ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2016Schlusspunkt: Schulung für Patienten
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Vielen Dank für die kritischen Zeilen. In meine handchirurgische Ambulanz kommen jeden Tag viele Patienten ohne Röntgenbilder, neurologische Befunde und vieles andere.

Auf die Frage, warum sie ihre Bilder oder Befunde nicht dabei haben, ernte ich Erstaunen, Missmut bis hin zur Aggression.

„Das ist doch nicht meine Aufgabe“, „Hat mein Arzt Ihnen die Bilder nicht geschickt“ und „Mein Arzt hat mir nichts mitgegeben“ sind nur die häufigsten Antworten. Auch die freundliche Erklärung, dass eine persönliche Bewertung aller bis dato gemachten Untersuchungen die Diagnose vereinfachen würde, verbessert nur selten das Verständnis.

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In einer nicht-repräsentativen Studie von 100 konsekutiven Patienten hatten 17 Prozent die vom Facharzt angefertigten Röntgenaufnahmen nicht dabei. Vielleicht würde ein regelmäßiger Hinweis auf §1 des SGB V: Solidarität und Eigenverantwortung, die Situation verbessern . . .

Leider bezieht sich die „Augenhöhe“ aber immer nur auf Forderungen gegen die Gesundheitsberufe. Eine aktive Schulung der Patienten, zum Beispiel durch die Krankenkassen, mit dem Hinweis, immer alle Untersuchungen und Befunde bei Folgeterminen mitzunehmen, würde allen Beteiligten viel helfen und sicher auch Kosten sparen.

Prof. Dr. med. Peter Hahn, Chefarzt der Handchirurgie,
Vulpius Klinik GmbH, 74906 Bad Rappenau

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