ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2015Syrien: Initiative richtet neues Gesundheitszentrum ein

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Syrien: Initiative richtet neues Gesundheitszentrum ein

Spielberg, Petra

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Die Menschen aus dem syrischen Kobane leben unter sehr schwierigen Verhältnissen. Foto: picture alliance
Die Menschen aus dem syrischen Kobane
leben unter sehr schwierigen Verhältnissen.
Foto: picture alliance

Einer Initiative namens „Medizin für Rojava“ ist es zu verdanken, dass in der völlig zerstörten syrischen Stadt Kobane mit Unterstützung internationaler Aufbauhelfer innerhalb weniger Monate ein neues Gesundheitszentrum entstanden ist. Das Projekt versteht sich als „Hilfe zur Selbsthilfe“ und soll die Basisversorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Das circa 700 qm große Gebäude bietet Platz für vier Behandlungsräume einschließlich Endoskopie-Einheit, Röntgengerät sowie Ultraschalldiagnostik und eignet sich auch für kleinere Operationen. Die dauerhafte Versorgung erfolgt durch einen örtlich ansässigen Arzt. Darüber hinaus sollen bis zu drei Fachärzte zeitweise im Zentrum arbeiten können. Die Einrichtung wurde im November der örtlichen Selbstverwaltung übergeben. Die endgültige Fertigstellung soll im Frühjahr 2016 erfolgen. Die Kosten für den Bau und die Ausstattung belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro und werden ausschließlich über Spenden finanziert.

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Bundesweit haben sich über 100 Ärzte, Apotheker, Beschäftigte und Studierende des Gesundheitswesens sowie Architekten und andere Fachleute ehrenamtlich an dem Projekt beteiligt. Die Initiative „Medizin für Rojava“ wird weiterhin die Patenschaft für das Zentrum behalten. Weitere Informationen: www.medizin-für-rojava.org ps

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