ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2015Ionisierende Strahlen: Zwiespältiges Thema
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Der Kommentar weist noch einmal dankenswerterweise auf ein für Ärzte zwiespältiges Thema hin: Die größte Belastung mit radioaktiver Strahlung im Niedrigbereich für die bundesdeutsche Bevölkerung geht von Medizinern aus. Gleichzeitig zeigen die Studien in den letzten Jahren, dass es keine unbedenkliche Dosis unterhalb einer Schwelle gibt. Dieses Thema ist deshalb immer noch mit einem Tabu belegt, obwohl die Anwendung ionisierender Strahlen in der Medizin mittlerweile auch deutlich durch andere Verfahren abgenommen hat . . .

Besonders im diagnostischen Bereich sollten wir in unserem ärztlichen Alltag immer wieder die kritische Frage stellen, ob diese oder jene radiologische Maßnahme auch wirklich erforderlich ist. Das gilt ganz besonders auch für den pädiatrischen Bereich. Hier allerdings werden zum Beispiel zur Alterseinschätzung unbegleitete jugendliche Flüchtlinge immer noch viel zu unkritisch radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Besonders die radioaktiven Belastungen durch ein CT der Schlüsselbeine oder die Röntgenaufnahme zur Zahnentwicklung ist ein nicht hinnehmbares Risiko, dem wir uns als Ärzte und Ärztinnen mit aller Macht entgegenstellen sollten, zumal deren Ergebnisse wissenschaftlich nicht die erforderliche Diskriminierung für die Fragestellung aufweist . . .

Ernst-Ludwig Iskenius, Arzt, 18057 Rostock

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