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Andreas Trumpp: Gefährliche, aber faszinierende Krebsstammzelle

Dtsch Arztebl 2015; 112(49): A-2103 / B-1733 / C-1679

Zylka-Menhorn, Vera

Andreas Trumpp, Foto: DKFZ
Andreas Trumpp, Foto: DKFZ

„Für mich sind es die spannendsten Zellen im ganzen Körper“, sagt Prof. Dr. rer. nat. Andreas Trumpp. Die Begeisterung des Heidelberger Biologen gehört seit Jahrzehnten den Tumorstammzellen. Meistens ruhen sie, doch wenn sie plötzlich hochaktiv werden, können aus einer einzigen Tumorstammzelle Milliarden neue Krebszellen entstehen. Diese und andere Zusammenhänge untersucht Trumpp am Deutschen Krebsforschungszentrum, gleichzeitig ist er Geschäftsführer des Heidelberger Instituts für Stammzelltechnologie und Experimentelle Medizin.

Durch die molekulare Gesamtcharakterisierung aller Tumorbestandteile im Blut („Liquid Biopsy“) erhoffen sich die Forscher ein detailliertes Bild der Krebserkrankung zu erhalten: „In weiteren Schritten können wir über einfache Blutabnahmen die Veränderungen der Krebszellen während und nach der Therapie verfolgen, also die Situation des Patienten indivuell einschätzen“, so Trumpp.

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Am 3. November wurde dem 51-Jährigen der diesjährige Swiss Bridge Award, einer der renommiertesten Forschungspreise Europas, verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 500 000 Schweizer Franken teilt er sich mit Joerg Huelsken von der École polytechnique fédérale de Lausanne.

Nach dem Biologiestudium in Freiburg wechselte Trumpp ans Europäische Molekuarbiologische Laboratorium in Heidelberg. Nach mehrjährigen Forschungsaufenthalten an der Universität von San Francisco und in Lausanne kehrte Trumpp 2008 nach Heidelberg zurück. Vera Zylka-Menhorn

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