ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Neurologie 2/2015Chronische Epilepsie: Operation für wen, wann und wie?

SUPPLEMENT: Perspektiven der Neurologie

Chronische Epilepsie: Operation für wen, wann und wie?

Dtsch Arztebl 2015; 112(49): [4]; DOI: 10.3238/PersNeuro.2015.12.04.01

Seeck, Margitta

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Evaluierungen von pharmakoresistenten Epilepsien sollten an spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Eingriffe bei Temporallappenepilepsie haben insgesamt eine bessere Prognose.

Foto: Fotolia/adimas
Foto: Fotolia/adimas

Bei 40 Prozent aller Patienten mit Epilepsie kann medikamentös keine Anfallsfreiheit erreicht werden – trotz regelmäßiger Einnahme in ausreichend hohen Dosen (pharmakoresistente Epilepsie) (1). Die Anfälle sind sehr belastend für den Patienten, zumal sie fast nie vorhersehbar sind. Auch einfach-fokale Anfälle ohne Bewusstseinsverlust können schwer erträglich sein, wenn der Patient in seiner Bewegung eingeschränkt ist (Lähmung, tonische Verkrampfung) oder die Anfälle mit unangenehmen Sensationen assoziiert sind (zum Beispiel starke Angstgefühle). Auch ausschließlich nächtliche Anfälle sind nicht harmlos, da ein erhöhtes Risiko des Erstickens und des plötzlichen Todes besteht („sudden unexpected death“ [2]).

Anzeige

Eine chronische Epilepsie (in 80–90 Prozent fokalen Ursprungs) ist mit einer drei- bis zehnmal höheren Mortalität assoziiert im Vergleich zu gleichaltrigen Gesunden (46). Auf der anderen Seite sind fokale Epilepsien einem epilepsiechirurgischen Eingriff potenziell zugänglich.

Wann sollte ein operativer Eingriff erwogen werden ?

Studien und retrospektive Datenanalysen zeigen, dass die Chancen auf eine Anfallskontrolle bereits nach Versagen des zweiten Medikamentes sehr gering sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit dem dritten Medikament anfallsfrei wird, liegt laut einer neueren Studie mit mehr als 1 000 Patienten bei nur zwei Prozent (3). Daher sollten alle Patienten mit chronischer Epilepsie, die nicht auf zwei oder mehr Medikamente angesprochen haben, in spezialisierten Zentren beraten werden. Nur dort ist die technische und fachliche Kompetenz einer umfassenden Diagnostik gegeben, die klären kann, welche zugrundeliegende Erkrankung vorliegt, ob ein epilepsiechirurgischer Eingriff Linderung bringen kann und wie die Prognose einzuschätzen ist.

In seltenen Fällen können andere Therapieformen sinnvoll sein, wie zum Beispiel die ketogene Diät bei Glucose-Transporter-Defizit-Syndrom oder Steroide bei autoimmuner Therapie. Nicht selten stellen sich „pharmakoresistente” Epilepsien als psychogene Anfälle oder chronisches Complianceproblem dar.

16-jähriger Patient. 3 Tage nach der Geburt erster Anfall
Abbildung
16-jähriger Patient. 3 Tage nach der Geburt erster Anfall

Manche Neurologen und Neuropädiater stehen der Epilepsiechirurgie als Therapieoption immer noch zögerlich gegenüber. Die Ursachen dieser abwartenden Haltung sind multifaktoriell: Der sicherlich wichtigste Grund ist, dass die Gefahr von Anfällen stark unterschätzt wird. Wenn der Patient sich in der Praxis zur Kontrolle vorstellt, ist er im allgemeinen nicht im iktalen Zustand, sondern ähnelt – als jüngerer Patient – eher einem Migränepatient. Hingegen ist ein Patient mit Parkinson oder Demenz auch während der Konsultation sichtbar krank.

Weitere Ursachen beinhalten eine Überschätzung der chirurgischen Komplikationsraten und Unterschätzung des Erfolgs eines solches Eingriffs. In einer amerikanischen Studie meinten 19 Prozent der befragten Neurologen, dass erst alle verfügbaren Medikamente ausprobiert werden müssen, bevor man an eine Epilepsiechirugie denken könne; und 55 Prozent fanden, dass der Patient mindestens einen Anfall pro Monat haben sollte. Selbstverständlich sind auch drei generalisierte Anfälle pro Jahr gefährlich; eine solche „Regel“ würde Patienten unnötigerweise von einer effizienten Therapie fernhalten (7, 8).

Es muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass eine Evaluation nicht unbedingt einen chirurgischen Eingriff nach sich zieht: Das Ergebnis der Abklärung kann auch ein Abraten von einem chirurgischen Eingriff sein. Nach eigenen Erfahrungen ist das bei circa jedem 3. bis 4. Patienten der Fall. Eine Kontraindikation zur Evaluation gibt es nicht, außer der Patient kann und will sich keiner mehrtägigen oder -wöchigen Untersuchung unterziehen (zum Beispiel bei schwersten Verhaltensstörungen).

Prächirurgische Evaluation mit nichtinvasiven Techniken (Phase I)

Die hohen Risiken von unkontrollierter Epilepsie und der minimale Gewinn bei einem 4. oder 5. medikamentösen Therapieversuch sprechen für eine umfassende Untersuchung mit dem Ziel, eine Therapie anzubieten, die alle Anfälle unterdrückt. Falls dies die chirurgische Therapie ist, muss geklärt werden, wo und wie viel reseziert werden muss. Daher sollte keine Epilepsiechirurgie ohne vorherige Evaluation durchgeführt werden, auch wenn alles „einfach” erscheint. Falls Anfälle postoperativ auftreten, kann der Vergleich mit den registrierten präoperativen Ereignissen eine Einordnung hinsichtlich inkompletter Resektion, neuen Anfallstyps durch eine andere Läsion (zum Beispiel bei Tuberöser Sklerose vom Typ Bourneville) oder nichtepileptischer Episoden gewährleistet werden. Durch die umfassende Abklärung müssen zwei Grundfragen beantwortet werden:

  • Die Lokalisation des epileptischen Focus
  • Die Lokalisation des essenziellen Kortex (Motorik, Sprache etc. )

Das Ziel des Eingriffs ist eine sichere Entfernung des epileptogenen Gewebes ohne ein (neues) neurologisches Defizit zu verursachen. Eine neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Untersuchung sind die Grundelemente jeder prächirurgischen Abklärung. Weiterhin sind die Video-EEG- Aufnahme und -analyse von (mehreren) habituellen Anfällen essenzieller Teil der Abklärung. Idealerweise finden diese in einem Zentrum mit 24h/7-Überwachung statt, da ein eventuell notwendiger (teilweiser oder kompletter) Medikamentenentzug zu längeren oder stärkeren Anfällen führen kann (9).

Neben den Anfällen ist ein hochauflösendes MRI essenzieller Bestandteil jeder Evaluation. Das operative Ergebnis hängt stark von der Identifikation einer Läsion ab, da sich die Chancen einer Anfalls-kontrolle signifikant erhöhen, wenn die Läsion mit den EEG- und neurologischen Befunden übereinstimmt. 1,5T oder besser 3T MR-Bildgebung im Rahmen eines Epilepsieprotokolls wird empfohlen. Im Vergleich zu 1,5T zeigten 3T Bilder in 65 Prozent der Fälle zusätzlich relevante Informationen bezüglich der epileptogenen Läsion (10). In anderen Studien wurden fokale kortikale Dysplasien sichtbar, die in einem 1,5T MRI negativ waren (11, 12).

Ein MRI unter Berücksichtigung eines Epilepsieprotokolls wird an Epilepsiezentren und spezialisierten Neuroradiologiezentren angeboten und impliziert verschiedene Sequenzen, meistens in 1-mm-Schichten (13). Zusätzliche Auswertungen der MRI-Daten, zum Beispiel im Rahmen von morphometrischen Analysen (im Vergleich zu einer gesunden Population) können Aufschluss über kleine, schlecht definierte Läsionen geben, die sonst nicht sichtbar sind (14, 15). Eine negative MR-Bildgebung ist kein Grund, einen Patienten als ungeeigneten Kandidaten für eine Epilepsiechirurgie zu betrachten, sondern sollte eine erweiterte Diagnostik im Rahmen einer spitalgebundenen Evaluation nach sich ziehen. Diese beinhalten:

  • Positronen­emissions­tomo­graphie (PET)
  • Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT)
  • Elektrische Quellenanalyse (ESI) auf der Basis von EEGs mit bis zu 256 Elektroden
  • EEG-assoziiertes funktionelles MRI zur Lokalisierung des interiktalen Fokus
  • Komplementäre MRI-Techniken wie MR-Spektroskopie
  • Funktionelles MRI zur Lokalisierung von motorischem, sensorischem und Sprachkortex.

Jede Technik trägt zur Lokalisierung des Fokus bei, wobei der Gewinn durch ESI (beziehungsweise MSI, falls ein Magnetoenzephalogramm vorhanden ist) möglicherweise am höchsten ist, da hier direkt die neuronale Aktivität dargestellt wird, die mit dem MRI des individuellen Patienten fusioniert werden kann (16).

Bei Patienten mit Temporallappenepilepsie kann das PET das MRI ersetzen: 80 Prozent mit einseitigem Hypometabolismus sind anfallsfrei, was genauso hoch ist wie die Operation von Patienten mit Hippocampussklerose (17). Insgesamt gilt: Je mehr bildgebende Verfahren übereinstimmen bezüglich des zu resezierenden Fokus, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit postoperativ anfallsfrei zu werden (18).

Invasive Exploration durch implantierte Elektroden (Phase II)

Es gibt keine verbindlichen Kriterien, ab wann eine ergänzende Video-EEG-Ableitung durch implantierte Elektroden empfohlen werden muss. In den meisten Fällen wird man sie ins Auge fassen, wenn eine ganz bestimmte Frage zu beantworten ist – zum Beispiel wie weit ist der Fokus vom Broca-Sprachzentrum entfernt. Intrakranielles EEG hat seine Grenzen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die implantierten Elektroden nur etwa einen Radius von 5–10 mm „sehen“. Daher braucht es eine ausgezeichnete Phase I, um die Phase II optimal vorzubereiten.

In den meisten Fällen werden Tiefenelektroden und subdurale Elektroden implantiert, wobei letztere etwas höhere Risiken tragen (Blutung, Infektion, Ödem etc. < 10 Prozent versus < 2 Prozent) (19, 20). Das Risiko steigt mit der Zahl der implantierten Elektroden und der Dauer der Ableitung. Da es in wenigen Fällen zu einer verzögerten Einblutung kommen kann, ist es empfohlen, im Hause Zugang zu einer Intensivstation zu haben (24 h/7 Tage) sowie einen diensthabenden Neurochirurgen.

Prognose

Der Eingriff bei einer Temporallappenepilepsie hat insgesamt eine bessere Prognose als der einer extratemporalen Epilepsie, da im letzteren Fall die anatomischen Grenzen weniger gut definiert sind bzw. angrenzender funktionell wichtiger Kortex respektiert werden muss. Die große Mehrzahl der Patienten mit temporaler und extratemporaler Epilepsie profitiert jedoch von dem Eingriff. In den letzten fünf bis sechs Jahren waren an unserem Zentrum 76 Prozent der Operierten anfallsfrei bei ≥ 1 Jahr Verlaufskontrolle und weitere acht Prozent waren fast anfallsfrei.

In einer Metaanalye von 40 Studien zwischen 1995 und 2007 von insgesamt 3 557 Patienten wurden 70 Prozent mit läsioneller Epilepsie anfallsfrei (21), was die Rolle des MRI bestätigt. Läsionen umfassen benigne Tumoren wie Gangliogliome, Dysplasien oder gliotische Läsionen (zum Beispiel Hippocampussklerose posttaumatisch, vaskulär). Das post-operative Resultat ist am niedrigsten in extratemporaler, nichtläsioneller Epilepsie: 40–50 Prozent wurden anfallsfrei – wobei dies immer noch höher ist als die zwei Prozent unter medikamentöser Therapie. In dieser schwierigen Konstellation sollte maximale Bildgebung angewendet werden. Es ist jedoch anzumerken, dass die meisten Studien der Metaanalyse nur bedingt Zugang zu PET, SPECT oder ESI/MSI hatten. Anfallsfreiheit kann wahrscheinlich bei einer deutlich höheren Zahl von Patienten erworben werden (80–85 Prozent), wenn ein umfassender Work-up durchgeführt wird (22). Eine genauere Prognose kann nur nach einer ausführlichen Abklärung bestimmt werden.

Komplikationen können bei jedem Eingriff auftreten und natürlich auch bei der Epilepsiechirurgie. Die Risiken und Kosten-Nutzen müssen offen diskutiert werden. Statistisch gesehen sind die Risiken durch persistierende Anfälle deutlich höher als durch eine epilepsiechirurgische Intervention.

Nachsorge

Die postoperative Nachsorge wird im Allgemeinen vom betreuenden Neurologen oder Neuropädiater wieder aufgenommen, unterstützt vom chirurgischen Zentrum. Wiedervorstellung im Zentrum wird nach drei, sechs, zwölf und 24 Monaten postoperativ empfohlen, kann aber bei Bedarf auch länger oder häufiger sein. Bei etwa 50 Prozent der operierten Patienten ist ein Absetzen der medikamentösen Therapie erfolgreich, in den anderen 50 Prozent ist eventuell nur ein Medikament ausreichend. Der Zeitpunkt des Absetzversuchs sollte zusammen mit dem Patienten besprochen werden. Eine obligatorische Warteperiode von ein oder zwei Jahren scheint keine Auswirkung auf die Rezidivrate zu haben, und kann daher zu jedem Zeitpunkt angegangen werden (23).

Es gibt Hinweise, dass eine kürzere Dauer der Epilepsie mit einem besseren chirurgischen Resultat und/oder besserer Lebensqualität assoziiert ist (24, 25). Epilepsiechirurgie sollte daher schon früh als Therapieoption mit dem Patienten besprochen werden, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Sie ist keine „letzte“ Option, sondern eine effiziente Therapie für die Patienten, die nicht auf zwei Medikamente angesprochen haben.

DOI: 10.3238/PersNeuro.2015.12.04.01

Prof. Dr. med. Margitta Seeck

EEG and Epilepsy Unit, Service of Neurology,
Department of Clinical Neurosciences, University Hospital Geneva

Interessenkonflikt: Eine Erklärung zum Interessenkonflikt lag bei
Redaktionsschluss nicht vor.

@Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit4915

1.
Brodie MJ, Barry SJ, Bamagous GA, et al.: Patterns of treatment response in newly diagnosed epilepsy. Neurology 2012; 78: 1548–54 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.
Lamberts RJ, Thijs RD, Laffan A, et al.: Sudden unexpected death in epilepsy: people with nocturnal seizures may be at highest risk. Epilepsia 2012; 53: 253–7 CrossRef MEDLINE
3.
Brodie MJ, Barry SJ, Bamagous GA, et al.: Patterns of treatment response in newly diagnosed epilepsy. Neurology 2012; 78: 1548–54 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Tomson T, Walczak T, Sillanpaa M, et al.: Sudden unexpected death in epilepsy: a review of incidence and risk factors. Epilepsia 2005; 46 Suppl 11: 54–61 CrossRef MEDLINE
5.
Sperling MR, Feldman H, Kinman J, et al.: Seizure control and mortality in epilepsy. Ann Neurol 1999; 46: 45–50 CrossRef
6.
Hennessy MJ, Langan Y, Elwes RD, et al.: A study of mortality after temporal lobe epilepsy surgery. Neurology 1999; 53: 1276–83 CrossRef MEDLINE
7.
Hakimi AS, Spanaki MV, Schuh LA, et al.: A survey of neurologists’ views on epilepsy surgery and medically refractory epilepsy. Epilepsy Behav 2008; 13: 96–101 CrossRef MEDLINE
8.
Uijl SG, Leijten FS, Moons KG, et al.: Epilepsy surgery can help many more adult patients with intractable seizures. Epilepsy Res 2012; 101: 210–6 CrossRef MEDLINE
9.
Rubboli G, Beniczky S, Claus S, Canevini MP, Kahane P, Stefan H, van Emde Boas W, Velis D, Reus E, Gil-Nagel A, Steinhoff BJ, Trinka E, Ryvlin P: A European survey on current practices in epilepsy monitoring units and implications for patients’ safety. Epilepsy Behav 2015; 44: 179–84. CrossRef MEDLINE
10.
Knake S, Triantafyllou C, Wald LL, Wiggins G, Kirk GP, Larsson PG, Stufflebeam SM, Foley MT, Shiraishi H, Dale AM, Halgren E, Grant PE: 3T phased array MRI improves the presurgical evaluation in focal epilepsies: a prospective study. Neurology 2005; 65: 1026–31 CrossRef MEDLINE
11.
Toledo M, Sarria-Estrada S, Quintana M, C. Auger C, Salas-Puig X, Santamarina E, et al.: 3 TESLA MR imaging in adults with focal onset epilepsy, Clin Neurol Neurosurg 2013; 115: 2111–6 CrossRef MEDLINE
12.
Mellerio C, Labeyrie MA, Chassoux F, Roca P, Alami O, Plat M, et al.: 3 T MRI improves the detection of transmantle sign in type 2 focal cortical dysplasia, Epilepsia 2014; 55: 117–22 CrossRef MEDLINE
13.
Woermann FG, Vollmar C: Clinical MRI in children and adults with focal epilepsy: a critical review. Epilepsy Behav 2009; 15: 40–9 CrossRef MEDLINE
14.
Martin P, Bender B, Focke NK: Post-processing of structural MRI for individualized diagnostics. Quant Imaging Med Surg 2015; 5: 188–203 MEDLINE PubMed Central
15.
Wilke M, Kassubek J, Ziyeh S, et al.: Automated detection of gray matter malformations using optimized voxel-based morphometry: a systematic approach. Neuroimage 2003; 20: 330–43 CrossRef
16.
Brodbeck V, Spinelli L, Lascano AM, Wissmeier M, Vargas MI, Vulliemoz S, Pollo C, Schaller K, Michel CM, Seeck M: Electroencephalographic source imaging: a prospective study of 152 operated epileptic patients. Brain 2011; 134: 2887–97 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Carne RP, O’Brien TJ, Kilpatrick CJ, MacGregor LR, Hicks RJ, Murphy MA, Bowden SC, Kaye AH, Cook MJ: MRI-negative PET-positive temporal lobe epilepsy: a distinct surgically remediable syndrome. Brain 2004; 127: 2276–85 CrossRef MEDLINE
18.
Kurian M, Spinelli L, Delavelle J, et al.: Multimodality imaging for focus localization in pediatric pharmacoresistant epilepsy. Epileptic Disord 2007; 9: 20–31 MEDLINE
19.
Ross DA, Brunberg JA, Drury I, Henry TR: Intracerebral depth electrode monitoring in partial epilepsy: the morbidity and efficacy of placement using magnetic resonance image-guided stereotactic surgery. Neurosurgery 1996; 39: 327–33 CrossRef
20.
Arya R, Mangano FT, Horn PS, Holland KD, Rose DF, Glauser TA: Adverse events related to extraoperative invasive EEG monitoring with subdural grid electrodes: a systematic review and meta-analysis. Epilepsia 2013; 54: 828–39 CrossRef MEDLINE
21.
Tellez-Zenteno JF, Hernandez Ronquillo L, Moien-Afshari F, et al.: Surgical outcomes in lesional and non-lesional epilepsy: a systematic review and meta-analysis. Epilepsy Res 2010; 89: 310–8 CrossRef MEDLINE
22.
Brodbeck V, Spinelli L, Lascano AM, et al.: Electrical source imaging for presurgical focus localization in epilepsy patients with normal MRI. Epilepsia 2010; 51: 583–91 CrossRef MEDLINE
23.
Boshuisen K, Arzimanoglou A, Cross JH, Uiterwaal CS, Polster T, van Nieuwenhuizen O, Braun KP; TimeToStop study group: Timing of antiepileptic drug withdrawal and long-term seizure outcome after paediatric epilepsy surgery (TimeToStop): a retrospective observational study. Lancet Neurol 2012; 11: 784–91 CrossRef
24.
Simasathien T, Vadera S, Najm I, et al.: Improved outcomes with earlier surgery for intractable frontal lobe epilepsy. Ann Neurol 2013; 73: 646–54 CrossRef MEDLINE
25.
Engel J, McDermott MP, Wiebe S, et al.: Early surgical therapy for drug-resistant temporal lobe epilepsy: a randomized trial. JAMA 2012; 307: 922–30 CrossRef MEDLINE
16-jähriger Patient. 3 Tage nach der Geburt erster Anfall
Abbildung
16-jähriger Patient. 3 Tage nach der Geburt erster Anfall
1.Brodie MJ, Barry SJ, Bamagous GA, et al.: Patterns of treatment response in newly diagnosed epilepsy. Neurology 2012; 78: 1548–54 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.Lamberts RJ, Thijs RD, Laffan A, et al.: Sudden unexpected death in epilepsy: people with nocturnal seizures may be at highest risk. Epilepsia 2012; 53: 253–7 CrossRef MEDLINE
3.Brodie MJ, Barry SJ, Bamagous GA, et al.: Patterns of treatment response in newly diagnosed epilepsy. Neurology 2012; 78: 1548–54 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.Tomson T, Walczak T, Sillanpaa M, et al.: Sudden unexpected death in epilepsy: a review of incidence and risk factors. Epilepsia 2005; 46 Suppl 11: 54–61 CrossRef MEDLINE
5.Sperling MR, Feldman H, Kinman J, et al.: Seizure control and mortality in epilepsy. Ann Neurol 1999; 46: 45–50 CrossRef
6.Hennessy MJ, Langan Y, Elwes RD, et al.: A study of mortality after temporal lobe epilepsy surgery. Neurology 1999; 53: 1276–83 CrossRef MEDLINE
7.Hakimi AS, Spanaki MV, Schuh LA, et al.: A survey of neurologists’ views on epilepsy surgery and medically refractory epilepsy. Epilepsy Behav 2008; 13: 96–101 CrossRef MEDLINE
8.Uijl SG, Leijten FS, Moons KG, et al.: Epilepsy surgery can help many more adult patients with intractable seizures. Epilepsy Res 2012; 101: 210–6 CrossRef MEDLINE
9.Rubboli G, Beniczky S, Claus S, Canevini MP, Kahane P, Stefan H, van Emde Boas W, Velis D, Reus E, Gil-Nagel A, Steinhoff BJ, Trinka E, Ryvlin P: A European survey on current practices in epilepsy monitoring units and implications for patients’ safety. Epilepsy Behav 2015; 44: 179–84. CrossRef MEDLINE
10.Knake S, Triantafyllou C, Wald LL, Wiggins G, Kirk GP, Larsson PG, Stufflebeam SM, Foley MT, Shiraishi H, Dale AM, Halgren E, Grant PE: 3T phased array MRI improves the presurgical evaluation in focal epilepsies: a prospective study. Neurology 2005; 65: 1026–31 CrossRef MEDLINE
11.Toledo M, Sarria-Estrada S, Quintana M, C. Auger C, Salas-Puig X, Santamarina E, et al.: 3 TESLA MR imaging in adults with focal onset epilepsy, Clin Neurol Neurosurg 2013; 115: 2111–6 CrossRef MEDLINE
12.Mellerio C, Labeyrie MA, Chassoux F, Roca P, Alami O, Plat M, et al.: 3 T MRI improves the detection of transmantle sign in type 2 focal cortical dysplasia, Epilepsia 2014; 55: 117–22 CrossRef MEDLINE
13.Woermann FG, Vollmar C: Clinical MRI in children and adults with focal epilepsy: a critical review. Epilepsy Behav 2009; 15: 40–9 CrossRef MEDLINE
14.Martin P, Bender B, Focke NK: Post-processing of structural MRI for individualized diagnostics. Quant Imaging Med Surg 2015; 5: 188–203 MEDLINE PubMed Central
15.Wilke M, Kassubek J, Ziyeh S, et al.: Automated detection of gray matter malformations using optimized voxel-based morphometry: a systematic approach. Neuroimage 2003; 20: 330–43 CrossRef
16.Brodbeck V, Spinelli L, Lascano AM, Wissmeier M, Vargas MI, Vulliemoz S, Pollo C, Schaller K, Michel CM, Seeck M: Electroencephalographic source imaging: a prospective study of 152 operated epileptic patients. Brain 2011; 134: 2887–97 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.Carne RP, O’Brien TJ, Kilpatrick CJ, MacGregor LR, Hicks RJ, Murphy MA, Bowden SC, Kaye AH, Cook MJ: MRI-negative PET-positive temporal lobe epilepsy: a distinct surgically remediable syndrome. Brain 2004; 127: 2276–85 CrossRef MEDLINE
18.Kurian M, Spinelli L, Delavelle J, et al.: Multimodality imaging for focus localization in pediatric pharmacoresistant epilepsy. Epileptic Disord 2007; 9: 20–31 MEDLINE
19.Ross DA, Brunberg JA, Drury I, Henry TR: Intracerebral depth electrode monitoring in partial epilepsy: the morbidity and efficacy of placement using magnetic resonance image-guided stereotactic surgery. Neurosurgery 1996; 39: 327–33 CrossRef
20.Arya R, Mangano FT, Horn PS, Holland KD, Rose DF, Glauser TA: Adverse events related to extraoperative invasive EEG monitoring with subdural grid electrodes: a systematic review and meta-analysis. Epilepsia 2013; 54: 828–39 CrossRef MEDLINE
21.Tellez-Zenteno JF, Hernandez Ronquillo L, Moien-Afshari F, et al.: Surgical outcomes in lesional and non-lesional epilepsy: a systematic review and meta-analysis. Epilepsy Res 2010; 89: 310–8 CrossRef MEDLINE
22.Brodbeck V, Spinelli L, Lascano AM, et al.: Electrical source imaging for presurgical focus localization in epilepsy patients with normal MRI. Epilepsia 2010; 51: 583–91 CrossRef MEDLINE
23.Boshuisen K, Arzimanoglou A, Cross JH, Uiterwaal CS, Polster T, van Nieuwenhuizen O, Braun KP; TimeToStop study group: Timing of antiepileptic drug withdrawal and long-term seizure outcome after paediatric epilepsy surgery (TimeToStop): a retrospective observational study. Lancet Neurol 2012; 11: 784–91 CrossRef
24.Simasathien T, Vadera S, Najm I, et al.: Improved outcomes with earlier surgery for intractable frontal lobe epilepsy. Ann Neurol 2013; 73: 646–54 CrossRef MEDLINE
25.Engel J, McDermott MP, Wiebe S, et al.: Early surgical therapy for drug-resistant temporal lobe epilepsy: a randomized trial. JAMA 2012; 307: 922–30 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote