ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2015Hendrik Streeck: Junger Spitzenforscher kehrt zurück

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Hendrik Streeck: Junger Spitzenforscher kehrt zurück

Dtsch Arztebl 2015; 112(50): A-2155 / B-1773 / C-1719

Hibbeler, Birgit

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Hendrik Streeck, Foto: William Waybourn
Hendrik Streeck,
Foto: William Waybourn

Neun Jahre sind eine lange Zeit. Sein gesamtes bisheriges Berufsleben hat Prof. Dr. med. Hendrik Streeck (38) in den USA verbracht. Doch nun ist der Forscher zurück in Deutschland. Am Universitätsklinikum Essen leitet er das neu gegründete Institut für HIV-Forschung. Seine W3-Professur entstand in Kooperation der Fakultäten für Medizin und Biologie der Universität Duisburg-Essen.

Für die deutsche Infektiologie ist Streeck eine Bereicherung. Er bringt eine bemerkenswerte Expertise in der HIV-Impfstoffforschung mit. „Als der Ruf an das Uniklinikum Essen kam, war mir klar, dass ich den annehmen werde, da es hier ein breites Feld an Infektiologen mit unterschiedlicher Expertise gibt,“ erzählt Streeck. Wichtig ist ihm die internationale Vernetzung. „Einen HIV-Impfstoff kann man nicht allein entwickeln“, sagt er.

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Nach dem Medizinstudium in Berlin ging Streeck 2006 in die USA. Dort war er zunächst als Postdoc, dann als Assistant Professor an der Harvard Medical School in Boston tätig, später unter anderem an der John Hopkins Universität in Baltimore. Zuletzt leitete er die Immunologie des U.S. Military HIV Research Program (MHRP) am Walter Reed Army Institute of Research in Silver Spring. Für das Institut ist er weiterhin beratend tätig und wird auch künftig mit dem MHRP HIV-Impfstoffstudien durchführen.

2014 erhielt Streeck gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern den Else-Kröner-Fresenius-Preis. Die Stiftung fördert die Rückkehr deutscher Spitzenforscher aus dem Ausland. Birgit Hibbeler

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