ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2015Israel: Ausgewogen und ideologiefrei
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Haben Sie sehr herzlichen Dank für Ihr interessantes und wichtiges Titelthema, welches ausgewogen und persönlich, aber auch so erfreulich ideologiefrei dargestellt wurde.

Es tut gut, neben Medizin auch persönliche Beweggründe und Gefühle der Beteiligten geschildert zu bekommen und über Gemeinsamkeiten der israelischen und deutschen Ärztevereinigungen nach so viel Trennendem in der Vergangenheit zu hören. Und wie Dr. Eidelman berichtete: Es sind „diese Gesichter“, die dieses historische Ereignis ermöglichten und durch das DÄ nähergebracht wurden.

Jedoch ist diese vertrauensvolle Zusammenarbeit durchaus bedroht, und es ist zu hoffen, dass dieser Keim gegenseitigen Vertrauens nicht schon gleich wieder im Keim erstickt wird: Viel zu oft und zunehmend wird in unseren Medien einseitig und israelkritisch berichtet, hier reihte sich leider auch das DÄ in der Vergangenheit ein: Erst im September letzten Jahres zur Zeit des letzten Gazakonfliktes wurden dort in einem höchst einseitigen Artikel zwar die Opfer Israels am Rande erwähnt, in den Mittelpunkt jedoch das mit einem Bild untermalte Leid der Palästinenser gestellt. Mit solchen effektheischenden Bildern wurde und wird viel Politik gemacht – ohne jedoch darzustellen, dass es vor allem im Gazastreifen leider keinerlei Pressefreiheit gibt oder gab, dass sämtliche Berichte und Bilder von der Hamas kontrolliert wurden. Die Medienpropaganda der Hamas verbot Journalisten, sich selber ein Bild zu machen, zwang sie jedoch sich vor der Krankenwageneinfahrt des Krankenhauses in Gaza-Stadt positionieren zu müssen, um dort alle Verletzten zu filmen und Israel als Aggressor anzuprangern. Auch im DÄ wurde deutliche Kritik an Israel geübt, aber der Aufschrei unserer Ärzteschaft, dass in diesem Konflikt medizinisches Personal durch Islamisten bedroht wurde und Krankenhäuser als Raketenabschussbasen missbraucht wurden, blieb aus. Auch gab es kaum nennenswerten Protest, dass palästinensische Terroristen nachweislich seit Jahren und nicht erst in diesem Krieg Krankenwagen für Waffentransporte missbrauchten. Und es fehlte und fehlt weiterhin der Protest, dass die großzügige finanzielle Unterstützung auch der EU kaum der Zivilbevölkerung und dem Gesundheitswesen zugute kam, sondern für Terrortunnel und Waffen ausgegeben wurde. Die Opfer solcher Berichterstattung sind die Wahrheit, aber auch sowohl die palästinensische als auch die israelische Zivilbevölkerung . . .

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Dr. med Michael Kiworr, 68305 Mannheim

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