ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2015Beate Unruh: Streiterin für die Psychoanalyse

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Beate Unruh: Streiterin für die Psychoanalyse

Bühring, Petra

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Beate Unruh, Foto: DGPT
Beate Unruh, Foto: DGPT

Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Psychotherapie nur von Psychologischen Psychotherapeuten (PP) gemacht werde, sondern eben auch von ärztlichen Psychotherapeuten, Psychoanalytikern und Fachärzten mit Zusatzbezeichnungen Psychotherapie/Psychoanalyse. Auch deshalb hat Dr. med. Beate Unruh aus München für das Amt der Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) kandidiert – und wurde gewählt. Sie löste damit Dipl.-Psych. Susanne Walz-Pawlita ab. Die DGPT ist die psychoanalytische Fachgesellschaft, die auch berufspolitisch aktiv ist. Mehr als 40 Prozent ihrer Mitglieder sind Ärzte.

Die 67-jährige Unruh hat einen klassischen Psychoanalytiker-Werdegang: Studium der Medizin. Seit 1985 Niederlassung als Allgemeinärztin mit den Schwerpunkten Psychosomatik und Psychoanalyse. Seit 2003 ist sie ausschließlich als Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in eigener Praxis und als Lehranalytikerin tätig. „Die Herausforderungen, vor denen die psychoanalytisch begründeten Verfahren stehen, können nur gemeinsam und solidarisch von Ärzten und PP gemeistert werden“, betont Unruh. Solidarisch im Hinblick auf eine angemessene Honorierung der Psychotherapie, bei der Reform der Ausbildung zum Psychotherapeuten und bei der Anpassung der ärztlichen Weiter­bildungs­ordnung. „Wir müssen uns weiterhin einmischen“, sagt die neue DGPT-Vorsitzende. In den nächsten zwei Jahren will sie ihrem Namen gerecht werden. Petra Bühring

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