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In dem Beitrag von Florian Debus und Koautoren: „Anzahl der Schwerverletzten in Deutschland – Eine retrospektive Analyse aus dem TraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU)“ im Deutschen Ärzteblatt vom 4. Dezember 2015 (Heft 49) sind die Daten aus der Publikation von Kühne et al. aus dem Jahr 2006 nicht exakt wiedergegeben worden.

Die Hochrechnung von Kühne et al. ging von 35 300 polytraumatisierten und nicht, wie fälschlicherweise von Debus et al. zitiert, von schwerverletzten (= Injury Severity Score [ISS] ≥ 16) Patienten aus. Dieser Fehler führte beim Vergleich der Zahlen von Kühne et al. mit den eigenen Berechnungen von Debus et al. zu folgenden Schlussfolgerungen:

 1.) Die Anzahl der Schwerverletzten in Deutschland ist kleiner als bisher angenommen.

 2.) Die Anzahl der Schwerverletzten in Deutschland ist rückläufig.

Beide Aussagen sind nicht korrekt. Die richtigen Schlussfolgerungen lauten:

 1.) Die Anzahl der Schwerverletzten, definiert als Patienten mit einem ISS ≥ 16, liegt bei 18 200–18 400 und ist seit 2006 nahezu konstant geblieben.

 2.) Die Anzahl der Schwerverletzten gemäß der Aufnahmekriterien ins TraumaRegister DGU beträgt zurzeit circa 31 000 (Basiskollektiv im Jahresbericht TraumaRegister DGU 2015) und hat sich im Vergleich zur Hochrechnung aus dem Jahr 2006 ebenfalls nicht wesentlich verändert. MWR

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