ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2015Randnotiz: Lob sollte nicht versickern
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Nur allzu oft wird im deutschen Gesundheitswesen kritisiert. Hingegen ist die Gefahr groß, dass Lob versickert. Ein Beispiel dafür ist das Lob, das der Wissenschaftsrat jetzt bei seinen Herbstsitzungen in Bielefeld dem Tübinger Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) ausgesprochen hat. Dieses wurde im Jahr 2000 durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, das Land Baden-Württemberg, die Universität Tübingen und das Universitätsklinikum Tübingen gegründet und in diesem Jahr durch den Wissenschaftsrat (WR), dem wichtigsten wissenschaftspolitische Beratungsgremium von Bund und Ländern, evaluiert.

Und das mit durchschlagendem Erfolg: Der Rat würdigte das Institut als modellhaft für die Universitätsmedizin in Deutschland. Besonders lobte er die vom HIH und der Tübinger Neurologischen Universitätsklinik gemeinsam etablierte Departmentstruktur, die Grundlagenforschung und klinische Praxis in einer „modellhaften Verbindung von Forschung und Krankenversorgung“ miteinander vernetzt. „Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung vereint in besonderer Weise Forschungsexzellenz und innovative Strukturmerkmale“, erklärte der Vorsitzende des WR, Prof. Dr. phil. Manfred Prenzel. „Mit seiner gelebten Matrixorganisation ist das Zentrum für Neurologie in Tübingen ein Beispiel für die erfolgreiche Etablierung einer Departmentstruktur in der Universitätsmedizin.“

Etwas Verbesserungspotenzial hat der Rat bei all dem Lob dennoch entdeckt: Um es zu entwickeln, sei aber eine langfristige Grundfinanzierung notwendig. Das Beratungsgremium hält hier eine gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern für denkbar.

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