ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2015Flüchtlinge: Zeichen setzen
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Wir Ärzte sollten und müssen ein Zeichen setzen gegen die zunehmenden Bestrebungen, schutzbedürftige Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan und den instabilen Ländern Westafrikas zu uns kommen, anzufeinden und ihnen mit Ignoranz und Intoleranz zu begegnen. Wir, die wir eingebunden sind in die medizinische Versorgung der in Deutschland Zuflucht suchenden Menschen, die in ihren Heimatländern um ihr Leben fürchten mussten, sollten durch unsere Hilfestellung, auch aber durch unseren Status als Anwälte der uns anvertrauten Patienten einen in der Gesellschaft wahrnehmbaren und politisch gewollten Gegenstrom bilden zu den allerorts aufkeimenden Zellen der unsäglichen Pegida und ihren politisch unaufgeklärten Mitläufern.

AEGIDA (Ärzte gegen Intoleranz, Demagogie und Ausländerfeindlichkeit) soll sich verstehen als Schutzgemeinschaft, dem klassischen Vorbild der Aegide folgend, als beschützende Institution können wir durch unsere Aufklärungsarbeit in Kliniken und Praxen durch Gespräche mit unseren Patienten Vorbehalten und Vorurteilen entschlossen entgegentreten . . .

Dr. med. Stefan Wenzel, 65343 Eltville

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