ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2016Onlinebasiertes Suchtverhalten: Bundesregierung will Internetsucht bekämpfen

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Onlinebasiertes Suchtverhalten: Bundesregierung will Internetsucht bekämpfen

PP 15, Ausgabe Januar 2016, Seite 4

Bühring, Petra

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Rund 500 000 Menschen in Deutschland sind von Medienabhängigkeit betroffen. Foto: dpa
Rund 500 000 Menschen in Deutschland sind von Medienabhängigkeit betroffen. Foto: dpa

Die Bundesregierung plant eine Initiative zur Bekämpfung von Internetsucht. „Neben den großen Chancen der Digitalisierung bestehen auch Risiken des Missbrauchs und der Entwicklung von Abhängigkeiten von neuen Medien“, schreibt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CDU), in einem offenen Brief an die Unions-Bundestagsfraktion, in dem sie über Ergebnisse und Ziele ihrer Arbeit berichtet. Erreicht werden solle ein maßvoller Umgang und eine gesunde ,Online-Off-line-Balance‘ mit den neuen Medien. Neben Präventions- und Beratungsangeboten müssten passende Behandlungsmöglichkeiten für eine wachsende Zahl Betroffener aufgebaut und wissenschaftlich begleitet werden.

Nach Schätzungen sind rund 500 000 Menschen in Deutschland von Medienabhängigkeit betroffen. „Experten schätzen die Zahl der Internetabhängigen aktuell auf etwa ein Prozent der 14- bis 64-Jährigen in Deutschland“, schreibt Mortler weiter.

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Konkret prüft die Regierung derzeit die Förderung von OnlineBeratungen für Abhängige sowie von Projekten, die mögliche Gesundheitsschäden durch exzessiven Internetkonsum bei Kindern und Jugendlichen untersuchen. Auf der Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten im November 2016 soll der nationale Drogen- und Suchtrat, ein hochrangiges Expertengremieum, weitere Maßnahmen vorschlagen. PB

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