behandelt werden, deren Aorta sich anatomisch für diese Behandlungsmethode eignet. Eine Ausnahme bilden Patienten, die an einer angeborenen Bindegewebsschwäche wie zum Beispiel Marfan-, Loeys-Dietz- oder Ehlers-Danlos- Syndrom leiden. Bei diesen Patienten ist die endovaskuläre Behandlung nur dann sinnvoll, wenn die Landungszonen für den Stentgraft bereits durch eine Gefäßprothese ersetzt wurden (38, 39).

Die Entscheidung, ob ein Patient endovaskulär oder offen chirurgisch behandelt wird, sollte immer individuell getroffen werden. Bei Patienten mit vielen Komorbiditäten und in fortgeschrittenem Alter ist die endovaskuläre Therapie zu favorisieren. Gleiches gilt für gedeckte Rupturen der Aorta sowie für traumatische Aortenrupturen (40). Junge, ansonsten gesunde Patienten profitieren dagegen von der offenen Chirurgie, da nachgewiesen wurde, dass die endovaskuläre Aortentherapie mit einer erhöhten Reinterventionsrate assoziiert ist (28). Auch für Patienten mit Niereninsuffizienz ist die offene Chirurgie vorteilhaft, ebenso für solche mit Kontrastmittelallergie. Letzteres hängt damit zusammen, dass die nach Stentgraft-Implantation notwendigen CT-Untersuchungen nach offener Chirurgie deutlich seltener durchgeführt werden müssen. Die regelmäßige Kontrastmittelexposition liegt damit bei diesem Behandlungskonzept deutlich niedriger.

Randomisierte Studien, die die offene Chirurgie mit fEVAR/bEVAR-Prozeduren vergleichen, sind nicht vorhanden, weil Langzeitergebnisse für fEVAR/bEVAR bisher fehlen und die Methodik aktuell nur bei Patienten mit hohem Risiko für die offene Chirurgie angewendet wird. Retrospektive Studien, die die beiden Therapieoptionen vergleichen, sind in Tabelle 3 zusammengefasst. Nach den Ergebnissen eines systematischen Reviews, in dem fEVAR-Studien mit offen chirurgischen Studien verglichen wurden, scheint der Vorteil der fEVAR-Methodik in einer niedrigeren perioperativen Letalität zu liegen (28), als Nachteile nennt derselbe Artikel die erhöhte Reinterventionsrate und die spätere Letalität (e1).

Ergebnisse der Studien über fEVAR/bEVAR-Prozeduren vs. offen chirurgische Therapie der Aorta
Tabelle 3
Ergebnisse der Studien über fEVAR/bEVAR-Prozeduren vs. offen chirurgische Therapie der Aorta

Resümee und Ausblick

Fenestrierte und gebranchte Prothesen sind eine Alternative für die offene Chirurgie und gehören bereits jetzt zur Standardtherapie, die zunehmend in den Aortenzentren angeboten wird. In den letzten 20 Jahren kam es zu einer rasanten Entwicklung der fEVAR/bEVAR-Technologie, deren Ergebnisse attraktiv sind und mit Resultaten der klassischen Chirurgie konkurrieren können. Weitere Fortschritte sind zu erwarten im Hinblick auf die hochauflösende, präoperative Bilddiagnostik, die bessere intraoperative Visualisierung ohne oder nur mit minimalem Einsatz von Röntgenstrahlung, das neue Design der Stentgraft-Prothesen und das entsprechende Einführbesteck sowie eventuell roboterunterstützte Implantationsprozeduren.

Die endovaskuläre Chirurgie bietet standardisierte Therapieoptionen für die gesamte Aorta, außer für die Aortenwurzel und die proximale Aorta ascendens. Der Aortenbogen kann bei guten Ergebnissen mit Chimney-Grafts behandelt werden (e2). Diese Grafts werden in supraaortalen Gefäßästen freigesetzt, liegen parallel mit dem aortalen Stentgraft im Aortenbogen und überragen diesen in das freie Aortenlumen. Alternativ wird für den Aortenbogen ein 2-fach nach innen gebranchter Stentgraft angewendet, der über supraaortale Äste mit zwei weiteren Stentgrafts verbunden wird (e3). Die Erfahrungen mit dieser Prothese sind jedoch sehr limitiert. Das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen arbeitet zusammen mit dem Hospital of the University of Pennsylvania in Philadelphia an einer neuen endovaskulären Prothese für die Aorta ascendens. Das neue Konzept sowie die ersten Ergebnisse der Planung des Produkts sind bereits publiziert (e4).

Interessenkonflikt
PD Dr. Südkamp erhielt Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung von der Firma Cook.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 19. 4. 2015, revidierte Fassung angenommen: 10. 8. 2015

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Bartosz Rylski
Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen
Herz- und Gefäßchirurgie
Hugstetter Straße 55, 79106 Freiburg
bartosz.rylski@universitaets-herzzentrum.de

Zitierweise
Rylski B, Czerny M, Südkamp M, Russe M, Siepe M, Beyersdorf F:
Fenestrated and branched aortic grafts—patency, perioperative mortality, and spinal ischemia.
Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 816–22.
DOI: 10.3238/arztebl.2015.0816

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial:
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4815 oder über QR-Code

1.
Rylski B, Desjardins B, Moser W, Bavaria JE, Milewski RK: Gender-related changes in aortic geometry throughout life.
Eur J Cardiothorac Surg 2014; 45: 805–11 MEDLINE CrossRef
2.
Lederle FA, Johnson GR, Wilson SE, et al.: Prevalence and associations of abdominal aortic aneurysm detected through screening. Aneurysm Detection and Management (ADAM) Veterans Affairs Cooperative Study Group. Ann Intern Med 1997; 126: 441–9 MEDLINE CrossRef
3.
Khashram M, Jones GT, Roake JA: Prevalence of abdominal aortic aneurysm (AAA) in a population undergoing computed tomography colonography in Canterbury, New Zealand. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.ejvs.2015.04.023
(Epub ahead of print) CrossRef
4.
Pleumeekers HJ, Hoes AW, van der Does E, et al.: Aneurysms of the abdominal aorta in older adults. The Rotterdam Study. Am J Epidemiol 1995; 142: 1291–9 MEDLINE
5.
EVAR trial participants: Endovascular aneurysm repair versus open repair in patients with abdominal aortic aneurysm (EVAR trial 1): randomised controlled trial. Lancet 2005; 365: 2179–86 CrossRef
6.
Olsson C, Thelin S, Ståhle E, Ekbom A, Granath F: Thoracic aortic aneurysm and dissection: increasing prevalence and improved outcomes reported in a nationwide population-based study of more than 14,000 cases from 1987 to 2002. Circulation 2006; 114: 2611–8 MEDLINE CrossRef
7.
Clouse WD, Hallett JW Jr, Schaff HV, et al.: Improved prognosis of thoracic aortic aneurysms: a population-based study. JAMA 1998; 280: 1926–9 MEDLINE CrossRef
8.
Rylski B, Blanke P, Siepe M, et al.: Results for high-risk endovascular procedures in patients with non-dissected thoracic aortic pathology: Intermediate Outcomes. Eur J Cardiothorac Surg 2013; 44: 156–62 MEDLINE CrossRef
9.
Schermerhorn ML, O’Malley AJ, Jhaveri A, Cotterill P, Pomposelli F, Landon BE: Endovascular vs. open repair of abdominal aortic aneurysms in the Medicare population. N Engl J Med 2008; 358: 464–74 MEDLINE CrossRef
10.
Bin Jabr A, Lindblad B, Dias N, Resch T, Malina M: Efficacy and durability of the chimney graft technique in urgent and complex thoracic endovascular aortic repair. J Vasc Surg 2015; 61: 886–94 MEDLINE CrossRef
11.
Filippi F, Ficarelli R, Tirotti C, Stella N, Taurino M: Emergent fully endovascular treatment of a free ruptured thoracoabdominal aneurysm. Ann Vasc Surg 2015; 29: 842.e9–13 MEDLINE CrossRef
12.
Volodos’ NL, Karpovich IP, Shekhanin VE, Troian VI, Iakovenko LF: A case of distant transfemoral endoprosthesis of the thoracic artery using a self-fixing synthetic prosthesis in traumatic aneurysm. Grudn Khir 1988; 6: 84–6 MEDLINE
13.
Blum U, Voshage G, Lammer J, et al.: Endoluminal stent-grafts for infrarenal abdominal aortic aneurysms. N Engl J Med 1997; 336: 13–20 MEDLINE CrossRef
14.
Park JH, Chung JW, Choo IW, et al.: Fenestrated stent-grafts for preserving visceral arterial branches in the treatment of abdominal aortic aneurysms: preliminary experience. J Vasc Interv Radiol 1996; 7: 819–23 CrossRef
15.
Anderson JL, Berce M, Hartley DE: Endoluminal aortic grafting with renal and superior mesenteric artery incorporation by graft fenestration. J Endovasc Ther 2001; 8: 3–15 CrossRef
16.
Tambyraja AL, Fishwick NG, Bown MJ, et al.: Fenestrated aortic endografts for juxtarenal aortic aneurysm: medium term outcomes. Eur J Vasc Endovasc Surg 2011; 42: 54–8 MEDLINE CrossRef
17.
British Society for Endovascular Therapy and the Global Collaborators on Advanced Stent-Graft Techniques for Aneurysm Repair (GLOBALSTAR) Registry: Early results of fenestrated endovascular repair of juxtarenal aortic aneurysms in the United Kingdom. Circulation 2012; 125: 2707–15 MEDLINE CrossRef
18.
Canavati R, Millen A, Brennan J, et al.: Comparison of fenestrated endovascular and open repair of abdominal aortic aneurysms not suitable for standard endovascular repair. J Vasc Surg 2013; 57: 362–7 MEDLINE CrossRef
19.
Vemuri C, Oderich GS, Lee JT, et al.: Postapproval outcomes of juxtarenal aortic aneurysms treated with the Zenith fenestrated endovascular graft. J Vasc Surg 2014; 60: 295–300 MEDLINE CrossRef
20.
Oderich GS, Greenberg RK, Farber M, et al.: Results of the United States multicenter prospective study evaluating the Zenith fenestrated endovascular graft for treatment of juxtarenal abdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2014; 60: 1420–8 MEDLINE CrossRef
21.
Sveinsson M, Sobocinski J, Resch T, et al.: Early versus late experience in fenestrated endovascular repair for abdominal aortic aneurysm. J Vasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.jvs.2014.11.007 (Epub ahead of print) CrossRef
22.
Glebova NO, Selvarajah S, Orion KC, et al.: Fenestrated endovascular repair of abdominal aortic aneurysms is associated with increased morbidity but comparable mortality with infrarenal endovascular aneurysm repair. J Vasc Surg 2015; 61: 604–10 MEDLINE CrossRef
23.
Reilly LM, Rapp JH, Grenon SM, Hiramoto JS, Sobel J, Chuter TA: Efficacy and durability of endovascular thoracoabdominal aortic aneurysm repair using the caudally directed cuff technique. J Vasc Surg 2012; 56: 53–63 MEDLINE CrossRef
24.
Kasprzak PM, Gallis K, Cucuruz B, Pfister K, Janotta M, Kopp R: Editor’s choice-Temporary aneurysm sac perfusion as an adjunct for prevention of spinal cord ischemia after branched endovascular repair of thoracoabdominal aneurysms.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 258–65 MEDLINE CrossRef
25.
Czerny M, Eggebrecht H, Sodeck G, et al.: Mechanisms of symptomatic spinal cord ischemia after TEVAR—insights from the European Registry of Endovascular Aortic Repair Complications (EuREC). J Endovasc Ther 2012; 19: 37–43 MEDLINE CrossRef
26.
Guillou M, Bianchini A, Sobocinski J, et al.: Endovascular treatment of thoracoabdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2012; 56: 65–73 MEDLINE CrossRef
27.
Verhoeven EL, Katsargyris A, Bekkema F, et al.: Editor’s choice – Ten-year experience with endovascular repair of thoracoabdominal aortic aneurysms: Results from 166 consecutive patients. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015; 49: 524–31 MEDLINE CrossRef
28.
Nordon IM, Hinchliffe RJ, Holt PJ, et al.: Modern treatment of juxtarenal abdominal aortic aneurysms with fenestrated endografting and open repair – a systematic review. Eur J Vasc Endovasc Surg 2009; 38: 35–41 MEDLINE CrossRef
29.
Abdelhamid MF, Davies RS, Vohra RK, Adam DJ, Bradbury AW: Assessment of renal function by means of cystatin C following standard and fenestrated endovascular aneurysm repair.
Ann Vasc Surg 2013; 27: 708–13 MEDLINE CrossRef
30.
Haddad F, Greenberg RK, Walker E, et al.: Fenestrated endovascular grafting: the renal side of the story. J Vasc Surg 2005; 41: 181–90 MEDLINE CrossRef
31.
Ferreira M, Lanziotti L, Cunha R, d’Utra G: Endovascular repair of thoracoabdominal aneurysms: results of the first 48 cases. Ann Cardiothorac Surg 2012; 1: 304–10 MEDLINE PubMed Central
32.
Oikonomou K, Kopp R, Katsargyris A, Pfister K, Verhoeven EL, Kasprzak P: Outcomes of fenestrated/branched endografting in post-dissection thoracoabdominal aortic aneurysms. Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 641–8 MEDLINE CrossRef
33.
Mastracci TM, Greenberg RK, Eagleton MJ, Hernandez AV: Durability of branches in branched and fenestrated endografts. J Vasc Surg 2013; 57: 926–33 MEDLINE CrossRef
34.
Panuccio G, Bisdas T, Berekoven B, Torsello G, Austermann M: Performance of bridging stent grafts in fenestrated and branched aortic endografting. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015; 50: 60–70 MEDLINE CrossRef
35.
Österberg K, Falkenberg M, Resch T: Endovascular technique for arterial shunting to prevent intraoperative ischemia.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 126–30 MEDLINE CrossRef
36.
Österberg K, Falkenberg M, Resch T: Endovascular technique for arterial shunting to prevent intraoperative ischemia.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 126–30 MEDLINE CrossRef
37.
Grabenwöger M, Alfonso F, Bachet J, et al.: Thoracic Endovascular Aortic Repair (TEVAR) for the treatment of aortic diseases:
a position statement from the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) and the European Society of Cardiology (ESC), in collaboration with the European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI).
Eur J Cardiothorac Surg 2012; 42: 17–24 MEDLINE CrossRef
38.
Nordon IM, Hinchliffe RJ, Holt PJ, et al.: Endovascular management of chronic aortic dissection in patients with Marfan syndrome. J Vasc Surg 2009; 50: 987–91 MEDLINE CrossRef
39.
Rylski B, Beyersdorf F, Desai ND, et al.: Distal aortic reintervention after surgery for acute DeBakey type I or II aortic dissection: open versus endovascular repair. Eur J Cardiothorac Surg 2015; 48: 258–63 MEDLINE CrossRef
40.
Erbel R, Aboyans V, Boileau C, et al.: 2014 ESC guidelines on the diagnosis and treatment of aortic diseases: document covering acute and chronic aortic diseases of the thoracic and abdominal aorta of the adult. The Task Force for the Diagnosis and Treatment of Aortic Diseases of the European Society of Cardiology (ESC). Eur Heart J 2014; 35: 2873–926.
e1.
Rao R, Lane TR, Franklin IJ, Davies AH: Open repair versus fenestrated endovascular aneurysm repair of juxtarenal aneurysms. J Vasc Surg 2015; 61: 242–55 MEDLINE CrossRef
e2.
Shahverdyan R, Gawenda M, Brunkwall J: Triple-barrel graft as a novel strategy to preserve supra-aortic branches in arch-TEVAR procedures: clinical study and systematic review. Eur J Vasc Endovasc Surg 2013; 45: 28–35 MEDLINE CrossRef
e3.
Haulon S, Greenberg RK, Spear R, et al.: Global experience with an inner branched arch endograft. J Thorac Cardiovasc Surg 2014; 148: 1709–16 MEDLINE CrossRef
e4.
Rylski B, Szeto WY, Bavaria JE, et al.: Development of a single endovascular device for aortic valve replacement and ascending aortic repair. J Card Surg 2014; 29: 371–6 MEDLINE CrossRef
e5.
Kitagawa A, Greenberg RK, Eagleton MJ, Mastracci TM, Roselli EE: Fenestrated and branched endovascular aortic repair for chronic type B aortic dissection with thoracoabdominal aneurysms. J Vasc Surg 2013; 58: 625–34 MEDLINE CrossRef
e6.
Shahverdyan R, Majd MP, Thul R, Braun N, Gawenda M,
Brunkwall J: F-EVAR does not impair renal function more than open surgery for juxtarenal aortic aneurysms: single centre results.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 0.1016/j.ejvs.2015.04.028 (Epub ahead of print).
e7.
Barillà D, Sobocinski J, Stilo F, Maurel B, Spinelli F, Haulon S: Juxtarenal aortic aneurysm with hostile neck anatomy: midterm results of minilaparotomy versus f-EVAR. Int Angiol 2014; 33: 466–73.
e8.
Chisci E, Kristmundsson T, de Donato G, et al.: The AAA with a challenging neck: outcome of open versus endovascular repair with standard and fenestrated stent-grafts. J Endovasc Ther 2009; 16: 137–46 MEDLINE CrossRef
e9.
Raux M, Patel VI, Cochennec F, et al.: A propensity-matched comparison of outcomes for fenestrated endovascular aneurysm repair and open surgical repair of complex abdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2014; 60: 858–63 MEDLINE CrossRef
e10.
Michel M, Becquemin JP, Clément MC, Marzelle J, Quelen C, Durand-Zaleski I: WINDOW trial participants. Thirty day outcomes and costs of fenestrated and branched stent grafts versus open repair for complex aortic aneurysms. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.ejvs.2015.04.012 (Epub ahead of print) CrossRef
e11.
Tsilimparis N, Perez S, Dayama A, Ricotta JJ 2nd: Endovascular repair with fenestrated-branched stent grafts improves 30-day outcomes for complex aortic aneurysms compared with open repair. Ann Vasc Surg 2013; 27: 267–73 MEDLINE CrossRef
Abbildung: Behandlung eines juxtarenalen Bauchaortenaneurysmas mit einer fenestrierten Stentgraft-Prothese
Abbildung
Abbildung: Behandlung eines juxtarenalen Bauchaortenaneurysmas mit einer fenestrierten Stentgraft-Prothese
Stentgraft-Prothesen
Grafik
Stentgraft-Prothesen
Ergebnisse nach Implantation fenestrierter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Tabelle 1
Ergebnisse nach Implantation fenestrierter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Ergebnisse nach der Implantation gebranchter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Tabelle 2
Ergebnisse nach der Implantation gebranchter Stentgraft-Prothesen in der Aorta
Ergebnisse der Studien über fEVAR/bEVAR-Prozeduren vs. offen chirurgische Therapie der Aorta
Tabelle 3
Ergebnisse der Studien über fEVAR/bEVAR-Prozeduren vs. offen chirurgische Therapie der Aorta
1.Rylski B, Desjardins B, Moser W, Bavaria JE, Milewski RK: Gender-related changes in aortic geometry throughout life.
Eur J Cardiothorac Surg 2014; 45: 805–11 MEDLINE CrossRef
2.Lederle FA, Johnson GR, Wilson SE, et al.: Prevalence and associations of abdominal aortic aneurysm detected through screening. Aneurysm Detection and Management (ADAM) Veterans Affairs Cooperative Study Group. Ann Intern Med 1997; 126: 441–9 MEDLINE CrossRef
3.Khashram M, Jones GT, Roake JA: Prevalence of abdominal aortic aneurysm (AAA) in a population undergoing computed tomography colonography in Canterbury, New Zealand. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.ejvs.2015.04.023
(Epub ahead of print) CrossRef
4.Pleumeekers HJ, Hoes AW, van der Does E, et al.: Aneurysms of the abdominal aorta in older adults. The Rotterdam Study. Am J Epidemiol 1995; 142: 1291–9 MEDLINE
5.EVAR trial participants: Endovascular aneurysm repair versus open repair in patients with abdominal aortic aneurysm (EVAR trial 1): randomised controlled trial. Lancet 2005; 365: 2179–86 CrossRef
6.Olsson C, Thelin S, Ståhle E, Ekbom A, Granath F: Thoracic aortic aneurysm and dissection: increasing prevalence and improved outcomes reported in a nationwide population-based study of more than 14,000 cases from 1987 to 2002. Circulation 2006; 114: 2611–8 MEDLINE CrossRef
7.Clouse WD, Hallett JW Jr, Schaff HV, et al.: Improved prognosis of thoracic aortic aneurysms: a population-based study. JAMA 1998; 280: 1926–9 MEDLINE CrossRef
8.Rylski B, Blanke P, Siepe M, et al.: Results for high-risk endovascular procedures in patients with non-dissected thoracic aortic pathology: Intermediate Outcomes. Eur J Cardiothorac Surg 2013; 44: 156–62 MEDLINE CrossRef
9.Schermerhorn ML, O’Malley AJ, Jhaveri A, Cotterill P, Pomposelli F, Landon BE: Endovascular vs. open repair of abdominal aortic aneurysms in the Medicare population. N Engl J Med 2008; 358: 464–74 MEDLINE CrossRef
10.Bin Jabr A, Lindblad B, Dias N, Resch T, Malina M: Efficacy and durability of the chimney graft technique in urgent and complex thoracic endovascular aortic repair. J Vasc Surg 2015; 61: 886–94 MEDLINE CrossRef
11.Filippi F, Ficarelli R, Tirotti C, Stella N, Taurino M: Emergent fully endovascular treatment of a free ruptured thoracoabdominal aneurysm. Ann Vasc Surg 2015; 29: 842.e9–13 MEDLINE CrossRef
12.Volodos’ NL, Karpovich IP, Shekhanin VE, Troian VI, Iakovenko LF: A case of distant transfemoral endoprosthesis of the thoracic artery using a self-fixing synthetic prosthesis in traumatic aneurysm. Grudn Khir 1988; 6: 84–6 MEDLINE
13.Blum U, Voshage G, Lammer J, et al.: Endoluminal stent-grafts for infrarenal abdominal aortic aneurysms. N Engl J Med 1997; 336: 13–20 MEDLINE CrossRef
14.Park JH, Chung JW, Choo IW, et al.: Fenestrated stent-grafts for preserving visceral arterial branches in the treatment of abdominal aortic aneurysms: preliminary experience. J Vasc Interv Radiol 1996; 7: 819–23 CrossRef
15.Anderson JL, Berce M, Hartley DE: Endoluminal aortic grafting with renal and superior mesenteric artery incorporation by graft fenestration. J Endovasc Ther 2001; 8: 3–15 CrossRef
16.Tambyraja AL, Fishwick NG, Bown MJ, et al.: Fenestrated aortic endografts for juxtarenal aortic aneurysm: medium term outcomes. Eur J Vasc Endovasc Surg 2011; 42: 54–8 MEDLINE CrossRef
17.British Society for Endovascular Therapy and the Global Collaborators on Advanced Stent-Graft Techniques for Aneurysm Repair (GLOBALSTAR) Registry: Early results of fenestrated endovascular repair of juxtarenal aortic aneurysms in the United Kingdom. Circulation 2012; 125: 2707–15 MEDLINE CrossRef
18.Canavati R, Millen A, Brennan J, et al.: Comparison of fenestrated endovascular and open repair of abdominal aortic aneurysms not suitable for standard endovascular repair. J Vasc Surg 2013; 57: 362–7 MEDLINE CrossRef
19.Vemuri C, Oderich GS, Lee JT, et al.: Postapproval outcomes of juxtarenal aortic aneurysms treated with the Zenith fenestrated endovascular graft. J Vasc Surg 2014; 60: 295–300 MEDLINE CrossRef
20.Oderich GS, Greenberg RK, Farber M, et al.: Results of the United States multicenter prospective study evaluating the Zenith fenestrated endovascular graft for treatment of juxtarenal abdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2014; 60: 1420–8 MEDLINE CrossRef
21.Sveinsson M, Sobocinski J, Resch T, et al.: Early versus late experience in fenestrated endovascular repair for abdominal aortic aneurysm. J Vasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.jvs.2014.11.007 (Epub ahead of print) CrossRef
22.Glebova NO, Selvarajah S, Orion KC, et al.: Fenestrated endovascular repair of abdominal aortic aneurysms is associated with increased morbidity but comparable mortality with infrarenal endovascular aneurysm repair. J Vasc Surg 2015; 61: 604–10 MEDLINE CrossRef
23.Reilly LM, Rapp JH, Grenon SM, Hiramoto JS, Sobel J, Chuter TA: Efficacy and durability of endovascular thoracoabdominal aortic aneurysm repair using the caudally directed cuff technique. J Vasc Surg 2012; 56: 53–63 MEDLINE CrossRef
24.Kasprzak PM, Gallis K, Cucuruz B, Pfister K, Janotta M, Kopp R: Editor’s choice-Temporary aneurysm sac perfusion as an adjunct for prevention of spinal cord ischemia after branched endovascular repair of thoracoabdominal aneurysms.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 258–65 MEDLINE CrossRef
25.Czerny M, Eggebrecht H, Sodeck G, et al.: Mechanisms of symptomatic spinal cord ischemia after TEVAR—insights from the European Registry of Endovascular Aortic Repair Complications (EuREC). J Endovasc Ther 2012; 19: 37–43 MEDLINE CrossRef
26.Guillou M, Bianchini A, Sobocinski J, et al.: Endovascular treatment of thoracoabdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2012; 56: 65–73 MEDLINE CrossRef
27.Verhoeven EL, Katsargyris A, Bekkema F, et al.: Editor’s choice – Ten-year experience with endovascular repair of thoracoabdominal aortic aneurysms: Results from 166 consecutive patients. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015; 49: 524–31 MEDLINE CrossRef
28.Nordon IM, Hinchliffe RJ, Holt PJ, et al.: Modern treatment of juxtarenal abdominal aortic aneurysms with fenestrated endografting and open repair – a systematic review. Eur J Vasc Endovasc Surg 2009; 38: 35–41 MEDLINE CrossRef
29.Abdelhamid MF, Davies RS, Vohra RK, Adam DJ, Bradbury AW: Assessment of renal function by means of cystatin C following standard and fenestrated endovascular aneurysm repair.
Ann Vasc Surg 2013; 27: 708–13 MEDLINE CrossRef
30.Haddad F, Greenberg RK, Walker E, et al.: Fenestrated endovascular grafting: the renal side of the story. J Vasc Surg 2005; 41: 181–90 MEDLINE CrossRef
31.Ferreira M, Lanziotti L, Cunha R, d’Utra G: Endovascular repair of thoracoabdominal aneurysms: results of the first 48 cases. Ann Cardiothorac Surg 2012; 1: 304–10 MEDLINE PubMed Central
32.Oikonomou K, Kopp R, Katsargyris A, Pfister K, Verhoeven EL, Kasprzak P: Outcomes of fenestrated/branched endografting in post-dissection thoracoabdominal aortic aneurysms. Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 641–8 MEDLINE CrossRef
33.Mastracci TM, Greenberg RK, Eagleton MJ, Hernandez AV: Durability of branches in branched and fenestrated endografts. J Vasc Surg 2013; 57: 926–33 MEDLINE CrossRef
34.Panuccio G, Bisdas T, Berekoven B, Torsello G, Austermann M: Performance of bridging stent grafts in fenestrated and branched aortic endografting. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015; 50: 60–70 MEDLINE CrossRef
35.Österberg K, Falkenberg M, Resch T: Endovascular technique for arterial shunting to prevent intraoperative ischemia.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 126–30 MEDLINE CrossRef
36.Österberg K, Falkenberg M, Resch T: Endovascular technique for arterial shunting to prevent intraoperative ischemia.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2014; 48: 126–30 MEDLINE CrossRef
37.Grabenwöger M, Alfonso F, Bachet J, et al.: Thoracic Endovascular Aortic Repair (TEVAR) for the treatment of aortic diseases:
a position statement from the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) and the European Society of Cardiology (ESC), in collaboration with the European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI).
Eur J Cardiothorac Surg 2012; 42: 17–24 MEDLINE CrossRef
38.Nordon IM, Hinchliffe RJ, Holt PJ, et al.: Endovascular management of chronic aortic dissection in patients with Marfan syndrome. J Vasc Surg 2009; 50: 987–91 MEDLINE CrossRef
39.Rylski B, Beyersdorf F, Desai ND, et al.: Distal aortic reintervention after surgery for acute DeBakey type I or II aortic dissection: open versus endovascular repair. Eur J Cardiothorac Surg 2015; 48: 258–63 MEDLINE CrossRef
40.Erbel R, Aboyans V, Boileau C, et al.: 2014 ESC guidelines on the diagnosis and treatment of aortic diseases: document covering acute and chronic aortic diseases of the thoracic and abdominal aorta of the adult. The Task Force for the Diagnosis and Treatment of Aortic Diseases of the European Society of Cardiology (ESC). Eur Heart J 2014; 35: 2873–926.
e1.Rao R, Lane TR, Franklin IJ, Davies AH: Open repair versus fenestrated endovascular aneurysm repair of juxtarenal aneurysms. J Vasc Surg 2015; 61: 242–55 MEDLINE CrossRef
e2.Shahverdyan R, Gawenda M, Brunkwall J: Triple-barrel graft as a novel strategy to preserve supra-aortic branches in arch-TEVAR procedures: clinical study and systematic review. Eur J Vasc Endovasc Surg 2013; 45: 28–35 MEDLINE CrossRef
e3.Haulon S, Greenberg RK, Spear R, et al.: Global experience with an inner branched arch endograft. J Thorac Cardiovasc Surg 2014; 148: 1709–16 MEDLINE CrossRef
e4.Rylski B, Szeto WY, Bavaria JE, et al.: Development of a single endovascular device for aortic valve replacement and ascending aortic repair. J Card Surg 2014; 29: 371–6 MEDLINE CrossRef
e5.Kitagawa A, Greenberg RK, Eagleton MJ, Mastracci TM, Roselli EE: Fenestrated and branched endovascular aortic repair for chronic type B aortic dissection with thoracoabdominal aneurysms. J Vasc Surg 2013; 58: 625–34 MEDLINE CrossRef
e6.Shahverdyan R, Majd MP, Thul R, Braun N, Gawenda M,
Brunkwall J: F-EVAR does not impair renal function more than open surgery for juxtarenal aortic aneurysms: single centre results.
Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 0.1016/j.ejvs.2015.04.028 (Epub ahead of print).
e7.Barillà D, Sobocinski J, Stilo F, Maurel B, Spinelli F, Haulon S: Juxtarenal aortic aneurysm with hostile neck anatomy: midterm results of minilaparotomy versus f-EVAR. Int Angiol 2014; 33: 466–73.
e8.Chisci E, Kristmundsson T, de Donato G, et al.: The AAA with a challenging neck: outcome of open versus endovascular repair with standard and fenestrated stent-grafts. J Endovasc Ther 2009; 16: 137–46 MEDLINE CrossRef
e9.Raux M, Patel VI, Cochennec F, et al.: A propensity-matched comparison of outcomes for fenestrated endovascular aneurysm repair and open surgical repair of complex abdominal aortic aneurysms. J Vasc Surg 2014; 60: 858–63 MEDLINE CrossRef
e10.Michel M, Becquemin JP, Clément MC, Marzelle J, Quelen C, Durand-Zaleski I: WINDOW trial participants. Thirty day outcomes and costs of fenestrated and branched stent grafts versus open repair for complex aortic aneurysms. Eur J Vasc Endovasc Surg 2015. DOI: 10.1016/j.ejvs.2015.04.012 (Epub ahead of print) CrossRef
e11.Tsilimparis N, Perez S, Dayama A, Ricotta JJ 2nd: Endovascular repair with fenestrated-branched stent grafts improves 30-day outcomes for complex aortic aneurysms compared with open repair. Ann Vasc Surg 2013; 27: 267–73 MEDLINE CrossRef

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote