ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2015Horst Stobbe †: Prägende Persönlichkeit der Hämatologie

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Horst Stobbe †: Prägende Persönlichkeit der Hämatologie

Goldschmidt, Hartmut

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Horst Stobbe, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Horst Stobbe, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Am 20. Oktober 2015 ist der ehemalige Direktor der Hämatologischen Abteilung der Charité Berlin, Prof. Dr. med. Horst Stobbe, im Alter von 95 Jahren verstorben. Stobbe hat als Hochschullehrer, als Vorsitzender der Zentralen Fachkommission für Innere Medizin und als langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft für Hämatologie und Bluttransfusion der DDR die Hämatologie in Deutschland wesentlich geprägt.

Nach dem Medizinstudium in Breslau und Leipzig promovierte er 1945 in Leipzig. Die Facharztausbildung Innere Medizin und drei Jahre Pathologie absolvierte er am Bezirkskrankenhaus St. Georg Leipzig. 1953 nahm er die Arbeit an der 1. Medizinischen Klinik der Charité auf. Dort baute er die hämatologische Abteilung auf, die er bis zu seiner Emeritierung 1985 erfolgreich leitete. Nach seiner Habilitation 1960 erfolgte im selben Jahr die Dozentur. 1969 wurde er zum ordentlichen Professor berufen. In den 32 Jahren an der Charité standen Patientenbetreuung, Vorlesungen, Betreuung von Doktoranden und die Forschung im Zentrum. Stobbes wissenschaftliche Neugier, seine Offenheit und motivierende Gesprächsführung wurden allseits geschätzt. Seine Autorität beruhte auf breitem, fundierten Wissen und Verstehen.

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Stobbe war Autor und Herausgeber einer Reihe von beachteten Fachbüchern wie dem „Hämatologischen Atlas“. Nach seiner Emeritierung widmete er sich verstärkt künstlerischen Tätigkeiten (Malerei, Zeichnung und Grafik). Wir verlieren mit Horst Stobbe einen hochgeschätzten Hochschullehrer und eine prägende Persönlichkeit der Hämatologie. Prof. Dr. med. Hartmut Goldschmidt

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