ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2016Neujahrsempfang: Ärzteschaft setzt auf die Selbstverwaltung

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Neujahrsempfang: Ärzteschaft setzt auf die Selbstverwaltung

Korzilius, Heike

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Zum Beginn des neuen Jahres haben die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erneut die Bedeutung der ärztlichen Selbstverwaltung hervorgehoben. „Selbstverwaltung funktioniert“, erklärte BÄK-Präsident Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery vor den rund 600 geladenen Gästen beim Neujahrsempfang beider Organisationen am 14. Januar in Berlin.

Konstruktiver Austausch: KBV-Chef Andreas Gassen, Minister Hermann Gröhe und BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery (von links). Foto: Georg J. Lopata
Konstruktiver Austausch: KBV-Chef Andreas Gassen, Minister Hermann Gröhe und BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery (von links). Foto: Georg J. Lopata

Mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen Haus- und Fachärzten um einen angemessenen Interessenausgleich in der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung während der vergangenen Monate betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas Gassen: „Die KBV ist wieder auf Kurs.“ Man habe sich für 2016 viel vorgenommen. „Wir wollen das KV-System wieder zum maßgeblichen Ideengeber machen.“ Dafür wolle man die KV-Strukturen auf den Prüfstand stellen und für einen fairen Interessenausgleich der verschiedenen Arztgruppen sorgen.

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) forderte, die ärztliche Selbstverwaltung müsse die Gesprächsfähigkeit untereinander verbessern. Nur so ließen sich Konflikte zwischen Haus- und Fachärzten lösen. Er könne nicht verstehen, dass die KBV Klage gegen die Ersatzvornahme des Ministeriums erhoben habe, die der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung vorschreibt, dass sie bei Abstimmungen, die Haus- und Fachärzte gleichermaßen betreffen, Stimmengleichheit herstellen muss. Der Minister ließ zugleich durchblicken, dass er keine Kompromisse bei der Rechtstreue dulde. Denn die KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung hatte es mehrfach abgelehnt, die Regelung zur Parität in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung aus dem Versorgungsstärkungsgesetz umzusetzen. HK

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